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Nevertales: Rauch und Spiegel


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: MadHead Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M..
Datum: 18.11.2014
Deutsch (Normal): 10.03.2015


Wimmelbildabenteuer, das die Geschichte von Taleworld erneut aufnimmt, ohne jedoch zu viele Vorkenntnisse zu verlangen
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Als Alice haben wir mittlerweile unseren Platz in der realen Welt gefunden. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als Gears, unsere kleine Helfereule mit einer beängstigenden Nachricht aus Taleworld auftaucht. Unser Vater wurde von der Herzkönigin gefangen genommen und soll in den nächsten Tagen hingerichtet werden. Da wir immer noch die Fähigkeit besitzen, glänzende Oberflächen in Portale zu verwandeln, machen wir uns schnellstens auf den Weg in unsere alte Heimat, um Pierre zu befreien und die Gruppe der Widerstandskämpfer, die unsere Mutter anführt, zu unterstützen.

Stilistisch klar abgetrennt sind die reale und die Märchenwelt und trotzdem sind beide schön anzusehen. Alle Charaktere sind stimmig animiert, so dass es dem einen oder anderen tatsächlich schwindelig werden wir, als wir in luftigen Höhen auf einem Mauervorsprung entlang balancieren oder bei einer Unterwasserszene mehr als einmal nach Luft schnappen müssen. Der Soundtrack ist passend ausgesucht, ebenso die Stimmen der Darsteller. Etwas langatmig erweisen sich die unzähligen Dialoge und Zwischensequenzen, bei denen uns aber auch die Möglichkeit gegeben wird, diese zu überspringen oder wenigsten schnell durchzublättern.

Von den vier Modi ist einer davon kundenorientiert. Das bedeutet, dass wir aus verschiedenen Punkten auswählen können, wie wir diesen gestaltet haben möchten. Wir können Einfluss nehmen auf die Bereiche Glitzern, Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringen, die Karte, die Einführung und auf die Hinweise zu Gegenständen, zusätzlich noch auf diejenigen, die mit einem Plus gekennzeichnet sind. Eine änderung ist jederzeit während des Spiels über das Menü möglich.

Anstelle eines Journals oder Tagebuchs steht uns ein Tablet zur Verfügung. Dort werden vor allen Dingen viele Informationen zu Rätseln hinterlegt. Auch unsere Spielzeit ist da nachzulesen, die Karte ist zusätzlich integriert, ebenso die aktuellen Aufgaben. In einigen Kapiteln wird uns Gears, die Helfereule zur Seite gestellt. Mit ihrer Hilfe ist es uns möglich, an höher gelegene Orte zu gelangen. Gegenstände, die mit einem Plus markiert sind, treffen wir gelegentlich im Inventar an. Vielen müssen wir etwas hinzufügen, manchmal spielen wir aber auch ein Rätsel oder ein Wimmelbild. Im Spielverlauf erscheint immer wieder ein Buch oder ein Schriftsatz. über dieses Element bekommen wir Einblick in die Hintergründe der Geschichte. Verbunden ist das Ganze mit dem Suchen von abgebildeten Dingen. Erst wenn wir diese gefunden haben, wird uns der nächste Satz darin präsentiert.

Insgesamt stoßen wir auf 10 Wimmelbilder. Alle spielen wir nur einmal. Auch hier haben sich Mad Head Games einige ganz interessante Versionen ausgedacht. Eine Umriss-Suche ist so gestaltet, dass wir ein Bild mit sich drehenden Zahnrädern sehen. Nach Umrissen müssen wir dann die passenden Teile auswählen. In einer anderen Szene durchsuchen wir mehrere Fernsehprogramme, um alle aufgelisteten Objekte zu finden. Einmal passiert es auch, dass wir Vorgaben erhalten, die wir erfüllen müssen, um das Wimmelbild zu lösen. In der Sammlerediton befinden sich nur darin 16 Chamäleonobjekte.

Die fast 30 Rätsel sind dagegen nicht so abwechslungsreich. Optisch fügen sie sich zwar einwandfrei in ihre Umgebung ein und passen auch hervorragend zum Spielverlauf, der Schwierigkeitsgrad dagegen ist in den meisten Fällen sehr niedrig gehalten. Unsere Aufgabe ist es beispielsweise Einzelteile eines Schlüssels richtig zu positionieren, per Gabelstapler Kisten an vorgegebene Stellen zu verschieben, Juwelen an die richtige farbliche Aussparung zu drehen, die Eule durch einen Hindernisparcours zu manövrieren oder auch gleiche Paare zu finden. Die Erklärungen zu den Minispielen sind wie immer gut nachvollziehbar und sehr anschaulich dargestellt. Zusätzlich wurde durchgehend eine Neustartfunktion eingebaut.

Nach einer durchschnittlichen Spielzeit wirkt das Finale zwar sehr kurz, bietet aber doch noch eine überraschung. Im ca. 45-minütigen Bonuskapitel müssen wir nochmal zurück nach Taleworld, um erneut unsere Familie zu retten. In der Sammlerediton verbirgt sich zudem noch ein verstecktes Kapitel, das eigentlich ein Casino ist, in dem wir Black Jack, Solitäre, einen Shooter usw. beliebig oft spielen können. Wer dort mindestens 500 Punkte erreicht, kann ein gewöhnliches Puzzle freischalten. Zusätzlich können wir 45 Karten einsammeln, die Voraussetzung sind, um die Schatzsuche freizuschalten. Dort ist es unsere Aufgabe, in jeder Szene einen vorgegebenen Gegenstand aufzuspüren. Erst wenn wir alle Objekte gefunden haben, erhalten wir die Erlaubnis, das Casino zu besuchen. Auch einige Auszeichnungen, wiederspielbare Wimmelbilder, Wallpapers, Konzeptkunst und Musik sind vorhanden.

„Nevertales: Rauch und Spiegel“ ist gerade grafisch gesehen ein echter Hingucker. Während die Wimmelbilder viel Spaß bereiten, wäre es wünschenswert gewesen, diese Abwechslung auch auf die Rätsel anzuwenden. Die vielen Dialoge können zu Ermüdungserscheinungen führen, obwohl die Geschichte an sich durchaus Unterhaltungswert besitzt. Die Probestunde ist hier ein guter Querschnitt, da die Leistung auch gegen Ende nicht nachlässt und immer auf dem gleichen Niveau bleibt.


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