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Myths of the World: Die chinesische Heilerin


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 01.07.2013
Deutsch (Normal): 17.10.2013

Ein uns bis dato unbekannter Mann befrägt den Lord of Twilight, wie er das chinesische Reich einnehmen kann. Der Geist antwortet ihm, dass er dafür den Kaiser bei Seite schaffen muss. Da dieser jedoch ein großer Krieger ist, muss er an seiner empfindlichsten Stelle getroffen werden, seinem Sohn.

Nach dieser Einführung klopft ein Bote an unsere Tür. Wir sind in diesem Spiel Daiyu, der beste Heiler des Landes. Unser Besucher erzählt uns, dass der Sohn des Kaisers Yang Hao krank ist und wir sofort mitkommen müssen. Unser Abenteuer startet auf einem Schiff, das aber wegen zu wenig Wind keine Fahrt aufnehmen kann. Daraufhin beschwören wir Fei Lian, den Geist des Windes, mit einem Ritual und schon geht die Reise los. In unserer Kabine finden wir unser Arzneiköfferchen, in dem wir verschiedene Ingredienzien zu Pulver oder Tränke verarbeiten können.

Auf dem Festland angekommen, empfängt uns Bo, die beste Freundin des kranken Prinzen Jinhai. Da sein Onkel  Lei ihr den Zutritt zu ihm nicht gewährt, bietet sie sich uns als Fremdenführerin an, da sie mittlerweile alle geheimen Wege zum Palast kennt und sich selbst so Zugang zu Jinhais Krankenbett verschafft hat. Dort hat sie auch einen seltsamen Trank gefunden, den sie zuhause versteckt hat. Während sie diesen holt, statten wir dem Kranken unseren Besuch ab. Wir finden heraus, dass der Sohn des Kaisers vergiftet wurde und versuchen, ihn mit einem anderen Ritual zu heilen. Zu spät erkennen wir, dass uns Lei hereingelegt hat und können nicht mehr verhindern, dass sich Jinhai in Stein verwandelt. Wir entkommen nur knapp dem Gefängnis und nehmen die Verfolgung des Bösewichts auf, gleichzeitig müssen wir aber herausfinden, wie die Verwandlung von Jinhai rückgängig gemacht werden kann.

Eine wunderschöne, farbige, nicht zu überladene Grafik lässt uns ins frühe China eintauchen. Passende, unaufdringliche Musik untermalt die Handlung. Videoeinspieler erklären nach und nach die Geschichte und sind so knapp gehalten, dass wir uns ruhig die Zeit nehmen können, sie uns anzuschauen. Zwischen den einzelnen Szenen kann es zu kurzen schwarzen Bildschirmen kommen, wenn wir in den Optionen „HD-Grafik“ ausgewählt haben. Dennoch nehmen wir dies gerne in Kauf.

Wir kommen zügig voran, alle Gegenstände, die wir unterwegs finden, setzen wir auch zeitnah wieder ein. Selten haben wir ein Schloss vor uns, bei dem wir nicht schon den passenden Schlüssel dabei haben. Die Wege sind kurz und übersichtlich, trotzdem haben wir die Möglichkeit, eine Karte mit Springfunktion in Anspruch zu nehmen. Im einfachsten der drei Modi sind auf diesem Plan auch die Orte markiert, an denen noch etwas zu tun ist. Im Modus „Herausforderung“ fehlt dieser Punkt bereits, auch lädt der Tipp und die überspringen-Funktion langsamer. Und im Modus „Für Verrückte“ können wir uns keinerlei Hilfestellung mehr bedienen und sind auf uns allein gestellt. In einer Schriftrolle, die das Tagebuch ersetzt, können wir die aktuelle Aufgabe einsehen, und die Geschichte nachlesen. Das Handbuch ist übersichtlich, blättert allerdings nicht selbst mit.

Die zahlreichen Wimmelbilder mit Interaktionen spielen wir fast alle nur einmal. Zur Abwechslung gibt’s zwischendurch immer wieder mal eine Umriss-Suche. Alternativ können wir auch anstelle der Suchspiele Mahjong wählen. Alle Varianten sind allerdings sehr einfach, die Umriss-Suche driftet sogar ins lächerliche ab, was den Schwierigkeitsgrad betrifft.

Die größte Enttäuschung sind aber die Minispiele. Zum einen gibt es nichts, was wir nicht schon mal woanders gespielt hätten und dann auf einem Niveau, bei dem wir uns fragen, ob sich die Entwickler nicht einen Spaß mit uns erlauben wollen. Zum Beispiel müssen wir sechs unübersehbare Unterschiede zwischen zwei Bildern finden, oder wir malen einen Drachen aus, der nur aus drei Farben besteht. Dann gibt’s noch das Minispiel, bei dem Figuren übersprungen werden müssen, bis  noch eine Figur übrigbleibt. Wenn wir aber insgesamt nur 6 Figuren haben, ist das mit Sicherheit keine Herausforderung.

Wie Anfangs schon beschrieben haben wir auch einen Arzneikoffer im Gepäck. Während des Spiels  wird uns immer wieder gesagt, wann wir darauf zurückgreifen können. Dann haben wir die Möglichkeit, die Tasche zu öffnen und einen bestimmten Gegenstand aus unserem Inventar am Rand abzulegen. Eine Kugel rollt von links nach rechts und zurück, und wenn sie sich im grünen Bereich befindet, klicken wir einen blinkenden Gegenstand in der Tasche an. Das machen wir immer dreimal, bis sich der vorher abgelegte Gegenstand in einen Trank verwandelt hat. Im fortschreitenden Spielverlauf bemerken wir, dass die Kugel zwar etwas schneller rollt, aber sonst ändert sich nichts am Ablauf.

Nebenbei sammeln wir noch 41 Kraniche ein, die sich alle im Hauptspiel befinden. Wenn wir alle gefunden haben, erhalten wir dafür eine von 26 Auszeichnungen, die ebenfalls so angelegt wurden, dass sie gut zu schaffen sind. Nach ca. 3,5 Stunden beenden wir unser Abenteuer mit einem kurzen, aber abgeschlossenem Ende. In der Sammleredition, die ca. 45 Minuten länger dauert, wir dieses Ende noch weitergeführt, mit neuen Schauplätzen, vielen Wimmelbildern und noch einfacheren Minispielen. Neben den gewohnten Extras wie Wallpaper, Musik und Filmsequenzen, gibt es ein richtig sehenswertes, lustiges Making Of und die Möglichkeit, alle Wimmelbilder und Minispiele noch einmal zu spielen.

Myths of the World: Die chinesische Heilerin hat eine wunderschöne Verpackung, bei der alles stimmt und die man sich gerne ansieht. Doch wie so oft im Leben ist unter einer schönen Verpackung dann doch nur das Allerwelts-Geschenk verborgen, dass man schon fünfmal im Schrank hat, und die Freude darauf ist so rasch verflogen wie sie gekommen ist. Wer allerdings noch nie ein Wimmelbildspiel gespielt hat und sich einmal daran probieren möchte, der hat hier den richtigen Zeitpunkt erwischt, denn nie war es leichter!


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