Ominous Objects: Lauf der Zeit


tassen tassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Daily Magic Production

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Uschi W.
Datum: 02.02.2016


Der dritte Teil von Ominous Objects präsentiert sich  banal und mit abgenutzter Handlung
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Im dritten Teil der Serie erhältst du wieder einen der ominösen Gegenstände, diesmal eine magische Uhr. Du bist auf dem Weg zu einem berühmten Uhrmacher um mehr über sie zu erfahren. Gerade als du mit deiner Kutsche ankommst, passiert dreierlei: blitzartig überzieht sich die Landschaft mit Eis und Schnee, ein Bär verwandelt sich in ein riesiges bösartiges eisbedecktes Ungeheuer, ein junges Mädchen stiehlt deine Uhr. Bevor sie davon läuft, verwandelt sie noch schnell mit Hilfe deines magischen Gegenstandes das Monster zurück in einen lieben Bären.

Alles was wir jemals in Wimmelbildspielen kennengelernt haben, ist in „Lauf der Zeit“ verpackt: Winter im Frühling, die böse Hexe, die teuflische Maschine, ein überdimensionales Uhrwerk, die getrennten Liebenden, der verschwunden Liebhaber, der Vater, der seinen Sohn nicht verlieren will, die Stadtbewohner in großer Gefahr. Alle Zutaten wurden zusammengerührt, gemixt und (Fanfare) das Spiel ist fertiggebacken. Einfallslos trifft es wohl am besten.

Am Anfang, wie auch in anderen Spielen, darfst du zwischen 4 Modi wählen, der 4. benutzerdefiniert. Allerdings wird bei 1 und 4 dermaßen viel geglitzert, das kann aber leider nicht abgestellt werden.

Das Inventar füllt sich nicht übermäßig, da du die meisten Gegenstände zeitnah anwenden kannst. Außerdem findest du links vom Inventar 2 Helfer, einen mechanischen und einen tierischen. Während Kater Mr. Jenkins nach dem Verzehr von Fisch bei Bedarf nützliche Gegenstände bringt, hilft dir die Uhr, die verzauberten Eismonster wieder zu süßen Schoßtieren zurück zu verwandeln. Du bewerkstelligst dies mit einem äußerst öden Minispiel, das mit Fortschreiten der Handlung auch nicht schwieriger wird.

Sowohl Grafik als auch Sound sind nicht schlecht, springen aber nicht sonderlich ins Auge oder Ohr. Die Karte ist gut gemacht und teleportiert zuverlässig, genauso wie der Tipp (zumindest meistens).

Beim Ablauf hapert es gewaltig. Gibt es in der Probestunde, nennen wir es Logik, so verfliegt diese im Rest des Spieles. Gegen Ende rennen wir nur mehr von Ort zu Ort um Aufzusammeln oder Anzuwenden. Das Finale ist auch so unspektakulär, dass es weh tut. Außerdem finden wir auch bei den Aktionen viel zu viel Altbekanntes und Sinnloses, Zippverschlüsse öffnen, Vögel verscheuchen, du willst partout nicht in Glasscherben und in einen Laubhaufen greifen, obwohl du von Anfang an Handschuhe trägst, 3 Mal musst du eine Lücke überbrücken, du entfernst Kreuzschrauben mit einer Münze, Rost entfernst du 2x, du lässt Blumen im Winter aufblühen, du enteist Stiegen mit einem Salzstreuer…

Machen wir mit den Minispielen weiter. 2 davon sind leicht, für die anderen habe ich nicht einmal das richtige Wort im Synonymenwörterbuch gefunden, darum werde ich es beschreiben müssen: das Holzspielzeug, das man 2 bis 3 jährigen Kleinkindern schenkt, bietet mehr Herausforderung. Wir ziehen, ordnen, verschieben, rotieren, aber jedes Mal gibt es einen Schatten, der uns die richtige Position verrät oder bereits der erste Gegenstand, der richtig liegt/steht leuchtet auf. Böse Zungen würden behaupten, es gäbe keine Minigames sondern nur Zeitfüller.

Am besten sind noch die Wimmelbilder. Da gibt es wirklich interaktive Wortlisten, 2 gleiche Gegenstände oder X von X Objekten finden. Als Alternative gibt es ein 3-Gewinnt Spiel, indem Katzen an den unteren Rand gebracht werden müssen. Weniger gut ist, dass du von vorne beginnst, wenn du von Wimmelbild auf 3-Gewinnt wechselst oder retour.

Leider gibt es auch  technische Probleme in diesem Spiel. Einige Male ist das Handbuch hängen geblieben und in einem Wimmelbild konnte ich einen Gegenstand nicht aufheben, obwohl er klar und deutlich sichtbar war. Einige Male war der Tippgeber in den Wimmelbildern auch nicht akkurat.
In den Extras der Sammleredition suchen wir Eisblumen mit denen wir Tiere aufwerten können, das haben wir auch schon gefühlte tausendmal gemacht und erfreut auch nicht. Das Bonuskapitel ist eine neue kurze, Geschichte aus der Sicht des Uhrmachers. Wer unbedingt dieses Spiel haben will, kann aber getrost auf die Standardedition warten.

FAZIT: Dieses Spiel besticht nur durch Grafik/Sound, Wimmelbilder und Mr. Jenkins, der Rest ist dermaßen abgedroschen, dass es dafür nur 1 ½ Tassen geben kann.