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Nancy Drew Dossier: Fluch im Filmstudio
Nachlese
Herausgeber:Her Interactive
Entwickler:Her Interactive

Wenn Du Nancy Drew Dossier: Lights, Camera, Curses! auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
deutsche Version: 13.06.2010

Nach 19 verschiedenen Nancy Drew -Abenteuern, haben die Autoren beschlossen, Nancy Drew endlich dass machen zu lassen, was viele Spieler am liebsten tun: Nach versteckten Objekten zu suchen. Lights, Camera, Curses! ist das erste einer neuen Reihe, Nancy Drew Dossiers. Und es bietet neben ausreichend Ähnlichkeiten zu den bekannten Point-and-Click - Abenteuern, neue Wimmelbildobjekte und einige Minispiele.

Es verschlägt Nancy an ein Filmset in Hollywood, wo ein Remake des Klassikers "Pharao" gedreht werden soll. Doch immer wieder passieren unerklärliche Unfälle, einige der Filmcrew sprechen bereits von einem Fluch, der über der Produktion hängt. Es liegt an Nancy herauszufinden, wer oder was versucht, den Film zu sabotieren.

Im Gegensatz zu den meisten Wimmelbildspielen hast Du bei Lights, Camera, Curses! keine Liste. Fährst Du mit dem Mauszeiger, dargestellt als eine Lupe über den Bildschirm, siehst Du, dass verschiedene Dinge bläulich schimmern. Klickst Du dort wirst Du ein deutliches Bild bekommen und eine kurze Beschreibung. Wenn es kein Artikel ist oder ein Brief, den es zu lesen gilt um wichtige Hinweise zu bekommen, dann suchst Du nach etwas, was zu diesem Gegenstand passt. Zum Beispiel klickst Du ein Poster an und siehst, dass es sich an einer Ecke von der Wand löst. Beim weitersuchen fällt Dir Klebeband auf. Klicke es an und es verbindet sich automatisch mit dem Poster, dass nun wieder sicher an der Wand klebt und Du kannst einen wichtigen Hinweis auf der vormals gelösten Ecke finden. Hast Du einen Hinweis gefunden, kannst Du ihn erst einmal deaktivieren, in dem Du ihn noch einmal anklickst. Brauchst Du ihn später, siehst Du an der Stelle ein Lupenglas, so dass Du erneut herumsuchen musst. Mit einem erneuten Klick aktivierst Du ihn.

Ausserdem hast Du eine Aktionsleiste: Wenn diese Leiste blau aufleuchtet, dann kannst Du mit dem Spiel interagieren. Etwas näher anschauen, die Taschenlampe benutzen, Schlösser knacke oder vielleicht etwas öffnen oder beiseite schieben.

Es gibt vieri verschiedene Minispiele: Ein Memory mit dem Du Deinen Punktestand erhöhen kannst, Tetris in drei unterschiedlichen Spielen (Datenbanken knacken, Drinks mixen und Schlösser knacken, während einer Unterhaltung die richtigen Fragen stellen oder Antworten geben und Hieroglyphen dechriffieren. Dazu kommen zum Ende hin drei zeitbasierte Spiele (von denen sich eines auch noch wiederholt). Und auch wenn das Tetris in drei verschiedenen Varianten angeboten wird, auf die Dauer empfand ich die Spiele als sich wiederholend und langweilig.

Für deutsche Spieler sei zu sagen, dass für das Spiel Englischkenntnisse wichtig sind. Nicht nur geben die gefundenen Objekte immer wieder auch Hinweise, was mit ihnen geschehen muss, dass Spiel mit den Fragen und Antworten bedarf ebenfalls ein gewissen Verständnis (im Walkthrough werden wir aber alle korrekten Antworten geben). Was mir eigentlich gut gefällt, ist, dass gerade mit diesem Spiel auch dafür gesorgt wird, dass der Spieler dem Spiel folgt. Unterhaltungen beziehen sich immer auf bereits Geschehenes und für korrekte Antworten gibt es Punkte. Natürlich kannst Du auch falsch antworten und bekommst dadurch dann weniger oder gar keine Punkte.

Ebenfalls Punkte gibt es für alle anderen Minispiele und einen Kettenbonus für korrekt hintereinander verbundene Objekte. Mit den Punkten steigst Du in der Detektiv Hierarchie auf und kannst so, wenn Du gut bist, ein anderes Ende für das Spiel erreichen.

Im Gegensatz zu der ersten Nancy Drew Serie, deren Grafiken eher photorealistisch 3D Aufnahmen waren, sehen wir in Lights, Camera, Curses! wunderbare handgezeichnete Szenen. Wirkungs- und stimmungsvoll, farbig, einfach schön. Die Musik, die sowohl das ägyptische Thema und Filmset des Spieles unterstreicht, als auch die etwas geheimnisvolle, mysteriöse Spannung einer Detektiv-Geschichte aufgreift, passt hervorragend. Die Stimmen der Charactere sind keine Computerstimmen sondern die von Menschen, was es angenehm macht, ihnen zuzuhören.

Mal abgesehen von der Art des Suchens und der Kombination von zwei zusammengehörenden Objekten bietet Lights, Camera, Curses! nicht all zu viel Neues im Wimmelbild-Sektor. Eher das Gegenteil. Aber das, was sie machen, machen sie sehr gut. Es ist ein Spiel, dass genau da aufhört, wo es beginnt, sich in die Länge zu ziehen und auch wenn das Spiel selber keinen hohen Wiederspielfaktor aufweisst, wer die Minispiele mag, kann diese im Arcade Modus immer wieder spielen. Wenn die Entwickler auch weiterhin soviel Einsatz zeigen, steht Nancy Drew in der Wimmelbild Szene einer weiteren Privatdektektiv-Karriere nichts entgegen.

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