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Nightmares from the Deep: Der Gesang der Sirene


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Herausgeber: Artifex Mundi
Entwickler: Artifex Mundi
Artifex Mundi gehört zu den wenigen, noch unabhängigen Entwicklern. Wer das Spiel also in englisch erweben möchte, der sollte zur Unterstützung einen Kauf auf der Artifex-Seite überlegen. Der Preis ist gleich, bezahlt werden kann mit Paypal oder Kreditkarte!

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Autor: Elke M.
Datum: 26.07.2013
Deutsch (Normal): 08.11.2013
Herausragendes Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer
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Ein Jahr nach unserem letzten Abenteuer sind wir als Direktorin des karibischen Marinemuseums, Sarah Black, noch bei der Arbeit. Zu später Stunde bekommen wir ganz unerwartet ein Paket geliefert. Da sich der Bote als ziemlich hartnäckig erweist, können wir ihn nicht so einfach wieder fortschicken. Was sollte so wichtig sein, dass es nicht bis morgen Zeit hat? Natürlich öffnen wir das Paket und finden darin eine goldene Oktopus-Statue. Doch sobald wir sie in unseren Händen halten, werden wir von unheimlichen Fischmännern überfallen, die unser Artefakt stehlen.

Der vermeintliche Paketzusteller schleppt uns aus dem Museum und verfrachtet uns in ein kleines Motorboot. Er offenbart uns, dass auch er die Statue an sich nehmen wollte, da sie große Macht in sich trägt, und jetzt, wo sie entwendet wurde, alle in unvorhersehbarer Gefahr schweben. Er möchte, dass wir unbedingt eine Frau namens Calliope treffen, damit wir ihr und seiner Stadt helfen können.

Die Bootstour endet in Kingsmouth, das sich gerade in einem bürgerkriegsähnlichen Zustand befindet. Die Söldner von Bürgermeister Murray versuchen die Stadt unter Kontrolle zu bringen. Wir können uns zusammen mit unserem Helfer in ein brennendes Haus retten, lernen Calliope kennen und nur noch hilflos bei ihrer Entführung zusehen, um gleich danach unsere Mission zu starten.

In der Anfangsphase des Spiels gibt es unzählige grandiose Videoeinspielungen und Dialoge, das Voice Over ist rundum gelungen und nichts erscheint überflüssig. Die Grafik ist klar und bunt, die Geräuschkulisse vermittelt uns sofort das Gefühl, wirklich an einem Hafen mit schaukelnden, knarzenden Schiffen zu sein. Zudem werden wir direkt in die Handlung mit eingebunden. Beim Verbarrikadieren unseres Verstecks arbeiten wir mit unserem neuen Freund zusammen und schieben gemeinsam Schränke vor die Fenster. Das Feuer, das zu löschen ist, ist nicht einfach mit Hilfe eines Schlauchs zu bewältigen, sondern wir müssen ihn auch festhalten und einige Zeit über die Flammen bewegen, damit es erlischt. Und als unser Helfer von einer Klippe stürzt und sich mit letzter Kraft noch am Rand festhalten kann, reichen wir ihm unsere helfende Hand und ziehen ihn herauf.

Trotz diverser Tätigkeiten, die wir alleine und ohne Hilfsmittel bewerkstelligen können, ist unser Inventar immer gut gefüllt. Zum einen finden wir nützliche Gegenstände unterwegs, zum anderen bekommen wir immer ein Utensil, nachdem wir eine von drei Wimmelbild-Variationen gespielt haben. Uns stehen klassische Wortsuchlisten mit kleinen Interaktionen zur Verfügung, ebenso die normale Umriss-Suche. In der dritten Version finden wir einen Schatten-Gegenstand, verwenden diesen wieder in der Szene, erhalten dadurch ein neues Objekt und führen das solange fort, bis ein Utensil in unser Inventar wandert. Einige der 20 Wimmelbilder suchen wir auch ein zweites Mal auf, dann spielen wir aber eine andere Variante. Zur Abwechslung steht es uns offen, anstelle von Wimmelbildern Mahjong zu spielen, das genauso aufgebaut ist wie im ersten Teil „Nightmares from the Deep: Die Schädelinsel“.

Die Minispiele sind sehr aufwendig und detailverliebt ins Geschehen eingebaut und passen ausgezeichnet zur Thematik. Die meisten sind relativ einfach zu lösen, einige wenige Kopfnüsse sind vorhanden, leider ohne Restart-Funktion. Wir stellen fest, dass es dem Entwickler Artifex Mundi besonders die Rätsel angetan haben, bei denen man Scheiben in die richtige Position drehen muss oder Scheiben einfach miteinander vertauscht. Dennoch gibt es auch vereinzelte Minispiele, die man eher selten antrifft und die hier in neuem Gewand richtig viel Spaß machen. Im einfachen und fortgeschrittenen Schwierigkeitsgrad können wir die Rätsel überspringen, im schweren Modus steht uns diese Funktion nicht zur Verfügung. Unterschiede gibt es außerdem bei den Ladezeiten der Tipp- und überspringenfunktion, beim Hinweis-Glitzern, bei den Klickstrafen und bei den Informationen,  die auf der extrem hilfreichen Karte mit Fortbewegungsmöglichkeit, notiert sind. In den beiden einfacheren Modi können wir erkennen, wo noch etwas zu tun ist, im Expertenmodus fällt dies weg, was das Spiel um ein vielfaches schwieriger macht, da sich immer wieder unerwartet Wimmelbilder in zurückliegenden Bereichen öffnen, die wir ohne das Hinweis-Glitzern nur unter größten Anstrengungen finden und dabei noch ein paar gut besohlte Schuhe benötigen.

Toll eingearbeitet sind die verschiedenen Sammelobjekte, die nur im Hauptteil zu finden sind. Um Calliope zu retten, sind unter anderem 12 Fischmarken erforderlich, die wir in unseren altbekannten Freund McGuffin, der sprechenden Schatztruhe aus dem vorangegangen Teil, einsetzen können. Wie auch bei „Nightmares from the Deep: Die Schädelinsel“ verrät er uns mit jedem Token per Videosequenz etwas mehr von der Geschichte. Zudem suchen wir noch nach 19 goldenen Tintenfischen, die verhältnismäßig einfach zu finden sind, nach 18 silbernen Papageien, die wie Chamäleonobjekte erscheinen, und zu guter Letzt  nach 7 Seepferdchen, die nur dann zu sehen sind, wenn wir ganz bestimmte Punkte im Bild anklicken. Alle diese Sammelobjekte bringen uns eine der vielen Auszeichnungen ein, andere Trophäen wiederum erreichen wir automatisch über das Abschließen verschiedener Bereiche oder das Durchführen einzelner Aktionen.

Nach guten 4 Stunden Spielzeit erwartet uns bei „Nightmares of the Deep: The Siren’s Call“ ein stimmiges, wunderschön anzuschauendes Ende. Das Bonuskapitel erhöht die Dauer um ca. 40 Minuten, verdeutlicht nochmal die Moral von der Geschichte und lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Allerdings sind die wenigen Minispiele und Wimmelbilder eher enttäuschend, sonst wartet es nur mit den üblichen Verdächtigen wie Konzeptbilder, Videosequenzen, Musik, Wallpapers und 9 wiederspielbaren Suchbildern auf.

Die Geschichte ist auch für diejenigen unter uns, die den Vorgänger nicht kennen, geeignet, da es eine komplett neue Handlung ist und nur an wenigen Stellen der erste Teil angesprochen wird. Allerdings ist Nightmares from the Deep: Der Gesang der Sirene, für das man sich Zeit nehmen muss, um die Hintergründigkeit und Genauigkeit, mit der das Entwicklerteam hier ans Werk gegangen ist, zu erkennen. Ein Spiel, das in der Normalversion auf alle Fälle seine 5 Tassen wert ist, die Sammleredition kann man hier getrost vernachlässigen.


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