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Nightfall Mysteries: Der Fluch der Oper
Nachlese

Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vast Studio

Download: BigFish Games.de
Download: Deutschland-spielt.de

Wenn Du Nightfall Mysteries: Curse of the Opera auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
16.02.2010
deutsche Version: 27.05.2010

Mit deiner Theatergruppe kommst du in die Oper eines kleinen Dorfes, das von Anfang an etwas eigenartig anmutet. Es sind zwar Geschäfte, ein Gasthaus und die Oper vorhanden, in der du auftreten willst. Aber alle Menschen, die du hier antriffst, sind Angestellte des Grafen - dem offensichtlich auch alles gehört. Als dann einer nach dem anderen auf unterschiedlichste Weise umgebracht wird, ist es an dir, einen Weg aus diesem ungastlichen Dorf zu finden. Das ist gar nicht so einfach, wenn kein Telefon funktioniert und die Brücke unpassierbar ist.

Du kannst dir dabei Zeit lassen, denn ein Zeitlimit gibt es nicht - es sei denn, du hast Angst um dein Leben. In der düsteren Atmosphäre, die das Spiel bietet, wäre das gar nicht so abwegig. Untermalt von einer beklemmenden Hintergrundmusik und Nebengeräuschen, die schonmal eine Gänsehaut hervorrufen können.

Deine Probleme fangen aber schon an, als du in das Dorf hinein willst. Gleich zu Beginn erwartet dich ein Wimmelbild, wie du sie noch oft vorfinden wirst. Die Suchlisten sind immer zufällig und wenn du auch gleiche Objekte darauf hast, wenn du zu einer zurück kehrst, so können sie doch an anderer Stelle liegen. Leider ist es bei mir häufiger vorgekommen, dass ich exakt dieselbe Liste hatte mit den Objekten denselben Stellen. Das war dann nicht so schön.

Diese Wimmelbilder sind selten einfach, sondern doch recht schwierig. Das liegt zum einen daran, dass sie häufig ziemlich überfüllt sind oder auch manche Gegenstände schon zu sehr versteckt und schlecht erkennbar oder zu klein. Trotzdem machen sie Spass, weil sie eine Herausforderung bilden. Wenn die Liste abgearbeitet ist, ist meistens noch eine Aufgabe zu erfüllen. Anhand eines Texthinweises musst du etwas finden und an einer Stelle verwenden, die hell umleuchtet ist, wenn du mit dem gefundenen Gegenstand darüber gehst. Dafür gibt es dann immer einen Inventargegenstand. Und wenn mal gar nichts geht: Der Tipp ist auch noch da, zeigt dir ein Objekt und lädt mit guter Geschwindigkeit wieder auf. Klickst du aber schnell und falsch, entlädt sich der Tipp.

Er hilft dir allerdings nicht mit deinen Inventarobjekten oder deinem Weg durch das Dorf. Da gibt es ihn nicht. Du schleppst ständig einige Inventarobjekte mit dir herum, die irgendwann mal eine Verwendung finden. Die meisten kommen aus Wimmelbildern, andere findest du so.

Wenn du nun also das erste Wimmelbild geschafft hast, gehst du dem Schild folgend nach links und musst hier einen Weg über den Fluss finden. Dabei ist immer auf einen bunten Sternennebel zu achten. Der zeigt dir an, wo etwas wichtiges für dich ist und muss grundsätzlich angeklickt werden. Auch eine Lupe an der Maus hat diesen Effekt. Beides kann eine Suchszene, eine Nahansicht oder auch ein Minispiel bedeuten.

Die Minispiele tauchen hauptsächlich an verschlossenen Türen auf und sind nicht von schlechten Eltern. Hier gibt es wieder den Tipp, der aber lediglich Texthinweise für die Lösung gibt. Er führt dich Schritt für Schritt weiter, aber nach einer eher langen Aufladezeit kannst du auch überspringen.

Nun musst du keine Panik haben, dass es auf deinem Weg durch das Dorf keine Hilfe gibt. Du kannst dich frei bewegen, weisst aber immer, was zu tun ist. Dafür hast du den Notizblock, in dem deine nächste Aufgabe zu finden ist und auch eine Karte. Beides zusammen ist Gold wert, denn wenn du weisst, dass du ins Kühlhaus musst und auf der Karte alle Räume gelb leuchten, die dafür von Interesse sind, benötigst du eigentlich auch keine weitere Hilfe. Wenn du zum Beispiel im Laufe des Spiels alle Laternen wieder anzünden musst, sind die Fundorte der benötigten Utensilien und alle Standorte der Laternen markiert. Und den Sternennnebel dürfen wir nicht vergessen, der unübersehbar den Weg weist. Gerade für unerfahrene Spieler ist das eine sehr schöne Sache, aber man muss den Notizblock auch nicht benutzen, wenn man nicht möchte. Ausserdem gehen wichtige Informationen auch in ein Buch, das du ebenfalls dabei hast.

Die Dorfbewohner sind als Karikaturen dargestellt, was dem Ganzen ein wenig die Schärfe nimmt. Du musst dich öfters mit Ihnen unterhalten, denn sie geben dir dann die nächste Aufgabe. Sie sind schrullige Figuren, die einem mal wieder bewusst machen, dass nicht jeder unter den Begriff "normal" fällt. Ab und zu steht plötzlich mal einer vor dir und hat eine andere Art Suchbild für dich. Da sind dann beipsielsweise 6 Skorpione, 6 Federn und 6 Scheren zu finden. Oder Hilda beschwert sich einfach nur über ihr unzureichendes Make-Up, weil ihre Maskenbildnerin sich erdreistet hat, sich umbringen zu lassen. Das kann genauso passieren.

Die Grafik des Spiels ist hübsch, aber in den Suchszenen hätte ich sie gern etwas deutlicher gehabt. Durch die Dorfbewohner bekommst du Informationen, die die Geschichte, die du erlebst, erweitern. Sie ist schon spannend und ich wollte unbedingt wissen, wer da sein Unwesen treibt und warum.

Es ist eine gute Mischung in einem guten Spiel. Was aber wirklich schade ist: Die Wimmelbilder bewegen sich gerade mal auf Durchschnittsniveau, während der ganze Rest des Spiels ein recht hohes hat. Das freie Bewegen durch das gesamte Dorf, unterteilt in 7 Kapitel, die wohl 7 Stunden und mehr an Spielspass versprechen. Das unvermittelte Auftauchen von Wimmelbildern und die zum Grossteil knackigen Minispiele. Die Gespräche mit den Dorfbewohnern und das Suchen und Einsetzen von Inventarobjekten. Jeder, der seinen Kopf beanspruchen möchte, ist hier gut aufgehoben. Egal, ob erfahrener oder unerfahrener Spieler.

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