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Nearwood


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: MagicIndie

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Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 10.08.2013
Deutsch (Normal): 15.11.2013

Märchenhaftes Spiel mit hohem Niedlichkeits-Faktor
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Nachdem unsere Mutter unter mysteriösen Umständen verstorben ist, erhalten wir als Jane Lockwood, Jahre später den Schlüssel zu unserem Elternhaus. Als wir dort eintreffen, sind wir nicht alleine. Fey, der Berater von Nearwood, erwartet uns bereits im Anwesen. Wenn wir die Wahrheit über das Verschwinden unseres Vaters erfahren wollen und alles wieder zum Guten wenden möchten, dann müssen wir ihm folgen und die magische Welt von Nearwood retten, das von einer bösen Macht übernommen wurde.

Wir halten uns gar nicht lange Zuhause auf. über ein Portal betreten wir eine wunderschöne, phantasievolle Landschaft mit unglaublich niedlichen Kreaturen. Doch wir kommen nicht viel zum Staunen, unser neuer Freund redet ununterbrochen auf uns ein. Da machen wir uns lieber schnell auf den Weg, um Antworten auf unsere Fragen zu finden.

Wählen können wir aus drei Schwierigkeitsgraden. Im entspannten Modus lädt der Tipp und die überspringen-Funktion schneller, aktive Bereiche werden durch ein Glitzern gekennzeichnet. Für fortgeschrittene Spieler ist die Aufladezeit länger und das Flimmern entfällt. Im Expertenmodus haben wir weder den Hinweis-Button noch die Skip-Taste zur Verfügung, außerdem können wir nicht auf die Karte zugreifen, die dieses Mal einige Besonderheiten aufzuweisen hat. Wir sehen auf ihr unseren aktuellen Standort und die Orte, an denen noch etwas zu tun ist. Allerdings muss das nicht unbedingt jetzt sein. Zudem müssen wir uns gut überlegen, ob wir die Reise-Option nutzen, denn danach muss sich das Transport-Amulett der Karte neu aufladen und ist erst nach einiger Zeit wieder startklar. Die Wege innerhalb des Spiels sind nicht zu lang, und da wir immer sehen können, wo wir uns gerade befinden, gibt es auch bei der Orientierung keine Probleme.

Auf klassische Wortsuchlisten wurde im gesamten Spiel verzichtet. Das am häufigsten in Erscheinung tretende Element ist die Umriss-Suche. Jedes Bild spielen wir zweimal zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Dabei suchen wir immer ähnliche Gegenstände, die sich am Ende zu einem  Objekt fürs Inventar zusammensetzen. Ein einziges Mal wird von uns verlangt, 1o Schnecken und Schildkröten zu sammeln und zweimal treffen wir auf die Variante, bei der wir bereits in der Szene vorhandene Gegenstände in ein dort befindliches Bild einsetzen.

Die 19 Minispiele des Hauptteils sind sehr vielfältig und decken die ganze Palette von leicht bis schwer ab. Aber selbst die Rätsel, bei denen die Messlatte etwas höher angelegt ist, können wir durch etwas Logik gut lösen, eine Restart-Funktion ist vorhanden, falls wir uns mal zu verzettelt haben. Wir treffen auf alte Bekannte, wie das Sortieren von Bücherrücken zu einem vollständigen Bild, drehen Sternekonstellationen, bis sie eine bestimmte Form erreicht haben und spielen Mahjong. Dazwischen gibt es aber auch Minispiele in neuer Verpackung. Einmal müssen wir nicht nur Scheiben in die richtige Position drehen, sondern diese auch noch mit einer bestimmten Anzahl an Gewichten beschweren, damit sie überhaupt rotieren. Ein anderes Mal gibt es eine Schachvariante, bei der die Figuren auf ein vorgegebenes Feld gestellt werden müssen, wir diese aber nur mit den Bewegungen des klassischen Schachspiels dort hin befördern können.

Neben der Karte und dem Handbuch haben wir noch eine Tasche im Gepäck. Dort werden unter anderem Rezepte aufbewahrt, die es uns ermöglichen, den ein oder anderen wertvollen Trank zu brauen, um mittlerweile zu Bösewichten mutiere Bewohner wieder in gute Kreaturen zu verwandeln.

Zusätzlich sammeln wir 111 putzige Snoop-Sees ein, die allerdings auch im Bonuskapitel versteckt sind. In jeder Szene können wir bis zu 3 dieser drolligen Gesellen ausfindig machen. Pro drei gefundener Snoop-Sees schalten wir eine Seite der Snoop-Sees Enzyklopädie frei. Darin erfahren wir mehr über die Geschichte dieser Figuren, was aber für den Handlungsverlauf völlig unwichtig ist.

Was bei „Forest Legends: The Call of Love“ vom Entwickler Alawar Stargaze noch vollkommen in die Hose ging, wurde hier bedeutend besser gelöst. Die Geschichte hat nach guten 3,5 Stunden ein nachvollziehbares Ende, das Brauen von wenigen Zaubertränken macht Laune und der Schwierigkeitsgrad ist auf einem vernünftigen Niveau, ohne unlösbar zu sein. Lediglich das pausenlose, ausführliche Geplapper unseres Weggefährten Fey ist nahe an der Grenze zum Unerträglichen. Die Idee mit der eingeschränkten Nutzungsfähigkeit der Karte wird vermutlich nicht jedem von uns zusagen, führt aber dazu, dass wir auch mal selber darüber nachdenken müssen, wo wir unser Inventar einsetzen können.

Das Bonuskapitel der Sammleredition beschert uns eine zusätzliche Stunde Spielzeit, darin müssen wir Nearwood vor den Eis-Wächtern retten. Die Handlung ist eigenständig und spielt an völlig neuen Orten. Es wirkt nicht abgeschnitten, sondern tatsächlich so, als ob es von Beginn an eine Sammleredition hätte werden sollen. Das Niveau der Rätsel lässt keinen Augenblick nach und selbst eine von mir so verhasste 3-Gewinnt-Variante im großen Finale macht durchaus Spaß. Natürlich fehlen auch nicht die üblichen Features wie Wallpapers, Konzeptkunst und Musiktitel, die sind aber eher bescheiden gehalten.

 Kleiner Tipp: Zu Beginn hatte ich immer einen unschönen schwarzen Rahmen um das gesamte Bild. Ich bin ihn dadurch losgeworden, in dem ich „Wide-Screen“ unter Optionen abgewählt habe, und mich komplett aus dem Spiel ausloggte. Beim erneuten Starten war ich dann die Umrandung los.

„Nearwood“ ist ein unglaublich tolles Fantasy-Spektakel. Es ist geradlinig und trotzdem fassettenreich, es ist niedlich und trotzdem nicht kitschig und es logisch ohne zu einfach zu sein. Wer Wert auf gute Unterhaltung in farbenprächtigen Bildern legt, gerne auf blutrünstige Schauplätze verzichtet und sich auf die Geschichte einlässt, dem ist dieses Spiel wärmstens zu empfehlen.


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