A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Phenomenon: Meteorit


tassentassentassentassen
Herausgeber: Puzzle Lab
Entwickler: Puzzle Lab

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Phenomenon: Meteorit auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 26.03.2013
Deutsch (Normal): 19.07.2013


Vor vielen Jahren fiel ein riesiger Meteorit auf die Erde. Und veränderte das Leben und das Schicksal vieler Menschen. Einer dieser Menschen war Daniel. In einer regnerischen Nacht ließen seine Eltern ihn auf den Stufen des Hauses guter Freunde zurück. Sie fürchteten um ihr Leben und auch um das Daniels, deshalb mussten sie ihn in Sicherheit bringen. 20 Jahre später übergeben seine Pflegeeltern ihm eine Karte, die den Weg zu einer mysteriösen Insel zeigt und einen Brief der Eltern. Sollten sie noch leben, werden sie dort auf Daniel warten.

Daniel macht sich sofort auf den Weg. Kaum auf der Insel angekommen, trifft er Gloria, ein kleines Mädchen, das seine Eltern kannte, aber nicht weiß, ob sie noch leben. Und sie erklärt ihm, dass die Menschen, die dem Orden der Mönche auf dieser Insel angehören, besondere Fähigkeiten haben. Abtrünnige des Ordens und ihre Nachkommen aber werden von den Mönchen bedroht. Jetzt, mit 25, werden Daniels Fähigkeiten zum Vorschein kommen. Er ist in Gefahr. Aber Gloria weiß Rat. Der Uhrmacher, der auch sie beschützt, wird ihm helfen können.

Gerade zu Beginn ist Phenomenon: Meteorit ein sehr geschichtslastiges Spiel und scheint diverse Nebenstränge zu haben. Wer sich nicht ausgiebig mit den Dialogen und gefundenen Notizen beschäftigt, der wird wenig erfahren und noch weniger wissen, was er nun eigentlich auf dieser Insel tut, zumal die Suche nach den Eltern fortan vergessen zu sein scheint. Aber auch wer der Geschichte folgt, wird nicht unbedingt immer verstehen, was eigentlich das Ziel des ganzen Spieles ist.

Wimmelbildfreunde kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Denn eine der Seltsamkeiten auf der Insel ist, dass die Zeit zurückgedreht werden kann. Allerdings wirst du dies auch nur einmal im Spiel selbst tun, dafür aber in jeder Wimmelbildszene. Dort findest du eine Wortsuchliste, die manchmal ein oder zwei interaktive Objekte enthält, immer aber eines, das in rot geschrieben ist. Um das zu erhalten, wirst du einen Zeitmesser in der Szene finden müssen, ihn anklicken und dadurch in eine zweite Wimmelbildszene geleitet werden. Erst wenn du auch hier alles gefunden hast, ist es dir möglich, im ersten Teil das rot geschriebene Objekt zu finden. Und das bedeutet einfach: Jedes Wimmelbild ist eigentlich gleich zwei und da du viele der Szenen zweimal spielst, bedeutet es gar, dass du eine Szene insgesamt bis zu vier Mal nach sinnlosen Gegenständen absuchst, von denen dann einer in dein Inventar geht.

Schön ist, dass du einige Dinge, die du findest, mehrmals benutzt, das hält dich aber trotzdem nicht davon ab, Messer, Schaufeln und anderes gleich in mehrfacher Ausführung finden zu müssen. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, unsere Spiele machen es deutlich, selbst dann, wenn "unser Leben" davon abhängt.

Egal welchen der beiden Modi du wählst, dir steht eine Karte zur Verfügung, die dir sowohl anzeigt, wo du bist, als auch, wo es aktuell etwas zu tun gibt. Die Anzeige ist leider nicht immer ganz richtig und es kann dir passieren, dass du zu einem Ort geschickt wirst, wo du nur etwas, was du eh noch nicht erledigen kannst, noch nicht gesehen hast. Ganz unkompliziert ist die Karte auch nicht. Sechs Hauptgebiete gibt es für dich auf der Insel zu erforschen. Hast du die Karte geöffnet, wirst du zunächst dort wählen müssen, in welchem dieser Gebiete du nun dein Heil vermutest. Erst da wirst du sehen, ob dieser Ort dir etwas zu bieten hat; falls nicht geht es zurück zur Hauptkarte und von dort zum nächsten Hauptpunkt. Ein Klick aber wird dich dann ohne Umschweife dorthin bringen, wo dich (vielleicht) eine Aufgabe erwartet. Es sind allerdings nicht immer alle Orte frei zugänglich, meist stehen dir nur drei oder vier Hauptgebiete zur Verfügung.

Ein wichtiger Teil des Spieles ist das Amulett, das mit Fähigkeitssteinen gefüllt werden muss. Dieses Amulett wird dir viele Türen öffnen, aber immer nur solche, die du mit deinen gefundenen Fähigkeiten bereits öffnen kannst. Und da gibt es gleich zwei Dinge, die schludrig gemacht sind. Nicht nur, dass dir die Steine mehr oder weniger zufällig in die Finger bzw. ins Amulett kommen; häufig erhältst du sie völlig unerwartet, wenn eigentlich etwas ganz anderes der Hauptgrund für deine Klicks ist. Auch erfährst du nur wenig über deine Fähigkeiten und nutzen wirst du sie nicht. Sie werden in dieses Amulett gepresst und öffnen Türen, wie oder warum, das bleibt im Dunkeln. Und es ergibt auch keinen Sinn, warum diese Fähigkeiten nun so wichtig sind. Offensichtlich kannst du nichts mit ihnen anfangen, außer Türen zu öffnen, die du nicht öffnen müsstest, wärest du nicht einer derjenigen, die diese Fähigkeit haben.

Die Puzzles sind nicht allzu häufig, visuell aber, wie das gesamte Spiel, sehr schön gemacht. Sie sind recht einfach, bieten nichts Neues und nicht einmal eine große Bandbreite, aber sie langweilen auch nicht komplett. Nach etwa 3 - 3,5 Stunden hast du das Ende des Spieles erreicht, ca. 45 Minuten kommen in der Sammleredition dazu. Diese bietet daneben auch noch ein Wimmelbildextra: so kannst du dort jede Wimmelbildszene erneut spielen und dabei zusätzlich zu einer bereits gespielten Suchliste auch Artefakte finden und offensichtlich auch andere Dinge. Eine Erklärung gibt es nicht, man weiß nicht, warum sich einige Teile einer "Punktekarte" pro Szene füllen. Aber wer gerne sucht, kann dies jedenfalls im Sammlerextra noch einmal ausführlich tun.

Phenomenon: Meteorit ist ein Spiel, das sich gut spielen lässt. Es macht sogar Spaß, ohne Zweifel, aber der berühmte rote Faden scheint diverse Male seinen Farbton zu ändern. Deine Ziele ändern sich, kommen wieder, und das Hauptziel, Daniels Eltern zu finden, gerät völlig in Vergessenheit. Dinge, die unglaublich wichtig erscheinen, wie zum Beispiel die Fähigkeiten, verkommen zu mehr oder weniger nutzlosen Nebensächlichkeiten. Irgendwer hat sich bei Phenomenon: Meteorit irgendwo ziemlich verrannt. Das ist schade, denn die Intention war gut: Ein Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer, das viel Wert auf die Wimmelbilder legt und dazu eine gesunde Mischung von Puzzles und Abenteuer bietet. Das Spiel hat Potential für mindestens drei Vertreter seiner Art und drei Geschichten. Zusammengelegt aber ist das alles nur noch etwas mehr als Durchschnitt.


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top