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PuppetShow: Der Preis der Unsterblichkeit

tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 30.05.2015
Deutsch (Sammler): 28.05.2015


Teil 8 - sehr kurz, aber spielerisch ok
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Als dich ein Brief deines besten Freundes Enrique erreicht, reist du unverzüglich und höchst besorgt nach Immortale. Die Stadt, berühmt für ihre Marionetten, hat sich in der letzten Zeit einen zweifelhaften Ruf geschaffen. Denn wenn dort Journalisten über die Puppenspiele der Stadt schreiben wollen, dann kehren sie nicht mehr zurück. Und Enrique fleht um deine Hilfe, glaubt in Gefahr zu sein. Nur Helen kannst du vertrauen, sagt er. Und schon während der Zugfahrt nach Immortale scheint dich jemand warnen zu wollen: Eine brennende Puppe hängt vor dem Fenster deines Zugabteils.

Zu Beginn gibt es zunächst die Wahl zwischen männlicher oder weiblicher Spielfigur und dem Aussehen. Danach folgt die Auswahl aus drei Modi mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden oder die Nutzung von Modus 4; dieser erlaubt dir individuelle Einstellungen in verschiedenen Bereichen. Wie üblich: alle Einstellungen sind jederzeit während des Spieles über die Option änderbar. Als Hilfsmittel dient neben dem funktionierenden Tipp, der bei Bedarf auch als Teleporter eingesetzt werden kann, eine Karte. Die ist sehr schön gemacht, bringt dich von A- B und zeigt alle relevanten Informationen. Gebraucht allerdings wird sie nicht. PuppetShow: Der Preis der Unsterblichkeit ist gradlinig und unkompliziert; Orte werden beendet und auch wenn sie noch zugänglich sind, man muss nicht mehr zurück. Ebenfalls als Helfer dient eine kleine Puppe, die du anfänglich retten wirst. Neben ihren Fähigkeiten, auch unzugänglichere Stellen erreichen zu können, wird sie dank ihres Hutes als dauerhafte Lichtquelle genutzt.

Wimmelbildszenen werden fast alle 2x gespielt, jeweils mit verschiedenen Varianten. Es gibt "Lege die Objekte zurück in die Szene", "Finde X von einer Art" und Wortsuchlisten mit Interaktionen, manchmal mit Einzelteilen dahinter, die, eingesammelt, am Ende zum Inventarobjekt führen. Grafisch wie der Rest des Spieles, angenehm und im alten ERS-Stil, sind die Wimmelbilder nicht sehr komplex, sondern gut lösbar; die Gegenstände springen einem aber auch nicht alle sofort ins Gesicht.

Die Puzzles sind zwar nicht sehr anspruchsvoll, doch wir sehen die ein oder andere Variantion bekannter Puzzles, die einen Hauch mehr Spaß bringen als das, was wir sonst kennen. Zwei oder drei Puzzles sind mit der Wahlmöglichkeit "normal" oder "schwer" ausgestattet, doch einen großen Unterschied gibt es nicht. Diese Eigenheit von ERS, eine solche Wahl anzubieten, ist sicherlich gut gemeint, in der Ausführung bisher aber stets nur unvollkommen ausgeführt. Entweder schafft man eine tatsächliche Steigerung des Schwierigkeitsgrades, um auch die Puzzle-Freunde zu bedienen, dann aber auch bei allen vorhandenen Puzzles. Oder man lässt es ganz und steht dazu, dass man entweder nicht Willens oder nicht in der Lage ist, beide Lager zu beglücken.

Trotz einiger Stolpersteinchen bleibt bei PuppetShow: Der Preis der Unsterblichkeit die Logik nicht völlig auf der Strecke. Der Einsatz von Inventargegenständen macht meistens Sinn, einige Dinge benutzt man auch mehrmals. Geschichtlich gesehen ist es zwar unterhaltsam und auch angenehm, dass die Hauptfigur (du) nicht ganz so perfekt ist, doch so viele "KOs" sind dann vielleicht doch ein wenig überzogen.

In der Sammleredition werden zusätzlich Puppen und Puppenhaus-Token gesammelt. Mit Letzterem kann man die Puppen "aufwerten", das heißt, ihnen ein anderes Outfit und Aussehen verpassen. Das Bonuspiel schließt an das Finale des eigentlichen Spieles an und beseitigt bei geschichtlich interessierten Spielern einige Fragezeichen. Es gibt außerdem Auszeichnungen, Minispiele und Wimmelbilder können erneut gespielt werden, dazu kommen Musik, Filme, Hintergründe und Bildschirmschoner

Leider ist das Spiel sehr kurz und wer in der Sammleredition dann noch sieht, dass es im Hauptspiel 12 und im Bonus nochmal 2 Einspieler gibt, der stellt sich schon die Frage, warum die Videos gefühlt mehr Zeit in Anspruch nehmen als das eigentliche Spiel. Auch das "große Finale" gibt es nur filmisch, nicht spielerisch. Wäre das nun beeindruckend oder großartig oder hätte sonst einen Superlativ verdient, man könnte darüber hinwegsehen. Leider ist dem nicht so.

PuppetShow: Der Preis der Unsterblichkeit bietet zwar Unterhaltung und ein anspruchsloses doch unbestritten angenehmes Spiel. Doch es ist zu kurz und die Zeit wurde durch die vielen Einspieler noch gestreckt. Wimmelbilder und Puzzles sind ok, aber auch hier brilliert der Entwickler nicht. Die Nummer 8 der Serie lässt durch zwei kurze Szenen mit der Spinnenfigur aus den vorherigen Teilen vermuten, dass weitere Fortsetzungen geplant sind. Qualitätsbewußte Spieler werden sicherlich nicht mit angehaltenem Atem darauf warten. Die Normalversion ist es wert, dass ein Freicode dafür eingesetzt wird. Von der Sammleredition kann man getrost Abstand halten.


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