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Paranormal Pursuit: Die Gabe


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Herausgeber: Alawar
Entwickler: Logris Games

Download (Sammler): BigFish Games.de
Download (Normal): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 18.10.2014
Deutsch (Normal): 04.01.2015


Aufregendes Wimmelbildabenteuer, das den Spieler bis zum Schluss fesselt
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Wir arbeiten bei der Fürsorge und erhalten einen alarmierenden Anruf, indem uns mitgeteilt wird, dass wir unbedingt unter einer bestimmten Adresse nach einem Kind sehen sollen. Dort angekommen, öffnet uns ein Mann, der sich als Polizist ausgibt und uns versichert, alleine in dem Haus zu wohnen. Doch einige Gegenstände lassen uns stutzig werden, so verabschieden wir uns höflich, um uns heimlich auf dem Gelände umzusehen. Kurze Zeit später entdecken wir im Keller einen kleinen Jungen, den wir auch befreien können. Danach beginnt eine abenteuerliche Flucht und eine spannende Entdeckungsreise, um allen Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Grundsätzlich wirkt das Spiel auf den ersten Blick sehr puristisch. Die üblichen Details und Verzierungen werden völlig außer Acht gelassen. Aber gerade dieses verleiht dem Ganzen die Spannung und wir können uns vollkommen auf die Geschehnisse konzentrieren. Und trotz der ganzen Einfachheit wirken die Personen durchaus sympathisch, was natürlich auch der guten Animation zu verdanken ist. Die wichtigsten Teile sind sorgfältig ausgearbeitet, so dass wir uns sofort ins Abenteuer hinein versetzt fühlen. Selbst die Dialoge sind interessant zum Mitverfolgen, weil sie entweder flapsig gestaltet wurden oder tatsächlich informativ sind.

Die drei Schwierigkeitsgrade „Normal“, „Fortgeschritten“ und „Experte“ unterscheiden sich nur in wenigen Eigenschaften. Allerdings wurde selbst im einfachsten Modus auf das Glitzern überall in der Szene komplett verzichtet, was wirklich mal eine wohltuende Abwechslung darstellt. Auch hier ist es möglich, während des Spiels die Auswahl zu ändern, allerdings betrifft das dann nur die Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringen und ob diese überhaupt vorhanden sind. 

Kevin, das Kind, mit dem wir auf der Flucht sind, besitzt übernatürliche Fähigkeiten. Mit diesen ist er uns manchmal behilflich. Sein Bild befindet sich in der rechten, unteren Ecke und wenn wir darauf klicken, färbt sich unser Mauszeiger blau ein. Dann ist es notwendig, auch noch das Objekt anzuwählen, das er beispielsweise bei Seite schieben soll. Zu einem späteren Zeitpunkt findet sich an dieser Stelle ein FBI-Agent wieder. Auch er kann auf die gleiche Art und Weise animiert werden, Aufgaben für uns auszuführen.

Zusätzlich erhalten wir ein Journal, das auch Codes festhält und die Geschichte mitschreibt. Im Inventar befinden sich Gegenstände, die mit einem Plus gekennzeichnet sind. Oft ist es dann erforderlich, dass wir dem Ganzen etwas hinzufügen, um es funktionsfähig zu machen. Außerdem haben wir noch eine hilfreiche Karte im Gepäck, die sehr verlässlich arbeitet und uns auch auf Wunsch zu einem anderen Ort transportieren kann. Positiv ist auch die Tatsache, dass viele Dinge länger bei uns verweilen. So haben wir z. B. am Anfang ein Klappmesser, das wir umfunktionieren können.

Schön gemacht sind die wenigen Wimmelbilder. Alle funktionieren nach demselben Prinzip. Wir sehen unten eine Zeile mit Umrissen eingeblendet. Im Bild müssen wir dann einen davon finden. Diesen benötigen wir, um das nächste Utensil freizuschalten und so weiter und so fort. Wenn wir alle Gegenstände gefunden haben, landet der letzte in unserem Inventar. Nur im Bonuskapitel gibt es zusätzlich zu eben beschriebenen Wimmelbildern noch zwei Wortsuchlisten mit kleinen Interaktionen.

Wenn man bei diesem Spiel einen Schwachpunkt sucht, dann sind es vermutlich die Rätsel, die recht selten vorkommen. Zwar sind sie zu jedem Zeitpunkt passend ins Spiel eingebunden, allerdings auf einem sehr einfachen Level. In Memory-Manier müssen wir Dinge finden, die zusammenpassen, bei einem Weg alle Punkte nur einmal abfahren, Figürchen in einem Puppenhaus den richtigen Zimmern zuordnen und Sicherungen mit der richtigen Anzahl an Leitungen verbinden. Wenn von Nöten, wurde auch eine Neustartfunktion eingebaut.

Obwohl bei „Paranormal Pursuit: Die Gabe“ oft die kalten Farben dominieren, ist das Ende doch recht herzlich gestaltet. Kleines Manko ist die Spielzeit, die etwas kurz geraten ist. Das liegt aber wohl auch daran, dass nichts unnötig in die Länge gezogen wurde, da es durchgängig keinerlei Schwachstellen im Spielverlauf gibt. Das Bonuskapitel hebt den FBI-Agenten in den Vordergrund, der sich nochmal auf die Insel begibt, um ein weiteres Kind zu befreien. Auch diese Geschichte ist rundum gelungen, endet aber bereits nach ca. 45 Minuten. Die Sammleredition hält 20 Auszeichnungen parat und 25 Pokerchips, die überall versteckt sein können. Haben wir immer 5 Stück einer Sorte gefunden, können wir am Ende einen Pappkarton öffnen, in dem sich ein Gegenstand befindet. Einen Zusammenhang oder Sinn das Spiel betreffend habe ich hier allerdings nicht entdecken können. Ansonsten erhalten wir Zugriff auf Wallpapers, Musik, Konzeptkunst, Filme und Bilder der Charaktere.

„Paranormal Pursuit: Die Gabe“ ist optisch nicht das ansprechendste Spiel der letzten Zeit, trotzdem passt genau das zur Thematik. Selten laufen wir unnötige Wege oder wissen nicht mehr weiter, immer wieder tut sich ein neues Türchen auf. Alles ist ausgeklügelt, nie vergessen wir, warum wir all das tun und vieles ist so herrlich „normal“. Wem das ewige Gut und Böse auch zu viel wird und endlich mal ein Abenteuer der anderen Art erleben möchte ist hier absolut richtig. Die Probestunde ist sicherlich keine Zeitverschwendung und ein verlässlicher Querschnitt.


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