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Phantasmat: Die endlose Nacht

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 29.01.2015
Deutsch (Normal): 17.04.2015


Wimmelbilder in jeder denkbaren Variation
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Du bist auf dem Weg, deine Tochter bei ihrem Abschlussball an der High School abzuliefern. Doch kurz bevor ihr da seid, geschieht ein Unfall. Als du dein Bewußtsein wieder erlangst, ist nicht nur Aimee verschwunden, sondern du befindest dich im Jahre 1965. Es ist die Nacht, in der ebenfalls ein Abschlussball an der Schule stattfand. Mit grausigen Folgen, denn durch eine Gasexplosion in einer nahegelegenen Fabrik kamen viele Menschen in der Stadt und auch die Teilnehmer des Balles unter grausigen Umständen ums Leben. Dann siehst du, wie Aimee in die Schule gezerrt wird. Jemand hat sie entführt.

Phantasmat: Die endlose Nacht ist eine Geschichte, in der es zum einen um falsche Schuldgefühle, zum anderen um politische und unternehmerische Korruption geht. Während du einerseits deine Zeit damit verbringst, ruhelose Seelen davon zu überzeugen, dass sie keine Schuld an dem damaligen Unglück haben, erfährst du andererseits viel über die wahren Umstände des Unglückes. Und gleichzeitig lässt du in deinem Streben um die Suche nach deiner Tochter selbstverständlich nicht nach.

Wie dein Spiel vom Schwierigkeitsgrad gestalten ist, wird durch deine Wahl von einem der vier Modi entschieden. Dabei ist der vierte Modus individuell zu gestalten - und erneut fällt auf, dass ein Glitzern hier nicht komplett auszuschließen ist. Wer diese aufdringlichen Hinweise in Szenen und Wimmelbildern nicht mag, der ist gezwungen den "Schwierig" - Modus zu wählen. Hier aber fehlen auch Tipps und überspringfunktion. Interessant ist, dass das Glitzern im leichten Modus (was ein Aufblitzen im Sekundentakt bedeutet) als "Normal" bezeichnet wird. So weit sind wir Spieler also in der Achtung des Entwicklers gesunken - im Sekundentakt muss uns gezeigt werden, wo es etwas zu finden und zu tun gibt. Weil man darauf ja trotz sich ändernden Mauszeigers nicht kommen kann.

Die Karte zeigt (je nach Modus/Auswahl) die Orte an, die mit den aktuellen Inventarobjekten bespielbar sind und dient als Transportmittel. Letzteres allerdings wird im letzten Drittel eingeschränkt - dort wird man gezwungen, für den Wechsel der Stockwerke einen Aufzug zu benutzen. Immer und immer wieder. Hier wird dann besonders deutlich, wie oft man hin- und her geschickt wird. Auch der (sehr zuverlässige) Tipp dient bei einem Ortswechsel von mehr als einem Raum als Transportmittel, allerdings auch hier nicht, wenn der Aufzug benutzt werden muss.

Grafisch sind die Bilder im Gesamten gesehen natürlich gut - etwas anderes ist von Eipix auch nicht zu erwarten. Gleichzeitig aber fällt gerade bei den Geistern auf, wie belanglos sie sind. Offensichtlich wieder einmal Mitarbeiter des Teams als Vorbild genommen und leicht verfälscht, sind sie völlig belanglos und zwar in einem solchen Ausmaß, dass es ca. ab der Mitte des Spieles geschichtlich nicht so ganz leicht ist, noch zu wissen, wer eigentlich wer ist. Die Sammleredition gibt in den Extras noch mal Auskunft über die Hauptpersonenen, wer die Normalversion spielt, muss besonders aufmerksam sein.

Wer das Original der Serie gespielt hat, wird sich vermutlich noch lebhaft an die ausdrucksstarken Protagonisten der Geschichte erinnern. Echte Charaktere, die das Spiel lebendig gemacht haben. Damals war Codeminion der Entwickler, Teil 2 kam von ERS und nun darf Eipix mal. Vermutlich gibt es noch mindestens zwei Teile, eines von Elephant Games und eines von Blue Tea Games - jeder darf mal und keiner kommt ans Original heran. Im übrigen war dieses Original das erste Spiel mit 3 Modi statt nur 2 zur Auswahl und einem 3-Gewinnt als Alternative zum Wimmelbild.

Was Phantasmat: Die endlose Nacht für den Spieler tatsächlich interessant macht, sind die Wimmelbilder. Sie sind sehr abwechslungsreich, so ziemlich jede Variante ist hier eingebunden - von der Wortsuchliste mit Interaktionen, über Umriss - oder Wort-Puzzle-Szenen, Texträtseln, bis hin zum "freilegen" der Suchliste durch Finden von veränderlichen Objekten und anderen Varianten ist wirklich alles vorhanden. 16 dieser Wimmelbilder kann man in der Sammleredition immer wieder spielen, das sind aber beileibe nicht alle, die vorkommen. Wer aber die Suche trotzdem nicht spielen möchte, kann auf eine 3-Gewinntvariante ausweichen.
Die Puzzle und Minispiele sind größtenteils auch für Neueinsteiger innerhalb kürzester Zeit zu lösen. Nur ab und an mal ist eines dazwischen, dass etwas mehr Einsatz verlangt. In der Sammleredition ist die Auszeichnung für "Löse ein Mini-Spiel (mehrfach) in unter 30 Sekunden" innerhalb kürzester Zeit erreicht.

Wer die Sammleredition hat, kann zusätzlich 41 Augen (entspricht 41 verschiedenen Szenen) ausfindig machen und im Anschluss in jeder Szene noch ein "Souvenir" suchen, dazu kommen Auszeichnungen, das 3-Gewinnt-Spiel, ein Making off, Videos und Musik. Eipix ist durchaus bekannt für seine reichhaltigen Sammler-Extras. Aber auch in Phantasmat: Die endlose Nacht kommt dabei das Bonus-Spiel zu kurz. Ca. 30-45 Minuten spielst du mit einem Protagonisten des Hauptspieles noch etwas weiter.

Die Spielzeit liegt im Durchschnitt und hier eher im unteren Bereich. Und auch wenn Phantasmat: Die endlose Nacht geschichtlich nicht wirklich überzeugend rüberkommt - das Ende bietet noch eine überraschung und weicht von den Erwartungen und üblichen Spielen ab.

Phantasmat: Die endlose Nacht ist in der Normalversion ein gutes Spiel. Die Wimmelbilder werden Freunde dieses Features überzeugen, wer das allerdings nicht mag und auf 3-Gewinnt ausweichen muss oder an gut gemachten Puzzles interessiert ist, der ist hier Fehl am Platze. Das Spiel verliert grafisch, weil es da keine überzeugungsarbeit leisten kann, geschichtlich ist es nicht ausgereift, Puzzles und Spielzeit liegen eher im unteren Drittel des Durchschnittes. Doch im gesamten Spielablauf werden die Minuspunkte durchaus abgeschwächt, so dass man Phantasmat: Die endlose Nacht in der Normalversion auf jeden Fall empfehlen kann.

 


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