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Psycho Train


tassen tassen
Herausgeber: Gamehouse
Entwickler: Veles Games

Download: Deutschland-Spielt

Autor: Elke M.
Datum: 16.02.2015


Wimmelbildabenteuer, das in allen Bereichen zu einem Alptraum mutiert
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Zusammen mit unserer Tochter steigen wir in einen Zug. Doch wie von Geisterhand lösen sich die Nieten der Schienen und die Bahn entgleist. überall um uns herum herrscht Chaos, trotzdem merken wir schnell, dass unser Kind verschwunden ist. Durch die Hilfe von Toten erfahren wir immer mehr Zusammenhänge und dringen immer tiefer in die Welt eines wahnhaften Irren vor, bis wir ihm letztendlich selbst gegenüber stehen und um das Leben unserer Tochter spielen.

Die Handlung selbst ist schnell erzählt und wird durch etliche Nebenschauplätze etwas in die Länge gezogen. Das täuscht aber nicht über die schwach animierten Protagonisten und die teilweise extrem nichtssagende Grafik hinweg. Einzig allein die Geräusche verursachen hier und da ein Schaudern und auch die Bewegungen des fahrenden Zuges wurden gut eingefangen. Unterhaltungen mit anderen Beteiligten führen wir ausschließlich über große, schwarze Felder, die mitten im Bild auftauchen und die Sicht auf den Gesprächspartner völlig verdecken. Dazu kommt, dass auch trotz Vollbild-Modus unschöne schwarze Ränder an den Seiten übrig bleiben.

Und auch sonst wirkt alles sehr sparsam, wie beispielsweise die Auswahl der Schwierigkeitsstufen zeigt. In einem Satz wird uns erklärt, dass im Standard-Modus die Aufladegeschwindigkeit des Tipps eine Minute beträgt und interaktive Bereiche glitzern. Im Experten-Modus dagegen warten wir zwei Minuten, bis der Hinweis-Button wieder zu gebrauchen ist und das Funkeln entfällt. Eine änderung ist hier während des Spiels nicht mehr möglich, aber bei den äußerst puristischen Möglichkeiten auch nicht notwendig.

Nach einer kurzen Einführung erhalten wir als einziges Hilfsmittel ein Tagebuch, in dem die Geschichte mitgeschrieben wird. Zusätzlich werden darin Codes festgehalten, die aber meistens auch direkt neben dem Rätsel wieder zum Vorschein kommen, ohne dass wir das Journal nochmal extra bemühen müssen. Gewöhnungsbedürftig ist das System, mit dem sich Ausschnitte im Spiel öffnen und schließen oder eben auch nicht. Alles was die Größe eines Fenstermodus hat, schließt sich auch selbstständig wieder. Wird aber wie im Falle von Minispielen das ganze Bild ausgefüllt, müssen wir uns selbst einen Ausgang daraus suchen und warten vergeblich auf eine eigenständige Beendigung.

Insgesamt gibt es neun Wimmelbilder, die alle aus klassischen Wortsuchlisten bestehen. Nur selten verirrt sich eine Interaktion hinein und die ist dann durch Aufdecken oder zur Seite schieben schnell erledigt. Zudem müssen wir jedes Wimmelbild im Abstand von nur wenigen Augenblicken erneut wiederholen. Zahlreiche Objekte liegen im Dunklen und sind deshalb schwer zu erkennen. Am Ende erhalten wir immer einen Gegenstand für unser Inventar.

Die vielen Rätsel sind teilweise zum Fremdschämen und ohne jedwede Kreativität. Wir spielen ein paar Noten nach, tauschen Kacheln zu einem Bild, ordnen Masken nach Vorgabe richtig an, entwirren Fäden, öffnen mit einem Dietrich eine Türe und drehen Ringe, bis sich auch daraus ein stimmiges Bild ergibt. Beim Unterbringen der überspringen-Funktion haben sich die Entwickler anscheinend wenig Gedanken darüber gemacht. Warum sonst, befindet sie sich so knapp unter den Minispielen, dass wir immer Gefahr laufen, sie versehentlich anzuwählen. Dazu fehlen mehrmals die Erklärungen zu den Puzzeln.

Es erweist hier durchaus als großes Glück, dass das Spiel bereits nach guten 2,5 Stunden zu Ende ist, wobei sich das Wort „Ende“ auf ein Abschlussbild beschränkt. „Psycho Train“ wirkt durch und durch altbacken und angestaubt. Vor vielen Jahren wäre es in der Masse der Spiele vermutlich gar nicht aufgefallen, heutzutage purzelt es aber doch deutlich aus dem Rahmen. Aufgrund der Kürze, der fehlenden Abwechslung im Bereich der Wimmelbilder und der absolut nichtssagenden Rätsel ist selbst die Probestunde wahrscheinlich nicht mal für hartgesottene Nostalgiefreunde erträglich. Ein Spiel, das in allen Belangen weit unter dem Durchschnitt liegt und deshalb reine Zeit- und Geldverschwendung ist.


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