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Nevertales: Die Inspiration des Schöpfers


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: MadHead

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 08.08.2018


Kurz, ordentliche Wimmelbilder, mit kleinen Schwächen, aber unterhaltsam
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Dein Vater, Schöpfer der Taleworld, wird vermisst, seit du ein Kind warst. Nun erhältst du eine Nachricht, die eine Möglichkeit aufzeigt, wie er gefunden werden kann. Es stellt sich heraus, dass er in seiner eigenen Schöpfung gefangen ist. Cyrus, wieder einmal einer dieser üblen Magier mit Weltherrschaftsambitionen, ist der Verursacher auf dem Weg, die Inspiration, die Taleworld geschaffen hat, für sich zu Nutze zu machen.

Die Grundkonstellation der Geschichte ist also alles andere als neu. Jedoch wird dies durch die Einbettung in ein fantasievolles Universum als nicht allzu lästig empfunden. Die Geschichte selbst wird geradlinig vorangetrieben, ohne logische Probleme, aber auch ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Das Ende kommt viel zu schnell und wird darüber hinaus schon wieder durch ein komplett schwachsinniges Minispiel erreicht.

Der Abenteuerteil muss wohl als durchwachsen bezeichnet werden: Zwar kommen weniger Standardaufgaben vor als heutzutage leider üblich, aber es treten leider auch hier wieder viel zu viele Schlüssel und Embleme auf. Da wäre etwas mehr Einfallsreichtum wünschenswert gewesen. Und die ebenso nervige wie vollständig überflüssige Einblendung von Aufgaben, die nicht abgestellt werden kann, nervt.

Die Szenen sind sehr schön gestaltet, mit Animationen hier und da. Die Farbpalette hätte für den Geschmack vieler etwas dezenter ausfallen dürfen. Die auftretenden Charaktere sind professionell gestaltet mit passenden Dialogen. Negativ fällt hier erneut der nervige Cyrus mit seiner überheblichen Art auf. Die Dialoge lassen sich auf Wunsch überspringen, wobei das dummerweise nicht immer klappt.

Die Wimmelbilder sind recht abwechslungsreich. Wir haben hier unter anderem die bekannten Wortsuchlisten mit kleinen Interaktionen, einmal auch mit eingebettetem Minispiel, mehrfach Suchlisten als Silhouetten und eines, das ziemlich komplex ist. Dazu darf natürlich auch die Variante nicht fehlen, in der ein teil der Geschichte erzählt wird, wobei Symbole zu suchen sind. Sie lassen sich nicht durch eine Alternative ersetzen und werden ergänzt durch sehr einfache Suchbilder.

Die Minispiele decken einen Bereich ab zwischen sehr einfach, meist aber gut gemacht, und mittelschwer. Es treten sogar einige auf, die wir nicht schon hunderte Male gesehen haben. Alle lassen sich überspringen und auch zurück setzen, wobei allerdings die Neustartfunktion zumindest bei einem nicht korrekt funktioniert: Wir landen hier nicht bei der Ausgangsstellung.

Die Sammlerausgabe kann eher nicht empfohlen werden. In jeder Szene gibt es eines dieser üblichen Madhead-Symbole anzuklicken (suchen wäre ein unpassender Ausdruck), dazu jeweils ein weiteres Sammelobjekt, ebenso wenig versteckt. In den Wimmelbildern gibt es Chamäleonobjekte. Wimmelbilder können nach gespielt werden, Minispiel wieder nicht. Dazu der übliche Stoff aus dem Papierkorb der Entwickler.

Fazit:
Das Spiel ist viel zu kurz, mit ordentlichen Wimmelbildern, gemischten Minispielen, unterhaltsam vorgetragener Geschichte. Dabei treten hier und da kleine Mängel auf. Speziell wegen der mangelnden Länge kann nur eine eingeschränkte Empfehlung ausgesprochen werden. Aber für ein nettes Spielchen zwischendurch ist es vor allem Novizen durchaus ans Herz zu legen.