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Otherworld: Frühling der Schatten


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Boom Zap

Download (Sammler): Deutschland Spielt
Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 23.01.2012
Deutsch (Normal): 05.06.2012

Eigentlich wolltest du dieses Haus auf dem Land um Ruhe zu finden, einen neuen Anfang zu machen. Aber schon bald nach der Ankunft stellst du fest: Nicht nur, dass das Mädchen, dass einst hier wohnte, vermisst wird; sie braucht auch deine Hilfe, denn ein mysteriöser Schatten hat sie in eine andere, magische Welt gezogen. Mithilfe eines Amuletts kannst du ihr folgen, aber die Gefahr ist groß und schon Andere vor dir haben versagt.

Das Grundthema von Otherworld: Frühling der Schatten ist also nicht neu. Altes Haus, dunkle Gefahr, die Welt retten. Kleinigkeit, tut man ja fast jeden Tag. Doch wie schon bei den Dana Knightstone - Spielen, Boom Zap schafft es auch mit seinem neuen Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer, eine Geschichte zu schaffen, die dich mitzieht. Eine, die dich immer weiterspielen lässt und das auch noch lang. 5:26 zeigte die Uhr am Ende des Hauptspieles an, 6:55 nach dem Extrakapitel der Collector-Edition. Und nicht nur das macht dieses Spiel besser als die meisten andern.

Zunächst einmal erforschst du Haus und Garten in der Gegenwart, findest Fiona, das Mädchen, gefangen in einer anderen Welt. Du lernst eine Baumnymphe kennen, bekommst ein ganz besonderes Amulett und wirst dann in verschiedene magische Welten geschickt, auf der Suche nach der einen, in der du dich dem Schatten, der Fiona braucht, um zu vollendeter Macht zu kommen, zum Kampf stellen kannst.

Wimmelbilder gibt es in Otherworld: Frühling der Schatten in verschiedenen Variationen, aber nur sehr selten sinnlose Listen. Du suchst eine bestimmte Anzahl von gleichen Dingen, oder auch mal Einzelteile. Und du suchst mit viel Interaktion und verschieben, um Dinge finden zu können. Das macht einfach Spaß, ist nicht so langweilig und irgendwie hat man nicht das Gefühl so völlig unnützes Zeug zu suchen. Auf der Puzzleseite ist Boom Zap allerdings einfach noch nicht ganz angekommen. Die Puzzles sind leicht, nicht hochgradig kreativ, aber auch nicht langweilig. Die Rätsel dagegen sind schon besser und du wirst viel zu laufen haben, um deine zahlreichen Aufgaben zu erledigen. Das Laufen ist aber nicht dafür da um Länge zu schaffen, es gibt auch keine 15 Klicks, bis du von einem zum anderen Ort gekommen bist. Es scheint immer Sinn zu machen, was du tust; Sinn in einer magischen Welt selbstverständlich. Inventarobjekte sind auch schon mal zum Mehrfachgebrauch gedacht, einen Krug und ein Messer wirst du z.B. fast das gesamte Spiel im Inventar haben. Schön auch, dass du besagten Krug an mehreren Stellen füllen kannst; nicht nur an Einer, zu der du dann immer wieder zurücklaufen musst.

Die Grafiken sind schön und passen sich an das Spiel an. Sie scheinen handgezeichnet, niemals dunkel (außer, diess ist der Zweck der übung) und entführen dich in diese Welt, die magisch ist, aber nicht übertrieben märchenhaft. Es ist kein gruseliges Spiel, aber eines, das dich schaudern lässt, so ab und an. Und auch die gesichtslose Gestalt des Schatten, die auch dann auftaucht, wenn du in Wimmelbildszenen zu schnell klickst, ist nicht grauenvoll, sondern einfach nur ... schauderhaft, aber ohne Horror.

Du hast die Auswahl zwischen drei Modi, die Ersten beiden unterscheiden sich in den Aufladegeschwindigkeiten, der Dritte hat weder Tipps noch eine überspringfunktion oder die kleinen Hilfen, die dir bei den beiden anderen Modi gegeben werden. Der Tipp ist außerhalb der Wimmelbildszenen ein Texthinweis und Boom Zap hat gelernt; es wird dir meist nur das Wesentliche gesagt, nicht gleich die halbe Auflösung der Geschichte. Es gibt noch ein kleines Ausrufezeichen, dass du anklicken kannst, dort bekommst du nur gesagt, wo du hingehen solltest, ist also weniger ausführlich. Es gibt diverse Auszeichnungen zu gewinnen, für eine davon musst du im Verlauf des Spieles 60 Elfen finden.

Die schönen Grafiken werden allerdings von einer Sache massiv beeinflusst. Boom Zap scheint es nicht auf die Reihe zu bekommen, für die heute doch breiteren Bildschirme programmieren zu können. Und so gibt es keine zusätzlichen Einstellungen im Menü, dein Bild ist relativ klein und von breiten, schwarzen Rändern umgeben. Und genau das verhindert, dass du wirklich eintauchen kannst in die magischen Welten, die dir geboten werden. An einigen wenigen Stellen hat man beim übergang in die nächste Szene plötzlich einen schwarzen Bildschirm und muss zwei oder drei Mal klicken, um wirklich weiter zu kommen.

Mit Boom Zap kommt gerade ein Entwickler nach oben, der fast verstanden hat, was Spieler möchten. Gute Geschichten, die ohne künstliche Dramatik den Spieler mitnehmen in die Welt, in der er spielt. Einen Spielverlauf, der abwechslungsreich ist und nicht ständig Fragezeichen hinterlässt. Sinnvolle Nutzung von Inventargegenständen und eine Spielzeit, die einen fairen Gegenwert zum Preis darstellt. Atmosphärische Grafiken, die ohne Horrorschock und Ekelzulage auskommen. Man weiß um das, was man kann, bei Boom Zap, und man tut es. Ohne lächerliche Effekte, ohne übertriebene Darstellungen. Wenn jetzt noch die Puzzle ein wenig anspruchsvoller werden und Vollbild auch Vollbild und nicht Kleinbild mit Trauerrand wird, dann gehört Boom Zap ohne Zweifel auf Platz 1 derer, auf dessen Spiele man ungeduldig wartet. Bleibt nur zu hoffen, dass sie dann nicht als Fließbandproduktion missbraucht werden, bzw. sich missbrauchen lassen.

Otherworld: Frühling der Schatten jedenfalls ist zu empfehlen, und zwar sowohl als Sammler- als auch als Normalversion. Es bietet Spaß fürs Auge und fürs Hirn, ist anspruchsvoll, ohne frustrierend zu sein, und nimmt dich mit in eine magische Welt, die zwar bedroht aber trotzdem voller Schönheit ist.

 


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