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Order of the Light: Kunstwerke des Todes


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: T1 Games

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.com

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Autor: Elke M.
Datum: 21.01.2014
Deutsch (Normal): 06.05.2014

Relativ kurzes Wimmelbildabenteuer, dennoch solide gemacht
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Gewöhnliche Detektivarbeit langweilt uns schon seit geraumer Zeit. Da kommen ein Brief und ein Paket von einem mysteriösen Absender gerade richtig. Der Adressant bezeichnet sich selbst als Anführer einer Vereinigung, die sich „Orden des Lichts“ nennt. Er bittet uns, einen ungewöhnlichen Fall anzunehmen. Das ist genau die Abwechslung die wir suchen und deshalb werden wir uns um die Sache kümmern. Im Paket befindet sich ein Gerät, das eine Art von Kommunikator darstellt und das nun in unseren Besitz übergeht. Zwar haben wir keine Ahnung was uns erwarten wird, aber das werden wir selbstverständlich noch herausfinden.

Die Einleitung im Spiel verrät nicht allzu viel. Doch als wir uns auf den Weg nach Smalltown machen, stellen wir schnell fest, dass wir es mit Geistern zu tun bekommen. Sie drangsalieren die ahnungslosen Einwohner und machen ihnen das Leben zur Hölle. Unsere Hilfe ist dringend notwendig.

Schon der Anfang ist interessant gestaltet. Eine gut ausgewählte Erzählstimme, passende Hintergrundmusik und eine klare, aber nicht zu farbenfrohe Optik fügen sich zu einer runden Sache zusammen. Dialoge können wir schnell durchklicken, obwohl wir im Großen und Ganzen von zu vielen Zwischensequenzen verschont bleiben.

Der Kommunikator, der das ansonsten beliebte Journal ersetzt, schreibt die Geschichte und auch brauchbare Informationen zu Rätseln zuverlässig mit. Zu Beginn erhalten wir noch ein Gefäß, mit dem wir 35 Geister einfangen müssen. Immer wenn eine Anzeige am unteren Bildrand rot leuchtet, können wir in der aktuellen Szene einen unsichtbaren Geist mit Hilfe des Behältnisses einfangen. Diese Spukgestalten werden am Ende für das Finalspiel benötigt. Wenn wir zwischendurch einige übersehen haben, können wir jederzeit nochmal zu den einzelnen Schauplätzen zurückkehren und die fehlenden Gespenster aufsammeln.

Bei den Schwierigkeitsgraden stehen uns „Leicht“, „Normal“ und „Experte“ zur Verfügung. Die ersten beiden unterscheiden sich nur in der Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringen und darin, ob Texthinweise angezeigt werden oder nicht. In beiden Fällen glitzern aktive Bereiche. Im Expertenmodus sind wir auf uns allein gestellt, ganz ohne Hilfe. Allerdings können wir unsere Entscheidung, jederzeit über den Punkt „Optionen“ ändern. Der Hinweis-Button fungiert bei „Order of the Light: Kunstwerke des Todes“ nicht als Pfeil, sondern lediglich als Schrift, die am oberen Bildrand eingeblendet wird. Und selbst danach, müssen wir schon genau überlegen, wohin uns unser nächster Schritt führt.

Als weiteres Hilfsmittel bekommen wir gleich zu Beginn eine Karte mit Transportfunktion. Zuerst wirkt sie ziemlich unübersichtlich, da bei jedem Ort vorab schon ein gelbes Ausrufezeichen eingezeichnet ist, obwohl diese Schauplätze nicht mal freigeschalten sind. Im weiteren Spielverlauf bessert sich dieser Zustand allerdings und da die Wege in Smalltown doch sehr verschachtelt sind, verrichtet sie dann gute Dienste.

Insgesamt spielen wir 24 Wimmelbilder, wobei die Wiederholungen schon mitgezählt wurden.  Alle spielen wir nach Liste und sie beinhalten kleine, wenig ideenreiche Interaktionen. Trotzdem die Gegenstände gut zu erkennen sind, ist es nicht immer ganz einfach, alle Objekte ohne Hilfe zu finden. Wenn wir die Wimmelbilder  in vernünftigen Abständen ein zweites Mal aufsuchen, stehen neue Begriffe zur Verfügung. Danach erhalten wir immer ein Utensil für unser Inventar.

Wesentlich interessanter sind die 17 Rätsel. Zuerst erscheinen sie uns relativ einfach und mehr als bekannt. Doch das ändert sich sehr schnell, die Minispiele werden anspruchsvoller und erhalten  zumindest unterhaltsame Abwandlungen von Altbekanntem. Ein Rätsel, bei dem wir eine Uhr zu reparieren haben, erinnert sogar ganz leicht an die großen Superrätsel von „Mystery Case Files: Fate’s Carnival“. Ansonsten müssen wir durch einen Irrgarten mit einem Floß paddeln, die Gläser passend zum Flascheninhalt anordnen, einen Motor zum Laufen bringen und Memory gegen zwei Widersacher gleichzeitig spielen. Alle Minispiele wirken gut durchdacht, haben einen logischen Aufbau und wir sind zu keiner Zeit gezwungen uns die Vorgehensweise zusammen zu reimen.

Was bei diesem Spiel ausnahmsweise richtig schade ist, ist die kurze Spielzeit. Geübte Spieler werden nicht länger als 3,5 Stunden benötigen, auch wenn sie wenig die Karte nutzen und keine Rätsel überspringen. Und, man sehe und staune, wir werden Zeuge eines wirklich guten Finales, in dem alle Fragen restlos aufgeklärt und uns noch ein paar Lebensweisheiten mit auf den Weg gegeben werden.
Zumindest in der Sammleredition sehen wir unsere bereits gespielte Zeit und den Spielfortschritt in Prozent, auch beim Bonuskapitel. Das dauert nochmal eine gute Stunde, hat eine eigenständige Geschichte, andere Schauplätze und ebenfalls ein gelungenes Ende. Als Extras gibt es eine Rubrik, die sich Statistiken nennt, und darin können wir sehen, wie viele Tipps wir benötigt haben, wie viele Gegenstände eingesammelt wurden, usw. Außerdem können wir in der Sammlerversion 50 versteckte Objekte finden, 12 Auszeichnungen erreichen und alle Rätsel noch einmal spielen.

„Order of the Light: Kunstwerke des Todes“ ist ein gut durchdachtes Spiel und ganz ohne Schwächen, wenn man mal von der relativ kurzen Spieldauer absieht. Es besitzt einen roten Faden, trotzdem ist der Spielverlauf nicht in Stein gemeißelt und wir haben genug Freiraum, um uns durch die Szenen zu bewegen. Es wird zu keiner Zeit langweilig oder gar enttäuschend und es lässt uns am Schluss nicht im Regen stehen. Die Probestunde ist hier auf keinen Fall der beste Teil, denn das Spiel wird erst danach anspruchsvoller. Wem die Testphase aber schon gefällt, der wird anschließend mit noch besseren Rätseln belohnt. Sowohl für Neueinsteiger wie auch für Experten eine Empfehlung.


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