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Paranormal State: Poison Spring


tassentassentassen
Herausgeber: Legacy Games
Entwickler: Teyon

Download (Sammler): Deutschland-Spielt
Download (nur Normal): BigFish Games.com

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Autor: Maja K.
Datum: 11.11.2013
Deutsch (Sammler): 23.01.2015
Paranormales Wimmelbild - unterhaltsam aber nicht ungewöhnlich
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Als neuestes und sechstes Mitglied der Paranormal Research Society (PRS) startest du deinen ersten Fall. Das Team der PRS hat sich auf das Aufspüren von paranormalen Erscheinungen spezialisiert. Es werden Betroffene befragt, es wird dokumentiert und allerhand technisches Gerät eingesetzt mit welchen man eventuelle Geister nachweisen kann. In einigen Fällen, wie diesem hier wird noch die Geister-Expertin Lorraine Warren hinzugezogen. (Mrs. Warren ist übrigens auch nicht fiktiv: Sie und ihr Mann Ed sind - vor allem in Amerika - als Geisterjäger sehr bekannt und haben auch Bücher über das Paranormale geschrieben, von denen einige sogar verfilmt wurden.)

Paranormal State: Poison Spring huldigt der gleichnamige amerikanische Reality-Serie „Paranormal State“ von und mit Ryan Buell, einem selbsternannten Forscher des Paranormalen. Alle 5 Mitarbeiter sind hier von Legacy Games detailgetreu gezeichnet eingebaut worden. Sehr schade allerdings, dass die Lippenbewegungen beim Sprechen fehlen. denn die Mimik um die Augen ist schon authentisch in Bewegung. Aber vielleicht können die Herrschaften ja telepathisch kommunizieren. Ansonsten gibt es keinerlei Körpersprache.

Dein erster Fall führt dich und dein Team also nach Poison Spring. 1864 tatsächlich ein bedeutender Schlacht-Schauplatz im amerikanischen Bürgerkrieg, in welchem die ersten Ex-Sklaven unter der Flagge der Nordstaaten kämpften und  die amerikanischen Ureinwohner (in dieser Geschichte) von den Südstaaten angeworben wurden. Heute ein Feriengebiet mit Museum und Campingplatz. Da sich dort unerklärlich Schreckliches abspielt wurdet ihr von der Museums-Kuratorin dorthin berufen.

Du wählst aus 3 Schwierigkeitsgraden, die sich lediglich in der Aufladezeit von Tipp/ überspringen unterscheiden, ob sich mehr oder weniger Dinge in der Aufgabenliste des Journals befinden und ob aktive Bereiche etwas, wenig oder gar nicht glitzern. Deine Karte findest du im sehr detaillierten Journal, die dir aber leider nur anzeigt, wo du etwas erledigen kannst - sie kann dich nicht transportieren und das bedeutet, dass du sehr viel hin und her laufen musst! Das wäre ja irgendwo noch zu verschmerzen, hätte Legacy Games nicht mitten im Wald eine Kartentafel eingebaut, die dir im Verlauf des Spiels immer neue Kartenfragmente präsentiert. Diese Karte MUSST du benutzen um in die verschiedenen Bereiche (mit mehreren Schauplätzen) von Paranormal State: Poison Spring zu gelangen. Das ist VöLLIG überflüssig und nervig. Auch weil der richtungsweisende Tipp, je nachdem wo du dich befindest, dich zu genau dieser Waldtafel schickt. Da fällt dir dann nur noch ein „ich glaub‘ ich steh‘ im Wald“ ein!

Die Umgebungen sind Legacy Games ganz gut gelungen: Gezeichnete Grafik, der Atmosphäre angepasst alles düster und unheimlich mit Blitz und Vollmond und trotzdem alles klar zu erkennen. Auch der Sound lässt keine Wünsche offen: Sei es in den Wimmelbildern, in den diversen Szenen oder auch beim Einsatz vom EMF, ein Messgerät um elektromagnetische Felder - hier also Geisteraktivitäten - sichtbar zu machen. Schon gruselig! Neben dem EMF stehen dir schon bald eine Wärmebildkamera und ein spezielles Aufnahmegerät um Geisterstimmen zu hören am Inventar zur Verfügung.

Zahllose Wimmelbilder - die fast alle auch nur 1-Mal aufgesucht werden - nach Liste mit 5 Dingen, die erst 3 bis 4 Kombinationen benötigen, wie ein Glas Orangensaft: eine Orange finden, dann ein Messer um sie durch zu schneiden, dann den Saft in ein Glas gießen. Oder ein Hotdog: Wurst auf ein heißes Rost legen, eine Gabel finden um die Wurst in ein Brötchen zu legen, dann Ketchup suchen und ab auf die Wurst. Hört sich ganz unterhaltsam an?  Ist es aber nur bedingt, da du diese Dinge punktgenau treffen musst, damit die Interaktion auch funktioniert. Das kann frusten!

Minispiele musst du ungefähr genauso viele auflösen. Die meisten sind leicht bis mittelschwer, wie z. B. Unterschiede finden, Code durch Auschlußverfahren finden, Kabel verbinden. Schwerer ist da schon ein „leite Lichter durch ein Labyrinth ohne die Ränder zu berühren“ oder einige Rotationspuzzle. Dazu kommen unsere 3 elektrischen Hilfsmittel ab und an zum Einsatz: Das EMF schaltet eine Art Lupen-Spiel frei, in welchem du 10 versteckte Runen finden musst, die Wärmebildkamera ist ein Puzzle-Teile vertauschen bis sich ein Bild ergibt und mit dem Aufzeichnungsgerät musst du 2 Frequenzen mittels 3 Drehschaltern übereinander legen.

Irritieren wird dich vor Allem dein Platz im Team. Es scheint, dass du für alles Unangenehme eingeteilt wirst, während deine Kollegen betont gelangweilt in der Gegend herumstehen, bzw. dir nicht einmal helfen, als du durch einen kaputten Boden in den Keller stürzt. Mr. Buell fällt dazu nur der Spruch „da musst du wohl einen Ausweg im Keller finden“ ein. Ein Ausbund an kollegialer Wohlfühlatmosphäre!!!

Nach gut 3 1 Stunden hast du das Böse besiegt, alle Rätsel und Wimmelbilder gelöst und kannst dich entspannt zurücklehnen! Paranormal State: Poison Spring ist ganz unterhaltsam. Aber sollte Legacy Games eine Fortsetzung planen, sollten sie unbedingt an der Karte arbeiten! Wer paranormale Geschichten mit ein paar wenigen Schreckmomenten mag, gerne wimmelt und dazu ein paar clever gemachte Minispiele löst, der sollte es auf jeden Fall versuchen.


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