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Myths of the World: Gestohlener Frühling


tassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Maja K.
Datum: 09.11.2013
Deutsch (Normal): 11.03.2014

Ein sehr schönes Spiel ... für den Kindergarten
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Gerade noch sinnierst du, aus dem Fenster schauend, über den furchtbar langen Winter, als du hinter dir eine Stimme hörst, die dich als „Kind des Frühlings“ anredet. Erstaunt drehst du dich um und entdeckst eine weibliche Gestalt im Spiegel. Sie stellt sich als Vesna, Göttin des Frühlings vor und behauptet von Morana, der Göttin des Winters entführt worden zu sein und dass nur du, also das Kind des Frühlings, in Lage seist sie zu retten. Sollte es dir misslingen, wird es für immer Winter bleiben.

Dein Abenteuer in Myths of the World: Stolen Spring beginnt nach der Wahl des Schwierigkeitsgrades. Es gibt, wie so oft, die üblichen 3 Modi plus einem 4ten, den du dir selber zusammenstellen kannst. Bei Nichtgefallen kann der Modus während des Spiels auch gewechselt werden. Alle wichtigen Hinweise werden in deinem Journal aufgezeichnet, dazu gesellt sich noch eine Aufgabenliste.

Je nachdem, ob dein PC dafür ausgestattet ist, kannst du in den Optionen HD Grafik aktivieren. Aber auch wenn dir dies nicht möglich ist, gibt es an der Grafik nichts auszusetzen. Sehr schöne Schauplätze, viele Details, sanfte Farben, gute Animationen! Dagegen sind die Zwischensequenzen allerdings leider etwas verwaschen, pixelig und unscharf.

Natürlich musst du Myths of the World: Stolen Spring nicht ohne gewisse Hilfen bestreiten: Die Tipp-Funktion zeigt dir zuverlässig die einzuschlagende Richtung. Sollte die nächste „offene Baustelle“ weiter entfernt sein, wird ein Portal geöffnet. Eine sehr schön gestaltete 3D Karte zeigt dir wo etwas zu tun ist und transportiert dich. Eine eher lästige Hilfe ist ein sogenannter Frühlings-Pinsel (ja! So wird er wirklich genannt!!) um dünne Eisschichten weg zu pinseln. Diese Prozedur dauert zu lange und die zur Belohnung am unteren Bildschirmrand erscheinende Sonnenblumen-Bordüre plus Regenbogen ist einfach mehr als überflüssig. Warum Eipix sich diesen Frühlings-Pinsel überhaupt ausgedacht hat erschließt sich nicht, denn für dünne Eisschichten braucht man eigentlich gar keine Hilfsmittel und für dicke Eisschichten ist er nicht zu gebrauchen, da musst du wieder auf den berühmten Eispickel zurückgreifen. Jetzt kommen wir zum Höhepunkt der Hilfsmittel: Ein Hermelin, dass wir benennen können. So weit so gut: ein Hermelin ist klein, flink und kann auf Bäume klettern, nicht wahr? Aber Eipix hat im Bio-Unterricht geschwänzt, denn dein Hermelin ist hier ein Nagetier (!!!), das dir alles Mögliche mit seinen Zähnen zurecht schnitzen kann. Hätte man da nicht direkt auf einen Biber zurückgreifen können? Das ist Volksverblödung auf hohem Niveau!! Und wo wir schon einmal bei der Biologie sind, liebes Eipix Team: Ein Maulwurf würde niemals einen Apfel essen.

Finden wirst du auch noch andere Ungereimtheiten. z. B. ziemlich am Anfang verschwindet der Schmied in seiner Schmiede und wartet auf dich und deine mitzubringenden Teile. Hast du sie gefunden, stellst du fest, dass der Ring zum öffnen der Tür fehlt (?). Den Ring findest du dann im Vorraum hinter einem verschraubten Gitter, nachdem dein Hermelin-Nagetier dir einen Schraubenzieher geschnitzt hat. (Das war übrigens der Zeitpunkt, wo ich das Spiel am liebsten abgebrochen hätte!!). Heiße Kohle füllst du in einen sehr breitmaschigen Metallkorb ohne dass auch nur ein Funke rausfällt. Dein aristokratischer Mitstreiter behauptet allen Ernstes, dass die Obstschale, die du ihm kredenzt hast, das leckerste Mahl sei, was er je gegessen hat??

Wimmelbilder wirst du etliche lösen. Anfangs nur hier und da, im letzten Viertel von Myths of the World: Gestohlener Frühling kommen sie „Schlag auf Schlag“ vor. 2/3 der WB sind nach Liste mit ein paar Dingen, die erst zusammengestellt werden müssen, wie einen Pfeil für den Bogen finden, den Deckel für die Teekanne finden, den Stiel von der Axt usw. (gähn). Der Rest der WB beschränkt sich auf eine übersichtliche Umriss-Suche: Hat man die ersten Gegenstände erst einmal gefunden, kann man die restlichen mehr oder weniger wahllos anklicken. Statt den Wimmelbildern kann man ein (auch wieder unverschämt einfaches) 3-Gewinnt Spiel wählen.

Die Minispiele sind ALLE durchgängig als sehr einfach einzustufen gepaart mit Einfallslosigkeit! Hier findest du: Zahnräder richtig einsetzen, Memory (auch in verschiedenen Varianten), Kacheln vertauschen oder auch drehen bis sie ein Bild ergeben, Seile entwirren, Ring-Rotationen. aber alles von der SEHR einfachen Art. Und gerade als du denkst „Ah! Da kommt ja ein ‚Turm von Hanoi‘-Puzzle“ entpuppt sich dieses als schnödes und unglaublich leichtes Teile-Vertauschen Spiel!

Schließlich findet Myths of the World: Gestohlener Frühling mit 6 Kapiteln nach knapp 3 Stunden ein überaus zufriedenstellendes Ende nach einem lächerlichen Endkampf-Minispiel... Das Bonuskapitel, in der Sammlerversion angeboten, hat tatsächlich Bonus-Charakter, weil es dich, als Kind des Frühlings, zwar mit einbezieht, aber mit der Vorgeschichte rein gar nichts zu tun hat. Zudem wird der Hermelin-Nager durch ein Pixie (eine Mischung aus Kobold und Elfe) ersetzt.

Die Sammlerversion beinhaltet außerdem neben dem üblichen Einerlei, wie Hintergrundbilder, Zwischensequenzen, Musik, Konzept-Kunst auch noch Auszeichnungen (einige die du dir verdienen kannst - andere erhältst du zwangsläufig), wiederspielbare Minispiele und Wimmelbilder. „Versteckte“ Münzen sind im Hauptspiel zu finden um für unseren debilen Hermelin-Nager sein Zimmer einrichten zu können und ihn zu bekleiden.
Dazu noch ein sogenanntes „Making-Of“, was aber gar keines ist: Die Eipix Mitarbeiter singen, musizieren und veranstalten Rennen mit Bürostühlen. Na, wenn das mal nicht viel über Myths of the World: Gestohlener Frühling aussagt. In den vergangenen Eipix Spielen war das Making-Of noch ganz kurzweilig.

Die Enttäuschung von Myths of the World: Gestohlener Frühling lässt sich kaum in Worte fassen! Eine ganz gute Grafik macht noch lange kein gutes Spiel aus. Die Geschichte ist weder spannend, noch interessant. Die Wimmelbilder entsprechen dem Durchschnitt und die Minispiele sind ein alter Hut und dazu noch viel zu einfach! Vieles lässt darauf schließen, dass Eipix unter großem Zeitdruck gearbeitet haben muss (oder eben zu viel gesungen haben), vor allem weil sie das Spiel gegen Ende noch schnell mit Wimmelbildern vollgestopft haben um Myths of the World  künstlich in die Länge zu ziehen. Aber so lange sich noch genügend Käufer finden, werden eben diese Eipix recht geben und Eipix wird es uns mit weiteren Spielen dieser „Güte“ danken.


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