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Panopticon: Pfad der Reflektion


tassentassentassen
Herausgeber: Alawar
Entwickler: Cyber Cradle

Download: Deutschland-Spielt
Download: Purple Hills
Download: BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 19.09.2014

Wimmelbildabenteuer, das sich mehr an die Nostalgie-Freunde richtet
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Als Oberinspektor Perry erhalten wir ein Telegramm aus unserer Heimatstadt. Unsere Fähigkeiten werden benötigt, denn der berühmte Zauberer Andy Fox ist während einer Vorstellung vor aller Augen verschwunden. Mit ihm zusammen auch unsere große Liebe Angela, die als seine Assistentin tätig ist. Geschwind machen wir uns auf den Weg dorthin und finden ein Portal, das uns in die verschiedensten Welten bringt. Doch wer steckt dahinter und was haben Tesla und Houdini damit zu tun?

Das Jahr 1886 ist optisch ganz gut dargestellt, auch die anderen Schauplätze, an denen wir uns bewegen, werden vernünftig wiedergegeben, trotzdem die Charaktere manchmal etwas steif und unpersönlich wirken. Die musikalische Untermalung bewegt sich nur im Hintergrund, die Stimmen sind ansprechend, die Dialoge zum Durchklicken. Die Handlung ist gut nachvollziehbar, allerdings höchstens interessant und auf keinen Fall spannend.

Die beiden Modi „Standard“ und „Experte“ unterscheiden sich tatsächlich nur in den Wartezeiten für Tipp und Skip und ob aktive Bereiche glitzern sollen oder nicht. Eine änderung ist nach erstmaliger Wahl nicht mehr möglich und hier lohnt es sich auf alle Fälle, direkt den vermeintlich schwierigeren Grad zu nehmen.

Ein Journal schreibt alles mit, also sowohl die Geschichte als auch Informationen und Nützliches zu Rätseln und Codes. Ein Blättern darin macht hier durchaus Sinn, wenn wir mal nicht mehr weiter wissen, dann eine Karte steht uns nicht zur Verfügung. Glücklicherweise sind die Wege überschaubar, denn so gut wie nie müssen wir zwischen den Portalen wechseln. Alternativ gibt es natürlich noch den Hinweisknopf, der uns verlässlich zur aktuellen Aufgabe führt.

Der Spielverlauf geht immer nach dem gleichen Schema von statten. Wir erhalten eine Kristallkugel, setzen diese im Portal ein und gelangen beispielsweise zu einem Zirkus. Dort treffen wir je nachdem auf freundliche oder eben auch unsympathischere Zeitgenossen, für die wir immer erst etwas Finden müssen, ehe sie uns behilflich sind. Dann entdecken wir dort eine neue Spur, bekommen eine weitere Kugel und reisen so in die nächste Welt. Zwischendurch ergründen wir auch immer wieder neue Zimmer und Gänge im Haus des verschwundenen Magiers und enträtseln so langsam das Geheimnis. Das Spiel arbeitet manchmal sehr gemütlich, wenn es darum geht, ein beendetes Rätsel oder Suchbild zu schließen. Auch ist es vorteilhaft, Gegenstände, die wir irgendwo einsetzen müssen, ganz genau zu platzieren, weil sie sonst ohne Umschweife zurück ins Inventar wandern, obwohl sie eigentlich an der richtigen Stelle verwendet werden.

Bei den Wimmelbildern handelt es sich um reine Wortsuchlisten, die meisten davon spielen wir ein zweites Mal, viele davon am Ende. Es sind immer kleine Zwischenschritte eingebaut worden, allerdings beschränken sich diese auf z. B. das öffnen von Dingen, um darin das versteckte Objekt zu finden.

Minispiele gibt es in Hülle und Fülle. Sie passen gut zur momentanen Aufgabe, sind aber gewöhnlich und einfach im Schwierigkeitsgrad. Vieles wird uns entweder mit Texthinweise oder optischen Mitteln so lange vorgekaut, bis die letzte Herausforderung im Keim erstickt wurde. Bei einem Puzzle, bei dem wir den passenden Schlüssel für ein Schloss suchen müssen, besteht unser einziges Tun darin, die Schlüssel der Reihe nach anzuklicken. Automatisch werden sie in das Schloss gesteckt und rot gekennzeichnet, wenn sie nicht übereinstimmen. Und so geht es munter weiter. Mit wenigen Handgriffen drehen wir an Rohen, setzen Zahnräder ein, bauen ein Skelett zusammen oder leiten einen Lichtstrahl durch alle Kristalle.

Das Finale ist gelungen inszeniert, geübte Spieler werden allerdings in unter drei Stunden dort angelangt sein. Dafür haben wir hinterher keine offenen Fragen mehr, es ist eventuell nicht ganz ausgeschlossen, dass es eine Fortsetzung geben wird. Wer nicht allzu hohe Ansprüche an eine Normalversion stellt, findet hier ein absolut durchschnittliches Wimmelbildspiel vor, das in allen Belangen klassisch ist. Trotz einiger Schwächen kann man sich hier durchaus mal die Probestunde gönnen und dann immer noch entscheiden.



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