A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook




Odyssee ins Ungewisse
(Unexpected Journey)
Nachlese
Herausgeber: Deutschland-spielt
Entwickler: Meridian93

Wenn Du Oyssee ins Ungewisse auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
14.04.2010

Stell dir vor, du hast am Vortag deine Arbeit erledigt und schläfst so richtig schön aus. Da geht das Telefon und dein übel gelaunter Chef ist am anderen Ende. Kein guter Tagesanfang! Dann schickt er dich auch noch von jetzt auf nun auf eine Schiffsreise. Und das ohne einen grossen Pott Kaffee, ohne den bei mir gar nichts ginge.

Bei Lina schon. Sie sucht ihre Kamera, lädt das Handy auf und packt den Koffer. Hier kommst du schon ins Spiel, denn das darfst alles du suchen. Am oberen Bildschirmrand hast du deine Liste, wo immer wieder Objekte nachrutschen. Um aber alles finden zu können, musst du den Kleiderschrank öffnen, die Kommodenschublade, die Schreibtischschublade. Aber nicht in jeder ist auch etwas drin, manche sind leer. Es ist eine hübsche Idee, den Spieler auch mal in die Irre zu führen.

Bis du alles so zusammen hast, das dauert eine Weile. Eben das, was Frau so braucht, wenn sie auf Reisen geht. Um das Handy aufzuladen, brauchst du ein Ladekabel, das beim Anklicken ins Inventar geht. Von da aus schliesst du es am Handy an und die Sache läuft. Zu allem Überfluss hat aber die Katze den Bericht, den Lina am Vortag beendet hatte, verschmutzt und eine Seite muss neu ausgedruckt werden. Das heisst nun wieder: Druckerkabel finden, anschliessen, Drucker einschalten und in das Notizbuch im Inventar nachsehen, welches Passwort du für den Computer brauchst, um die Seite auszudrucken. Die restlichen Seiten sind im Zimmer verstreut.

Die Mietz muss aber auch noch untergebracht werden, hängt sie doch im Moment an der Übergardine. Es fängt also sehr vielseitig und interessant an, geht aber erstmal nicht so weiter. Es schläft ein bisschen ein und erst später kommt man wieder mehr darauf zurück, Gegenstände zu verschieben und zu öffnen.

In der Hauptsache besteht das Spiel aus Suchen nach Liste, darin enthalten auch gleiche Objekte. Das heisst nichts anderes, als dass du mitten in deiner Liste Gegenstände hast, die mehrmals vorhanden sind. Du erkennst es leider nur daran, dass sie im Inventar gesammelt werden. In der Liste selbst hast du keine Zahl dahinter stehen und musst auch jedes Mal im Inventar nachsehen, wenn du die Restanzahl wissen möchtest.

Viele Gleiche suchen kommt auch für sich in Suchbildern vor. Die sind sehr abwechslungsreich, weil du in den 34 Leveln kaum mal an einen Ort zurück kommst. Dass im Büro das Chaos herrscht, weil der Papagei gewütet hat, ist klar. Aber ansonsten sind die Orte hübsch gestaltet, mit netten kleinen Animationen.

Die Grafik selbst ist jedoch leider eher durchschnittlich. Bei ganz kleinen Objekten hat man Mühe, sie zu identifizieren. Da kommt dann der Tipp ins Spiel. Klick auf einen Begriff deiner Suchliste oder auch auf die Aufgabe, die oben steht und er zeigt dir - allerdings sehr weiträumig - wo du eben dieses Objekt findest. Der Tipp lädt sich einigermassen schnell wieder auf, aber wem das zu lange dauert, der kann seine Batterien einsetzen.

An jedem Ort ist eine Batterie versteckt, die ins Inventar geht. Möchtest du den Tipp direkt aufladen ohne zu warten, brauchst du nur eine der gesammelten Batterien im Inventar anzuklicken.

Bei den wenigen Minispielen gibt es kein Überspringen, aber der Tipp ist auch hier verfügbar und bringt dich einen Schritt weiter. Du musst Sternkonstellationen nachstellen, Sequenzen wiederholen, Steine nach einer Notiz eindrücken oder auch Rohre verbinden. Das Schöne ist aber, dass die Minispiele direkt ins Spiel eingebunden sind und nicht so diese typische Mnispiel-Extranische haben.

Die Hintergrundmusik ist wohl eher Geschmackssache, die Geräusche aber sehr gut gelungen. Sogar die Geschichte ist nicht spektakulär, aber stellenweise recht humorvoll dargestellt. Ein Flirt mit dem Kapitän, das Stranden mit skurrilen Gestalten wie Schauspielerin, Schriftsteller und Fotograf hat da viel Potential. Um sich mit diesen Leuten nach einem Schiffbruch über eine Pirateninsel durchzuschlagen auf der Suche nach den anderen Crewmitgliedern, die mit im Rettungsboot saßen, gehört wohl auch Humor.

Anfangs dachte ich: Oh nee! Aber ich stellte sehr schnell fest, dass es Spass macht, sich durch dieses Spiel zu kämpfen. Die Geschichte erzählt sich laufend darin, die Eigenarten der Passagiere. Mit seiner Spielzeit liegt Odyssee ins Ungewisse im guten mittleren Bereich und ich kann nur jedem empfehlen, sich diese Schiffsreise anzutun.

Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top