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Nightmare Adventures: The Turning Thorn


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Ghost Ship Studios

Download: BigFish Games.com

Wenn Du Nightmare Adventures: The Turning Thorn auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 28.01.2013


Zuerst erscheint es dir wie ein Traum, als du in deiner Wohnung ein Portal in eine andere Welt entdeckst. Doch schnell kommst du in der Realität an, es war kein Traum, sondern ein Experiment von A.R.C.A.N.E. - einer geheimen Organisation der Regierung. Bereits in deinem Abenteuer Nightmare Adventures: Das Verlies der Hexe hattest du mit ihnen zu tun und nun braucht man erneut deine Hilfe. Du wirst zur Agentur gebeten, denn es scheint, die Hexe ist zurück und nur du kannst sie und ihre Schwestern für immer aus dieser Welt verbannen.

Für all die, denen die Geschichte anfänglich sehr verwirrend vorkommt, gibt es im Buch eine kleine Zusammenfassung mit den vergangenen Ereignissen. Doch auch für die, die sich noch an den Vorgänger erinnern können (der immerhin bereits vor 1,5 Jahren auf den Markt kam), ist es nicht immer leicht, den Geschehnissen zu folgen und Zusammenhänge zu begreifen. Man hat es hier deutlich versäumt, den Spieler mitzunehmen, in die bizarre Welt zwischen Forschung und Magie.

Gespielt wird ein einem Modus für alle. Zu Beginn kannst du lediglich wählen, ob du das Tutorial spielen möchtest oder nicht. Der Tipp, der auch als Richtungsanzeiger funktioniert, sowie die Überspringfunktion laden in einem moderaten Tempo auf. Es dauert lang genug, um die Lust zu verleiden, durch das Spiel zu rennen, aber nicht frustrierend lang.

Vorweg: Wimmelbilder gibt es nicht, Nightmare Adventures: The Turning Thorn ist ein Puzzle-Abenteuer. Eines, das seinen Namen verdient. Deine Gegenstände erhältst du, in dem du dich in den einzelnen Szenen genau umsiehst und durch die Lösung von Puzzles und Rätseln. Und damit sind wir auch gleich bei dem, was dieses Spiel ausmacht und gleichzeitig seinem größten Fehler; die Puzzles.

Wer gern knobelt, wer eine Herausforderung in Puzzles sucht, der ist hier genau richtig. Dabei ist hier nicht von Neuem die Rede. Wir haben sie alle schon gesehen, wir haben sie alles schon oft gespielt. Doch während die meisten Entwickler sich nicht damit aufhalten, Altbekanntes mit besonderen Herausforderungen auszustatten, hat Ghost Ship Studios genau das getan. Denn selbst wenn du die Lösungsmechanik sofort erkennst, bis du hinter die Einzelheiten und die Lösungsschritte gekommen bist, das dauert seine Zeit. Und das bei dem überwiegenden Anteil der Puzzles, nicht nur bei einigen wenigen.

Der Nachteil liegt aber in der "Puzzlehilfe". Wer sich eine Hilfe für den Lösungsweg erhofft, der wird dort leider nicht fündig. Als Information gibt es lediglich den Hinweis, wie das Ergebnis auszusehen hat; zum Beispiel: "Alle Knöpfe müssen grün leuchten" oder "Verschiebe die Symbole an die richtige Stelle". Wie du dies bewerkstelligen kannst, das wird nicht dazu gesagt. Und auch wenn dies häufig selbstsprechend sein mag; unerfahrene Spieler werden hier außen vor gelassen und "gezwungen", die überspringfunktion zu übernehmen. Es ist lobenswert, dass man dem Spieler nicht die Entdeckerfreude nimmt. Es ist aber auch nicht Sinn der Sache, "Fachwissen" vorauszusetzen.

Eine wirkliche Hilfe ist die Kamera. Mit der fotografierst du nicht nur automatisch alles, was wichtig ist. Vielmehr wird sie dir bei einem Puzzle oder Rätsel auch nur die Bilder anzeigen, die aktuell für dich interessant sind. Und da diese Bilder klein (aber deutlich erkennbar) in der unteren linken Bildecke erscheinen, entfällt das lästige Aufschreiben oder Hin- und herklicken, das in vielen Spielen nötig ist, um ein Notizbuch oder ähnliches zu benutzen.

Die Grafiken sind eher im dunklen Bereich und nicht immer wirklich klar. Allerdings bedeutet dies auch nicht, dass man Dinge nicht erkennen kann. Sie überzeugen nur einfach nicht, sind nicht ansprechend. Hier fehlt es wirklich ein wenig an Politur, ebenso wie bei der Geschichte, die nicht wirklich so komplex ist, nur verwirrend.

Eine Karte gibt es nicht, du bist auf deine Orientierung oder den Tipp angewiesen. Und in einer kleinen Hilfedatei, die über das Menü aufgerufen werden kann, steht das Wichtigste, was du bei Nightmare Adventures: The Turning Thorn zu beachten hast: Erforsche alles, klicke alles an! Deine Maus verwandelt sich in Hand oder Auge, wenn es irgendetwas Interessantes gibt. Die Dialoge kann man rasch weiterklicken, aber das wäre aus zwei Gründen nicht so clever. Zum einen entbehrt gerade Ms. Vale (also du) nicht einer gewissen Selbstironie, die bisweilen sehr amüsant ist. Zum anderen geben gerade die Gespräche mit den anderen Beteiligten oft hilfreiche Hinweise.

Erforschen sollst du und das wirst du tun müssen. Denn gradlinig ist Nightmare Adventures: The Turning Thorn nicht gerade. Du wirst zwar selten ein volles Inventar haben, aber vieles, was du siehst, bemerkst, herausfindest, wird erst später wichtig. Und auch deshalb ist die Spielzeit nur schwer abzuschätzen. Wer alle Puzzles selbst löst, sich die Zeit zum erforschen nimmt und nicht gleich aufgibt, nur weil es eben nicht so vorhersehbar ist, was man zu tun hat, der wird 5-6 Stunden mit dem Spiel beschäftigt sein.

Geschichtlich und grafisch ist Nightmare Adventures: The Turning Thorn ganz sicher nicht das stärkste Spiel auf dem Markt. Spielerisch dagegen schon. Denn selten wird uns in Spielen soviel Spiel gegeben. Es ist kein Spiel für Ungeduldige, es ist kein Spiel für die, die Führung brauchen oder wollen. Wer sich aber einlässt, der erlebt, wie Spielabläufe sein können. Wie es sein könnte, wenn tatsächlich viel Wert auf das gelegt wird, was ein Spiel ausmacht. Den Spielfaktor.


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