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Portal of Evil: Die gestohlenen Siegel


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Herausgeber: 8floor Games
Entwickler: 8floor Games

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Autor: Claudia K.
Datum: 11.05.2013
Deutsch (Normal): 11.10.2013

Abwechslungsreiches Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer mit guten Grafiken
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In einem Brief bittet dich Erzbischof Benedict in ein kleines italienisches Kloster. Die Angelegenheit sei dringend, wird geschrieben, es handle sich um deinen Großvater. Dieser verschwand vor einige Wochen spurlos und so machst du dich auf den Weg. Nicht ahnend, wohin dich diese Reise führen wird.

Im Kloster erfährst du zum ersten Mal etwas vom Orden des Lichts. Dieser hat diverse Aufgaben, dein Großvater war der Portalhüter. Dieses Portal ist mit acht Siegeln verschlossen und sorgt dafür, dass das Böse nicht die Welt beherrschen kann. Doch nun wurden vier dieser Siegel gestohlen. Und nur ein Mitglied der van Helsing Familie, die Familie deines Großvaters, kann sie zurückbringen. Aber nicht jedes Mitglied des Ordens ist mit deiner Beauftragung zufrieden. Irgendwer in der Gemeinschaft spielt falsch. Wem kannst du trauen?

Portal of Evil: Stolen Runes zeigt von Beginn an, was es ist. Ein Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer, das allen drei beteiligten Spielvarianten gerecht werden möchte. Und so wirst du gerade zu Beginn häufig ein prallgefülltes Inventar haben, während jeder zweite Klick dir die Nachricht bringt: „Hier fehlt noch etwas!“ Das gibt sich im Verlauf des Spieles ein wenig, aber du wirst fast durchgehend viele offene Baustellen haben. So viele, dass es zeitweise schwerfällt, sich zu erinnern, was denn nun wo …

Da aber kann die Karte helfen, sofern du diese Option in besagter Karte eingestellt hast. Denn diese lässt dich nicht nur von Ort zu Ort hüpfen, sondern zeigt auf Wunsch auch an, wo es aktuell etwas zu tun gibt. Wer ohne diese Funktion spielt, wird sich streckenweise nicht nur die Fußsohlen wundlaufen, sondern auch Frustmomente erleben. Wer erwartet schon, nach 3 Stunden Spielzeit wieder in die erste aller Szenen zu müssen, um dort ein Wimmelbild zu spielen?

Die Wimmelbilder kommen in zwei Varianten. Fast alle Szenen werden sowohl mit Suchwortliste als auch mit einem „Rücklege-Inventar“ gespielt. Diese Abwechslung versöhnt dann auch schnell mit der doppelten Bespielung; zumal 8floor Games auch dafür gesorgt hat, dass die zeitlichen Abstände nicht im kurzen Bereich liegen.  In den Suchbildern wirst du stets einen Ort haben, der als Nahansicht dient: Die dort zu findenden Objekte sind in der Liste blau gekennzeichnet. Rot bedeutet, dass eine Interaktion nötig oder das Objekt hinter/unter etwas anderem versteckt ist. Am Ende erhältst du einen Gegenstand als Belohnung für deine Mühe. Auch hier sorgt die Abwechslung dafür, dass keine Langeweile aufkommt. In den „Lege die Inventargegenstände zurück“ Szenen wirst du immer ein Objekt haben, das etwas öffnet; der dadurch zum Vorschein kommende Gegenstand geht anschließend in dein Spielinventar.

Die Puzzles sind eine weit gefächerte Auswahl der verschiedensten, gut bekannten Varianten. Geduld und Logik sind ebenso anwesend, wie Memory, Legepuzzle oder Schiebepuzzle. Sie sind in der Regel nicht schwer, lassen aber auch erfahrene Spieler nicht im 30 Sekunden-Rhythmus durchrauschen. Bei den Rätseln hat man sich ebenfalls an das Offensichtliche gehalten. Schubladen, Türen und Schlösser werden mit zu findenden Schlüsseln geöffnet, Kisten oder ähnliches mit Brechstangen; ein um die Ecke denken ist hier nicht nötig.

Zumindest in der ersten Hälfte des ca. 4 bis 4,5 Stunden Spieles wird Portal of Evil: Die gestohlenen Siegel seinem Abenteueranspruch gerecht. Du hast viele Möglichkeiten, bis hin zur Unübersichtlichkeit. Deine Wege sind nicht linear, oft wirst du Dinge erledigen müssen, die erst etwas später wirklich wichtig werden. Doch im Verlauf ändert sich dies und es gibt ganze Abschnitte, in denen du von A nach B nach C nach D gehst, ohne Möglichkeiten, irgendetwas anderes zu tun (sieht man von sinnlosem Herumirren ab).

Die zwei zur Verfügung stehenden Modi sind eine endgültige Wahl für das jeweilige Profil, eine änderung ist nur möglich, wenn du komplett neu beginnst. Sie unterscheiden sich in Glitzerhäufigkeit und Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringfunktion. Im einfachen Modus bedeutet das aber leider, dass der Glitzer auch vor den Wimmelbildern nicht Halt macht.

Ein Buch steht dir ebenfalls zur Verfügung, was dich aber nicht von der Aufgabe entbindet, aufmerksam zu sein. Nicht alle Codes oder Muster werden automatisch in dein Buch kopiert. Bei vielem wird die Heldin dir sagen, dass sie sich diese Information merken muss. In der Regel ist aber der Einsatzort solcher Informationen dann recht nahe, sodass man keine langen Wege zurücklegen muss, wenn das Gedächtnis einen im Stich lässt.

Grafisch ist das Spiel gut gemacht. Auch wenn viele Szenen etwas dunkel sind, niemals geht es soweit, dass du etwas nur schlecht erkennen kannst. Auf der Suche nach den Siegeln wirst du vier verschiedene Welten betreten, alle unterscheiden sich deutlich voneinander. Das Voice-Over allerdings ist streckenweise sehr steif. Und trotz aller Bemühungen, es fehlt ein wenig Atmosphäre in Portal of Evil: Die gestohlenen Siegel. Tatsächlich eintauchen in das Spiel fällt schwer, die Heldin oft zu präsent, als dass man sich mit ihr wirklich identifizieren, eins werden kann.

Das Ende der Normalversion ist ein eher konstruiertes, nicht sehr befriedigendes Ergebnis. Einige Handlungsstränge bleiben unaufgelöst und kommen erst in der Sammleredition zum Tragen. Der Erfolg wird dir aber nicht gänzlich versagt.

Portal of Evil: Stolen Runes kommt spielerisch, visuell und atmosphärisch nicht über guten, oberen Durchschnitt hinaus. An vielen, kleinen Dingen merkt man: Den Entwickler gibt es noch nicht lange (und er gehört zu den wenigen, die sich nicht auf ein Genre spezialisiert haben). Doch die Spielzeit ist gut, die Geschichte nicht brillant, aber doch gut zu verfolgen. Die Bilder sind schön anzusehen, es ist abwechslungsreich und vernachlässigt keines der Bestandteile eines Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer. 8floor Games bringt mit Portal of Evil: Die gestohlenen Siegel ein Spiel, das durchaus überzeugt, wenn auch nicht begeistert.


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