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Myths of the World: Das Vermächtnis des Bösen


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 04.01.2017


Nicht lang, aber langatmig und langweilig
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Du spielst als die Nichte eines verstorbenen Archäologen, der offenbar direkter Nachkomme des antiken Römers Vespasian ist. Dieser war einer von zwei Hütern einer Schatulle mit höchst gefährlichem Inhalt und versagte dabei. Als Geist muss er nun infolge eines Fluchs weiter existieren. Dieser Fluch ging auf den Onkel über und nach dessen Tod ist er hinter dir her.

Nach Wahl eines der heute üblichen Spielmodi schafft es das Spiel, gleich von Anfang an durch Unglaubwürdigkeit zu nerven. So wirst du in einem brennenden Haus eingeschlossen (an sich schon schon alles andere als originell) und anstatt wie ein normaler Mensch unverzüglich dasselbe zu verlassen, wenn du das Feuer schon nicht löschen kannst, verbringst du wertvolle Zeit damit, alles mögliche im brennenden Haus zu suchen, unter anderem Bücher. Bücher, die du nicht etwa in Eile einsteckst, sondern auch noch in Ruhe liest. Was uns zum Stichwort wertvolle Zeit führt: Dieses Spiel vergeudet einen Großteil dieser Zeit damit, endlose Videosequenzen vorzuführen (die wenigstens abgebrochen werden können) und unfassbar dröge Minispiele mit einem dieser unsäglichen Apparate zu vergeuden. Diesmal handelt es sich um das sogenannte Licht von Valor, mit dem des öfteren als magische Linse versteckte Zeichen gefunden werden müssen und das auch als Verteidigung gegenüber dem oben erwähnten Geist von Vespasian dient.

Wir finden weiterhin die für Eipix typischen Wimmelbilder in diversen Variationen. Durchaus abwechslungsreich können sie zum Teil durch ein einfaches 3-Gewinnt ersetzt werden. Einige male allerdings sind die zu suchenden Objekte in der Liste durch sehr klein geratene Silhouetten angegeben, die so schlecht zu erkennen sind, dass man kaum eine reelle Chance hat.

Ebenfalls typisch für Eipix, dass wir bei den animierten Figuren, die wir treffen, Mitarbeiter oder auch Verwandte der Entwickler bewundern dürfen.

Die Minispiele reichen von einfallslos und unfassbar einfach bis hin zu mittelschwer. Dabei gibt es allerdings zumindest eines, das deutlich anspruchsvoller ist. Verschweigen sollten wir nicht, dass die Erklärungen teilweise unzureichend sind.

Die Sammlerausgabe wartet mit einem Angebot auf, das zufrieden stellen kann. Neben dem üblichen können wir in jeder Szene eine Lyra als Sammelobjekt finden, in den Wimmelbildern gibt es Chamäleonobjekte. Minispiele und Wimmelbilder lassen sich nach spielen.

Die Karte ist übersichtlich und erlaubt direkten Transport, der Tipp stellt ebenfalls eine Teleportfunktion zur Verfügung.

Die deutsche Fassung ist nicht fehlerfrei. Abgesehen von Grammatikfehlern werden wir tatsächlich mit einem Wasserkran konfrontiert.

Die Geschichte wird linear entwickelt und ungemein lahm voran getrieben. Alles ist darauf angelegt, möglichst umständliche Verrichtungen zu verlangen mit viel mehr Mausklicks als als angemessen. Dass schlussendlich tatsächlich schon wieder die Weltherrschaft von einem Gegenspieler angestrebt wird und dies mit einem dieser sinnlosen sinnlosen finalen Minispiele am Ende vereitelt wird. Rundet die Sache nur noch ab.

Fazit:
Wir haben hier ein technisch und grafisch durchaus ansprechend gestaltetes Spiel, das an keiner Stelle mit auch nur ansatzweiser Innovation aufwartet, unglaublich dröge und langatmig voran schreitet und neben durchschnittlichen Wimmelbildern bis auf wenige Ausnahmen langweilige oder viel zu primitive Minispiele bietet.