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Ominous Objects: Familienportraits

tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Daily Magic Productions

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 22.07.2014
Deutsch (Normal): 21.11.2014

Kantenloses Spiel, bei dem leider keine Begeisterung aufkommen mag
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Als wir von einer längeren Geschäftsreise zurückkehren, finden wir unseren neuen Wohnsitz in chaotischen Zuständen vor. Unsere Frau berichtet davon, dass die Gemälde lebendig geworden sind und dazu unsere Kinder vermisst werden. Wir machen uns umgehend auf die Suche nach ihnen, nehmen den Kampf gegen böse Kreaturen auf und versuchen nach und nach, unsere Töchter und Söhne ausfindig zu machen. Was steckt hinter diesen mysteriösen Vorkommnissen und werden wir unsere Familie retten können?

Grundsätzlich sind die Handlung und das Konzept dahinter ganz interessant und grafisch ordentlich in Szene gesetzt. Trotzdem wurde an der Animation der Hauptakteure gespart. Regungslos stehen sie da, während sie uns aufgeregt eine Geschichte erzählen oder sich überschwänglich über ihre Befreiung bedanken. Dazu sind die Stimmen nicht passend genug ausgewählt und die musikalische Begleitung ist so unauffällig, dass einfach kein Spannungsbogen entstehen mag. Lediglich eine Katze namens Mr. Jenkins, die uns von Beginn an zur Seite gestellt wird, hat etwas mehr Bewegungsfreiheit erhalten und sitzt gelegentlich sich putzend in der linken unteren Ecke.

Anfangs ist die Auswahl eines Modus notwendig. Wir können aus drei Schwierigkeitsgraden wählen. Im einfachsten glitzert es, wo immer wir etwas zu tun haben. Dazu lädt der Tipp und überspringen schnell, es gibt keine Klickstrafen in den Wimmelbildern und auf der Karte wird angezeigt, wo es im Moment etwas zu erledigen gilt. Fortgeschrittene müssen mehr Geduld mitbringen, bis der Hinweisbutton oder Skip wieder verfügbar sind, zu wildes Klicken wird bestraft, das Glitzern entfällt und die Karte ist nicht so umfangreich. Im schwierigsten Modus erhalten wir keinerlei Hilfestellung mehr. Unsere Auswahl können wir während des Spiels jederzeit über die „Optionen“ ändern.

Zumindest in der Sammleredition befindet sich links neben der Inventarleiste ein Fächer, der in Karte, Auszeichnungen, Aufgabenliste und einen Spielraum für Mr. Jenkins unterteilt ist. Ein Journal suchen wir vergebens, in dem wir ev. die Geschichte noch einmal nachlesen können. Zumindest für unser Vorankommen ist dies aber nebensächlich. Die Karte zeigt sehr zuverlässig alle interessanten Bereiche an, vorausgesetzt, wir haben den Schwierigkeitsgrad passend dazu gewählt und auch die Tippfunktion ist gelegentlich mit einem Teleporter ausgestattet, der uns direkt an den Ort bringt, an dem noch die eine oder andere Aufgabe auf uns wartet, wenn wir zu weit davon entfernt sind. Ansonsten ist es uns auch gestattet, die Karte als Transportmittel zu nutzen. Mr. Jenkins hilft uns immer dann, wenn es darum geht, Bereiche zu durchsuchen, an die wir nicht herankommen oder ein Tierchen zu vertreiben, das uns nicht vorbei lassen will.

11 Wimmelbilder (von denen wir jedes ein zweites Mal besuchen) sind in das Spiel eingestreut worden. Bei den meisten von ihnen müssen wir einen Gegenstand nach Liste finden und diesen sofort wieder an einem anderen Objekt verwenden, um alle Begriffe nach und nach frei zu räumen. Einige Male finden wir aber auch reine Wortsuchlisten vor, in denen kleine Interaktionen eingebaut wurden und sogar Rätsel. Alle Wimmelbilder sind klar und deutlich und die Dinge sind gut zu erkennen, dazu lockern die Aufgaben und das Wiederverwenden dieses Element ungemein auf.

Unzählige große und kleine Minispiele befinden sich auf unserem Weg. Die meisten sind schön gestaltet, zudem simpel und mit wenigen Klicks zu lösen. Andere wiederum haben zwar ein ähnliches einfaches Spielprinzip, dauern aber wesentlich länger, weil wir z. B. geduldig eine Unmenge an Steinen verschieben müssen, um ans Ziel zu gelangen. Etliche haben Zeichnen zur Thematik und passen zumindest gut zur Handlung, sind aber wenig umfangreich. So mischen wir Farben, sortieren Bücherrücken, helfen zwei Personen durch ein Labyrinth, setzten ein Pferdebild zusammen und überspringen Steine, bis insgesamt nur noch vier davon übrig sind. Für Neueinsteiger sind sicherlich viele dieser Rätsel ein guter Anfang, Fortgeschrittene werden sich vermutlich schnell langweilen und unterfordert sein. Schön ist, dass die Entwickler an eine Neustart-Funktion gedacht haben.

Da das Inventar immer sehr übersichtlich ausgestattet ist, kommen wir in einer höchstens durchschnittlichen Spielzeit ohne große Schwierigkeiten zügig voran. Das vorhersehbare Ende ist extrem kurz gehalten und klärt auch nicht gänzlich alle offenen Fragen. Erst im Bonuskapitel erfahren wir mehr über Mr. Jenkins und was bzw. wer wirklich hinter all dem steckt. Außerdem hört es sich fast so an, als gäbe es eine Fortsetzung. In den Extras der Sammleredition befinden sich acht 3-Gewinnt-Spiele, ein Entwickler-Tagebuch, Konzeptkunst, Auszeichnungen, Wallpapers und Musik. Wie bereits erwähnt gibt es auch ein Spielzimmer für unseren Begleiter Mr. Jenkins. Das können wir am Ende mit Hilfe von Münzen einrichten, die wir überall (inkl. Bonuskapitel) einsammeln müssen.

„Omnious Objects: Familienportraits“ ist ein aalglattes Spiel ohne Ecken und Kanten. Nichts ist richtig schlecht gemacht, allerdings fesselt es uns auch nicht. Die Grafik ist durchaus schön anzusehen und die Wimmelbilder haben ihre Daseinsberechtigung. Doch trotz teilweise aufwändiger Gestaltung fehlt der Handlung ein gewisser Pfiff und den Minispielen ein vernünftiger Schwierigkeitsgrad. Die Normalversion ist gerade Anfängern ans Herz zu legen, die Sammleredition dagegen ist reine Geldverschwendung.


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