A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tipps&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Ominous Objects: Der Geisterspiegel


tassentassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Daily Magic Productions

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 03.02.2015
Deutsch (Normal): 14.08.2015


Etwas besserer zweiter Teil, Vorkenntnisse sind nicht notwendig
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Nachdem wir als Kind mit übernatürlichen Ereignissen in Berührung gekommen sind, haben wir uns dazu entschlossen, unser ganzes Leben dem Aufspüren solcher ominöser Objekte zu widmen. Dieses Mal werden wir von Lilith Armstrong gerufen, doch als wir bei ihr ankommen, ist sie verschwunden und es gehen merkwürdige Dinge in ihrem Haus vor. Alle Spuren führen zu einem mysteriösen Spiegel, der vor kurzem bei einer Auktion ersteigert wurde. Wird es uns gelingen, das Geheimnis des Spiegels zu lüften und unsere Auftraggeberin zu retten?

Die Grafik ist tadellos und auch die Animationen der Personen sind wesentlich besser gelungen als noch beim ersten Teil "Ominous Objects: Familienportraits". Die vielen Zwischensequenzen und Einspieler sind glücklicherweise nicht allzu lang geraten und fügen sich nahtlos ins Geschehen ein. Wer gerne rumprobiert, um alleine auf eine Lösung zu kommen, wird feststellen, dass technisch nicht immer alles einwandfrei läuft. Bei Turmbauteilen beispielsweise, die wir in einer Maschine erstellen, können wir praktisch in die Kabelmassenproduktion einsteigen, obwohl wir nur eines davon benötigen. An anderer Stelle macht die Karte Schwierigkeiten, da dort Orte als aktiv markiert werden, an denen gar nichts mehr zu tun ist.

Mr. Jenkins, unser Katzenfreund und Helfer in der Not ist auch wieder mit an Bord. Er kriecht in kleine Öffnungen oder holt höher gelegene Gegenstände von Bäumen oder Dächern. Zudem füttern wir einen kleinen Hundewelpen und retten ein Eisbärenbaby. Doch Achtung, auch ein relativ großer Achtbeiner wurde eingebaut, im Bonuskapitel sogar ein riesiger Ableger davon. Im Inventar befinden sich Objekte die mit einem Pluszeichen versehen sind und bei denen wir meistens etwas hinzufügen müssen. Gefundene Notizen werden in einem Journal hinterlegt, in dem sich auch die Karte mit Transportfunktion befindet. Doch die Schauplätze sind sehr übersichtlich, oftmals führen wir schon die passenden Utensilien mit uns, um einen neu geöffneten Raum abzuarbeiten. Sehr selten ist es notwendig, einen oder zwei Schritte zurück zu gehen, größtenteils nur dann, wenn wir ein Wimmelbild erneut spielen dürfen. Als Besonderheit erhalten wir von Beginn an eine Brille, mit der wir seltsame Erscheinungen beseitigen und die dahinter liegenden Gegenstände erkennen können.

Alle Wimmelbilder besuchen wir zweimal. Im ersten Durchgang geht es meistens darum, eine Sache zu entdecken, um damit ein anderes Objekt freispielen zu können. Auf diese Weise finden wir nach und nach alle Begriffe auf der vorgegebenen Liste, bis wir am Ende eine letzte Sache suchen müssen, die wir für unser Inventar erhalten. Dies kann auch durch ein kleines Minispiel geschehen. Die Wiederholungen bestehen immer aus Umriss-Suchen. Als Alternative besteht die Möglichkeit, in ein 3-Gewinnt-Spiel zu wechseln, das aber sehr einfach gestaltet ist.

Rätsel sind zahlreich vorhanden, allerdings ist nicht eines davon eine Herausforderung. Wir müssen korrespondierende Paare finden, um ein Schloss zu entriegeln, eine Schublade öffnen, indem wir drei Regler verschieben, Spiegelscherben in der richtigen Reihenfolge drücken, durch Drehen Bilder erstellen, Figuren an den korrekten Platz bugsieren und Kabel zu vorgegebenen Mustern umstecken. Zwar bezieht sich alles auf die Handlung, aber es ist nichts dabei, was Vielspieler nicht schon unzählige Male gesehen bzw. gelöst hätten und dann in wesentlich ansprechenderen Versionen.

Im weiteren Spielverlauf verzweigt und verästelt sich das Geschehen immer mehr, mit Hilfe von kleinen Filmen, Puzzeln und Einsetz-Spielen soll uns dieses näher gebracht werden, ohne wirklich mitzureißen oder nur den Hauch einer Spannung zu erzeugen. Viel eher überzeugt hier der Spielfluss, die logische Vorgehensweise und die kleinen Interaktionen, die überall zu finden sind, so dass zumindest in diesem Punkt für Unterhaltung gesorgt ist.

Trotz langer Spielzeit ist das Ende mehr als kurz gehalten, was aber vermutlich daher kommt, dass es sowieso keine Überraschungen gibt. Im Bonuskapitel müssen wir einen weiteren Schurken zur Strecke bringen. Zum Sammeln gibt es Münzen, mit denen wir anschließend für Mr. Jenkins shoppen gehen können, um ihm ein gemütliches Heim zu erschaffen. Mit dem Spiel selbst hat dies aber überhaupt nichts zu tun. Außerdem stehen uns in den Extras kleine Rätsel zur Verfügung, die sich ebenfalls um die Katze drehen. Ein Entwickler-Tagebuch besteht lediglich aus Fotos, dazu gibt es einen Raum für Auszeichnungen, Wallpapers und Musik zum Download.

"Ominous Objects: Phantom Reflexions" wirkt etwas ausgereifter als sein Vorgänger, auch wenn die Geschichte so alt ist wie der Ötzi. Außerdem sollte man keine Angst vor Spiegeln aller Art haben, denn die warten an jeder Ecke auf uns. Neueinsteiger und diejenigen, die entspanntes Spielen bevorzugen, erhalten hier ein solides Werk. Wer auf Herausforderungen hofft, ist fehl am Platz und sollte sich dringend den Probe-Download ansehen.


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top