Phantasmat: Stadt der verlorenen Hoffnung


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 04.07-2016


Durchschnittliches Spiel mit guten Puzzles aber ansonsten einem Hauch von Nichts
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Nach einer Autounfall landest du gemeinsam mit deinem Bruder und dessen Freunden in Collingsworth. Doch dort treibt der Serienkiller Jeffrey sein Unwesen. Wirst du es schaffen, Freunde, Familie und Bewohner der Stadt zu retten?

Vier Modi (inklusive einem mit individuellen Einstellungen) stehen dir zu Beginn des Spieles zur Verfügung. Zusätzliche Helfer gibt es keine, aber eine Karte mit Transportmöglichkeit und hilfreichen Informationen sowie ein Tipp, der neben seiner eigentlichen Aufgabe auch als Reisemöglichkeit dient.

Bei den Wimmelbildern gibt es, wie meist bei Eipix, viel Abwechslung- Wortsuche mit Suche zur Freilegung der Suchliste, Chamöleon-Suche, Textsuche, Puzzle-Suche, Umriss-Suche oder mehrere Varianten in einer Wimmelbildszene. Die Wimmelbilder sind, wie alles in dieser Spiel, arg dunkel gehalten und weder die Interaktionen noch die Suchen sind sonderlich kreativ gestaltet. 10 Wimmelbilder gibt es insgesamt (+ 3 im Bonusspiel der Sammleredition). Als Alternative zu den Suchszenen gibt es ein wohlbekanntes 3-Gewinnt-Spiel.

Die Puzzles (17 insgesamt + 3 im Bonusspiel) sind das Beste an Phantasmat: Stadt der verlorenen Hoffnung. Nicht neu, aber abwechslungsreich, interessant und mit einem angenehmen Schwierigkeitsgrad versehen, passen sie sich zwar visuell dem eher kläglichen Gesamtbild an, sind aber endlich mal ein Spaß für all die, die in der Regel nur genervt und die üblichen 3-5 Klicks absolvieren.

Neben den nachzuspielenden Wimmelbilder und Puzzles gibt es in den Extras der Sammleredition auch das 3-Gewinnt als Dauerspiel. Im Souvenir-Raum kann man in jeder Szene einen Gegenstand suchen, dazu müssen alle grünen Gläser, das Sammelobjekt im Spiel, gefunden werden. Wer eines übersehen hat, kann dies später noch nachholen. Musik, Videos, Bilder und Auszeichnungen komplettieren das Spiel. Das Bonusspiel spielt nach dem Hauptspiel und gewinnt auch keine Preise. Weder für die Länge, noch die Geschichte.

Wie schon angemerkt, grafisch ist Phantasmat: Stadt der verlorenen Hoffnung nicht unbedingt ein Brüller. Zu dunkel gehalten und an einigen Stellen erkennt man einfach nicht gut, was eigentlich gesucht oder gefunden wurde. Der Mix zwischen "echten" und gestalteten Darstellern ist ebenfalls in die Hose gegangen. Die Echten passten wie üblich nicht ins Spiel, wirkten linkisch, die Gestalteten waren langweilig, blass, nichtssagend.
Und auch spielerisch ist nicht viel zu sagen. Es gibt nicht bemerkenswertes, man dümpelt vorhersehbar von A nach B und B nach A. Es gibt einfach nichts, was einen tatsächlich animiert, weiter zu machen. Außer vielleicht, dass man Geld für das Spiel bezahlt hat und es zugegebenermaßen schlechtere Spiele gibt. Dass man einen Schlüssel sucht, den man benutzt, um einen Schlüssel zu finden ist auch nur eine von vielen Unsinnigkeiten, denen man im Laufe der durchschnittlichen Spielzeit begegnet.

Der Charme des ursprünglichen Spieles völlig verloren und mit Phantasmat: Stadt der verlorenen Hoffnung gilt das nicht nur noch für den grafischen Augenschmaus des ursprünglichen Spieles. Wer hier aus Gewohnheit das letzte Video überspringt, wird nicht mal den schlecht konstruierten Zusammenhang mit dem Serien-Sinn (Tote wissen nicht, dass sie tot sind) finden können. Und gerade bei Eipxi überspringt man die Videos halt gern, weil sie geschichtlich nicht in der Lage sind, etwas anhaltend Spannendes oder auch nur Interessantes zu liefern.

Und so bleibt ein Spiel zurück, dass grafisch nicht gut ist, geschichtlich uninteressant, spielerisch nur bei den Puzzles attraktiv ist und mit der Serie nur noch den Namen gemein hat. Das reicht für Einsteiger - Vielspieler dagegen sollten das Demo spielen (es wird nicht besser, nur langweiliger) und maximal in einer Angebotssituation darauf zurück greifen.