Ominous Objects: Lumina Camera


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Daily Magic Productions

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 14.11.2016


Langweilig und nicht mal durchschnittlich
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Die Eröffnung einer Ausstellung mit Ominösen Objekten im französischen Nationalmuseum steht kurz bevor. Was als einfache Untersuchung beginnt, erfährt eine dunkle Wende, als Menschen spurlos verschwinden, die mit dem Glanzstück der Ausstellung - der Lumina Camera - fotografiert werden. Ob es etwas mit dem jungem doch erfolglosen und verhöhnten Erfinder Gerald Dewitt zu tun hat? Du als Expertin für ominöse Objekte wirst ins Paris des 19. Jahrhunderts gerufen, um genau das herauszufinden.

Es gibt die üblichen vier Modi, einer davon mit individuellen Einstellungsmöglichkeiten. Als Helfer gibt es eine Karte mit Transport und aktueller Aufgabenanzeige. Auch der Tip dient nicht nur als Ratgeber, sondern auch als Transportmöglichkeit. Mr. Jenkins, deine Katze, wird Gegenstände für dich holen.

Von den Wimmelbildern werden manche 2x gespielt; als Varianten gibt es: Umrisse-Objekte finden, um Wortsuchliste freizuschalten, Nahansicht mit einigen Einzelteilen oder Umrissen und eine "lege-zurück"-Szene. Fast alle Suchgesgenstände sind sehr offensichtlich und wenig "hidden" (versteckt). Als Alternative für die "großen" Wimmelbilder gibt es ein 3-Gewinnt Spiel. Nicht in allen Wimmelbildern sind die gesuchten Gegenstände klar erkennbar.

Bei den Puzzles findet sich eine bunte Mischung von Altbekanntem. Hier wird gedreht, gelegt, geklickt, manchmal auch nur einmal. Doch neben den Puzzles, die ein Kindergartenkind langweilen würden, gibt es auch andere, die etwas aufwändiger sind, Geduld erfordern oder tatsächlich ein wenig Gripseinsatz erlauben.

Grafisch entsprechen Puzzles und Wimmelbilder dem Rest des Spieles; meist nett, aber eben nichts besonderes. Auffällig ist, dass mehrmals die Proportionen nicht stimmen. Und auch wenn einiges detailliert ausgearbeitet ist; die meisten Szenen verfügen über wenig Aktionsmöglichkeiten, wenig Aufgaben/Rätsel/Puzzle, laden nicht zum zweiten hinschauen aus und unterstreichen den eher langweiligen Gesamtcharakter des Spieles.
Das spiegelt sich auch in der Geschichte wieder. Die hat zwar grundsätzlich einen roten Faden, allerdings ist das auch so ziemlich alles, was sie hat. Spannung entsteht schon deshalb nicht, weil man die schlechten Dialoge nicht wirklich lesen mag (und tut man es, wird es auch nicht besser). Zwar erzählt dir die Geschichte, dass du irgendwann mal zwischendurch in der Negativwelt landest, aber weder grafisch noch sonst irgendwie ist das zu erkennen, bzw. wirkich verwertet worden.

Spielerisch ist Ominous Objects: Lumina Camera auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Du betrachtest Bilder mit einer Lupe und findest Geheimsymbolde und daraus wird Öl? Aufgaben ergeben tatsächlich mehr als einmal einen keinen Sinn. Was du tun musst, hat oft nur wenig bis gar keinen Zusammenhang mit dem tatsächlichen Ergebnis oder dem was du tust.In manchen Wimmelbildern findest du Dinge, die du gar nicht gesucht hast. Aber hey, sehen wir das Positive. Auch wenn du fast alles sofort wegwirfst, Rost mit einem Tropfen Öl entfernst und natürlich ein bisschen losen Sand nicht mit bloßen Hände beiseite wischen kannst, also auch wenn vieles keinen Sinn macht - zumindest gibt es keinen kaputten Reißverschluss.

Die Sammleredition lässt dich zusätzlich 40 Chamäleonobjekte und Sammlerkarten finden. Die Karten sind Portrais mit Beschreibung der verschwundenen Personen, mit Hilfe der Chamäleonobjekte kannst du in den Extras ein Legepuzzle spielen. Zusätzlich finden sich in den Extras noch ein Extra-Puzzle, Konzeptkunst, Bilder der Entwickler, Auszeichnungen, Musik und Hintergrundbilder. Wimmelbilder oder Puzzles können nicht neu gespielt werden. Im kurzen Bonusspiel geht es um den Bösewicht des Hauptspieles und erzählt die Ereignisse im Vorfeld deiner Ermittlungen.

Als Fazit: Wow, die Geschichte hat derartig viel Potential, dass es schon viel Lustlosigkeit, Mangel an Kreativität und völliges Desinteresse an der eigenen Arbeit braucht, um ein derartig langweiliges, spannungsloses, uninteressantes Spiel zu schaffen. Der größte Pluspunkt ist hier eine zumindest am Standard kratzende Spielzeit. Nichts wurde wirklich umgesetzt, die Erzählung hat keine Tiefe, die Puzzles sind belanglos, gleiches gilt für die Wimmelbilder.