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Nachlese
Phantasmat
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Herausgeber: Codeminion
Entwickler: Codeminion

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Autor: Claudia K.
Datum: 12.01.2011


Es regnet, du verfährst dich und plötzlich passieren seltsame Dinge und du hast einen Unfall. Als du wieder zu dir kommst, bist du zwar noch in Ordnung, aber dein Auto nicht - also machst du dich auf die Suche nach Hilfe. Und die scheint nicht weit entfernt zu sein, du triffst eine junge Frau, die dir den Weg zu einem Hotel weißt. Zwar scheint sie ein bisschen verwirrt zu sein, aber du machst dich auf den Weg und schon bald stehst du vor dem Hotel. Leider funktioniert das Telefon nicht und du bist gezwungen im Hotel zu bleiben. Dann aber beginnen seltsame Träume und irgendwie scheint alles nicht so zu sein, wie es sein sollte.

Phantasmat beginnt damit, dass der Spieler sich entscheiden muss, in welchem Modus er spielen möchte. Ansich nicht ungewöhnlich, hier aber gibt es 3 Modi. Die ersten beiden sind die Üblichen - Glitzer oder nicht, schneller oder langsamer Tipp/Überspringfunktion, mehr oder weniger zusätzliche Hinweise in Textform. Der dritte Modus dagegen hat keine Tipps, keine Überspringfunktion, nichts glitzert, Wimmelbildszenen haben ein Zeitlimit, jeder Falschklick wird bestraft. Neben dem reinen "spielen wie es mir gefällt" haben die Modi eine weitere Funktion. Es gibt Preise für verschiedene Dinge zu gewinnen - um alle zu bekommen, wirst du alle drei Modi spielen müssen.

Das Spiel beginnt, als du nach dem Unfall wieder zu dir kommst. Eine deine ersten Aufgaben ist eine Wimmelbildszene. Und dort findest du etwas Ungewöhnliches: Wer nicht suchen möchte, der kann mit einem einfachen Klick in der Wimmelbildszene zu einem 3-Gewinnt Spiel wechseln. Dort gilt es, Augensymbole im Spielfeld nach unten zu spielen. Jedes Auge, dass unten aus dem Spielfeld herausfällt, wird einen Begriff von deiner Suchliste streichen. Du kannst jederzeit wieder zur Suchliste wechseln und wieder zurück, wie es dir beliebt. Wie durchdacht dies ist bemerkt man, wenn man auch später auf 3-Gewinnt Modus wechselt. Denn im Verlauf wird der Schwierigkeitsgrad der 3-Gewinnt Level immer größer, so dass es eben nicht eine pure Erleichterung, sondern auch hier gewährleistet ist, dass du für dein Inventarobjekt arbeiten musst.

Der Spielablauf entspricht den Wimmelbild-Puzzle-Abenteuern. Freie Bewegung innerhalb der Grenzen die du dir erarbeitet hast, du wirst ab und an vor und zurück laufen müssen, um in Wimmelbildern Inventarobjekte zu finden, andere finden sich in den Szenen oder werden durch Rätsel und Puzzle erspielt. Diese sind ausgeglichen, nicht all zu schwierig aber auch nicht immer ganz einfach. Hilfen gibt der Tipp oder auch das obligatorische Buch.

Schon bald lernst du den Hotelbesitzer kennen, eine weitere Bewohnerin des Hotels und auch das Mädchen triffst du wieder. Alle drei spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte, doch wie wichtig, entfaltet sich erst zum Ende hin. Und für den Spieler bleibt bis kurz vor dem Ende relativ unklar, ob man eigentlich nur träumt, vielleicht tot ist, oder ob man vielleicht an einer verzerrten Wahrnehmung leidet. Man glaubt ständig, zu wissen, was vor sich geht, kann sich aber nicht sicher sein und so manchen wird das Ende sicherlicher überraschen.

Die Grafiken sind großartig, obwohl das Spiel in dunklen Tönen gehalten ist, kann man alles gut erkennen. Es gibt viele Details, die mir das Gefühl gegeben haben, dass man hier wirklich mit Sorgfalt an die Arbeit gegangen ist. So gibt es eine Szene, in der man einen Taucherhelm trägt. Mit einem solchen Taucherhelm ist der Blickwinkel naturgemäß eingeschränkt und auch dies wurde berücksichtigt. Mit der Maus musst du hier zu den Seiten gehen, um eben die komplette Szene so zu übersehen, wie du es tätest ohne Helm. Auch an anderer Stelle wird klar, dass man sich Gedanken gemacht hat. Du erhältst eine Wegbeschreibung, die, wie das bei Ortskundigen oft so ist, nicht 100% genau ist. Wer hinhört kann den Weg aber gut finden. Musst du später an dieser Stelle vor und zurück, wirst aber nicht mehr durch das Labyrinth von Abkürzungen, sondern wirst sofort von A nach B gebracht. Auch wurde hier darauf geachtet, dass man nicht durch einen Klick ständig ungewollt in anderen Szenen landet, der Aktivierungsradius ist sorgfält programmiert worden. Dialoge können durch Klicken beschleunigt werden. Das Spiel ist bedienerfreundlich, man lässt dich nicht unnötig oft klicken, um zu beenden oder Einstellungen anzupassen.

In der deutschen Version gibt es einige wenige Übersetzungsfehler, die sich ausschließlich auf die Wimmelbildszenen beschränken. Allerdings machen diese dann den 3ten Modus extrem schwierig, weil du da keinen Tipp hast. Was ebenso stört ist, dass die Visionen stellenweise zu oft kommen und nicht überspringbar sind. Zusätzlich siehst du häufig die gleichen Visionen. Ich verstehe, dass man dort dramaturgisch immer wieder auf etwas hinweisen möchte, aber dort die Überspringfunktion weg zu lassen, ist ein Minus. Trotz allem bekommt Codeminion (die übrigens auch Saqqarah und Brunhilda entwickelt haben) die Kurve und gerade, wenn man ungeduldig wird, gibt es eine Weile keine Visionen mehr.

Das Spiel gibt es als Sammler-Edition und ja, die ist empfehlenswert. Empfehlenswert, weil dieses Spiel das zusätzliche Geld wert ist. Nicht die Sammler-Edition per se. Die zusätzliche Spielzeit beträgt etwa 30-45 Minuten und ist deutlich nicht so ausgefeilt wie der Rest des Spieles. Meine Empfehlung gilt hier dem Spiel und der Unterstützung eines Entwicklers, der ein großartiges, abwechslungsreiches, grafisch hochwertiges und durchaus innovatives Spiel entwickelt hat, dass man später zum Normalpreis bekommt. Die Mehrkosten für die Extras der Sammler-Edition sind nicht gerechtfertigt, dafür lässt das Spiel ausgerechnet da nach. Das Hauptspiel aber gehört zu denen, für die man gerne mehr bezahlt.

Phantasmat gibt dir eine Spielwelt in der du fast bis zum Ende nicht wirklich weißt, in welcher Welt du dich eigentlich befindest. Es macht Spaß und hat, schon wegen der drei Modi, einen hohen Wiederspielwert. Es hat eine ausgewogenen Mischung von Wimmelbild- und Puzzle/Abenteuer Anteil und das Spiel selber ist lang und endet genau zum richtigen Zeitpunkt; wenn man selber langsam ein Ende herbei sehnt und gleichzeitig aber noch "nur ein kleines bisschen" mehr haben möchte. Dramaturgisch gesehen macht es bis auf die Visionen einen großartigen Job und ist auch für 3-Gewinnt Freunde durchaus empfehlenswert, denn im Verlauf haben es diese Level wirklich in sich. Ein Spiel, wie man sich viele wünscht!


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