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Nightmare Adventures: Das Verlies der Hexe


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Ghost Ship Studios

Download: BigFish Games.de

Wenn Du Nightmare Adventures: Das Verlies der Hexe auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: J.L.
Datum: 11.11.2011

Schulnoten - Spielidee: 2, Spielaufbau: 2, Steuerung: 1-, Grafik: 1-, Musik: 1, Wiederspielbarkeit: 2-, Suchtfaktor: 2
Spielprinzip: Abenteuer mit Minispielen, ohne Wimmelbilder
Rahmenhandlung: Junge Dame zieht Erkundigungen über ihre Familie ein.
Schwierigkeit: durchschnittlich, nicht wählbar
Optionen: Musik/ Sound, Helligkeit, Vollbild/ Fenster, Mauszeiger. (Deutsche Version)

Ms. Vale befindet sich in einer unangenehmen Situation. Um es vorweg zu nehmen, es gelingt ihr hervorragend, sich noch weiter hinein zu reiten. Sie sucht nach Informationen über ihre Familie und fährt zu einem ehemaligen Sanatorium, das ihrer Familie gehörte. Als wahrscheinliche Erbin sieht sie sich dort um. Damit fängt der ärger an. Wir sollten ihr dankbar sein, denn anderenfalls gäbe es keine Grusel-Groschenroman-Geschichte, die ohne ein einziges Wimmelbild auskommt, dafür aber witzige Unterhaltung und ganz viele Minispiele bietet.

Diese Minispiele sind zumeist bekannt, jedoch gut gemacht und stets passend. In der zweiten Spielhälfte nehmen Geduldsspiele etwas zu. Du musst so lange probieren, bis es klappt. Wird Dir das zu langweilig, kannst Du sie nach angemessener Zeit überspringen. Andere Minispiele sind hingegen Kopfnüsse, weitere recht einfach, was durchaus erholsam sein kann.

Inventarobjekte und Hinweise findest Du zumeist unterwegs bzw. in Nahansichten. Es lohnt sich, sehr genau hinzusehen, denn Objekte sind manchmal gut versteckt. Du wirst bei einigen dieser Objekte nicht wissen, wofür sie benötigt werden, bis ein entsprechender Hinweis auftaucht. Das ganze Spiel ist also rätsellastig, auch außerhalb der Minispiele.

Der Tipp braucht seine Zeit, um sich neu aufzuladen, ist jedoch zumeist wirklich hilfreich. Etwas schade ist, dass die Minispiele nicht erklärt werden, sondern Du dafür einen Hinweis verbraten musst. Zumeist erläutert er dann die Spielidee, nicht jedoch die Funktionsweise. Es kann also sein, dass Du bei einigen Spielen knobeln musst, wie sie denn nun zu bedienen sind, obwohl Du den Lösungsweg theoretisch schon erdacht hast.
Unterwegs bekommst Du vom Tipp hilfreiche Textnachrichten, was Du zum Beispiel mit einem Inventarobjekt anstellen könntest. Schwierig wird es nur dann, wenn Du ein Inventarobjekt übersehen hast. Gelegentlich bekommst Du darauf einen Hinweis, jedoch nicht immer. Dann wirst Du in alle möglichen Szenen geschickt, nur um zu erfahren, dass dort nichts mehr zu tun ist.

Eine wählbare Schwierigkeitsstufe gibt es nicht. Du kannst aber entscheiden, ob Du eine Einführung haben möchtest. Recht angenehm für erfahrene Spieler ist, dass Objekte nicht auf sich aufmerksam machen. So hast Du viel Spielraum, Dinge selbst zu entdecken und darüber nachzudenken, was Du mit ihnen anfangen könntest. Die Steuerung funktioniert wie üblich in diesem Genre. Wird der Mauszeiger zum Auge, dann sieh Dir etwas an. Wird er zur Hand, dann nimm etwas ins Inventar oder interagiere. Der Radius ist zunächst etwas verwirrend, wenn Du beispielsweise 3 cm neben einem Objekt die Hand siehst, das aufzunehmende Objekt selbst aber noch gar nicht entdeckt hast. Ein Paar Schuhsohlen zeigt, dass Du in die entsprechende Richtung gehe kannst. Eine Karte ist nicht vorhanden. Da Du aber wenig hin- und herlaufen musst, ist sie auch nicht unbedingt nötig.

Du erhältst von Zeit zu Zeit Einträge ins PDA (bei anderen Spielen: das Tagebuch), worin die Protagonistin ihre Gedanken zur jeweiligen Spielsituation äußert. Außerdem werden Fotos von wichtigen Objekten angefertigt. Dort festgehaltene Hinweise benötigst Du, um Minispiele zu lösen. Die Grafik ist nicht originell, aber klar und deutlich. Den Helligkeitsgrad kannst Du selbst einstellen. Die Musik ist stimmungsvoll, nicht gewollt gruselig und nicht ständig im Hintergrund präsent. Die Steuerung hakt nur an ganz wenigen Stellen, die übersetzung ist gut.

Die Kommentare Deines Alter Egos sind wirklich witzig und wiederholen sich selten. Nicht viele Schmieden haben die augenzwinkernde Distanz, sich über ihr eigenes Werk, ihre Protagonistin oder über Big Fish lustig zu machen.
Das Spiel hinterlässt sicher keinen bleibenden Eindruck, unterhält aber ca. 5 Stunden lang sehr angenehm. Es empfiehlt sich, ein paar Wochen verstreichen zu lassen, bevor Du Dir das Spiel ein zweites Mal zu Gemüte führst. Da viel zu tun und auszutüfteln ist, hat es zwar einen gewissen Wiederspielwert. Der steigt jedoch, wenn ein paar ironische Bemerkungen und Minispiele bereits in Vergessenheit geraten sind.

Fazit: Wer Wimmelbilder nicht braucht, um Spaß an einer kruden Geschichte zu haben, ist mit diesem Spiel sehr gut bedient. Es bietet einen hohen Abenteueranteil und zahlreiche Minispiele. Da sich das Hin- und Hergerenne in Grenzen hält, entspricht die Spieldauer von etwa 5 Stunden beinahe der Länge des Spiels. Nightmare Adventures: Das Verlies der Hexe ist ein Groschenroman-Abenteuer, das sich selbst auf die Schippe nimmt. Es ist nicht wahnsinnig anspruchsvoll und in keinem Punkt überragend. Aber es unterhält durch seinen Witz und seine Rätsel. Das Ende lässt einen Nachfolger erwarten, auf den wir gespannt sein dürfen.


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