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Mystery Trackers: The Void


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download: BigFish Games.de

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Autor: Sonja R.
12.11.2010

Deutsche Version: 27. 01. 2011


Void Mansion wurde bereits 1890 erbaut und über all die Jahre war es im Besitz der Void-Familie. In den letzten 10 Jahren jedoch stand es leer und wurde von berühmten Leuten infiltriert, von denen leider drei spurlos verschwanden. So machst du dich im Auftrag einer Detektei auf die Suche nach dem Schriftsteller Kevin String, dem Magier Jerald Springs und der Schauspielerin Rebecca Thatcher. Und plötzlich taucht auch noch ein Sirius Void auf! Was ist mit ihnen allen passiert, wo sind sie?

Dieses Spiel ist konform zu allen anderen Wimmelbild-Abenteuern, wie sie heutzutage aussehen und mal gut, mal schlechter sind. Aber es hat zwei Eigenschaften, die es dann doch etwas von der Masse abheben. Auf diese Eigenarten gehe ich später noch ausführlicher ein.

Zunächst kommst du zum Haus und musst dir Einlass verschaffen. Dazu nutzt du in der Regel Inventarobjekte, jedoch gibt es natürlich auch Türen und Durchgänge, die du so passieren kannst. Diese Inventarobjekte findest du an den Orten herumliegend, wenn du mit dem Mauszeiger die Szene absuchst. Bei einer greifenden Hand solltest du den Gegenstand unbedingt aufnehmen. Und das Absuchen ist notwendig, denn sie werden dir nicht durch ins Gesicht springende Glitzernebel oder andere visuelle Effekte angezeigt, sonder eher dezent.

Anders ist es mit den Wimmelbildern, die zu einem grossen Anteil im Spiel vertreten sind. Diese erkennst du an einem Glitzernebel, nur manchmal nicht sofort. Es kann gut sein, dass du zunächst einen Koffer öffnen musst, um den verräterischen Nebel und die entsprechende Suchszene entdecken zu können. Die Objekte auf deiner Suchliste sind nicht zufällig und auch hier geht ein Objekt daraus in dein Inventar. Die Suchszenen bestehen aus Nahaufnahmen des Bereichs, an dem das Wimmelbild gelagert ist und die Suchobjekte passen hinein. Sie sind sogar oft so geschickt integriert, dass du ein Problem hast, ein Objekt in seiner natürlichen Umgebung wahrzunehmen. Auch sieht bei beispielsweise 4 Schleifen jede von ihnen anders aus.

Die Wimmelbilder sind eine der erwähnten, positiver Eigenarten dieses Spiels. Nicht, weil sie so gut passen und klasse gemacht sind - obwohl das manchen Spielen auch fehlt. Nein, es gibt hier nicht das übliche "an den Anfang zurück dackeln, weil ja irgendwo ein neues Wimmelbild sein könnte". Das gibt es hier nämlich nicht. Jede Suchszene ist einmalig und wird mit Sicherheit nicht später noch einmal auftauchen, wenn du sie abgeschlossen hast.

Du kannst auch gar nicht zum Anfang zurück, um nachzusehen, ob sich dort etwas neues ergeben hat. Natürlich arbeitest du dich immer weiter vor, kommst an Orte, an denen du vorher nicht gewesen bist und musst auch zu dem einen oder anderen zurück. Aber du kannst nie sehr weit zurück, denn das Spiel ist in Kapitel aufgeteilt, die in sich abgeschlossen sind. Und nun kommen wir zu der zweiten Besonderheit: Diese Kapitelabschlüsse sind so gekonnt in den Spielfluss eingearbeitet, dass du sie nicht wahrnimmst. Du merkst nur irgendwann, dass du in ein Areal nicht zurückkannst. Ist auch nicht nötig, denn dort hast du alles erledigt. So bleibt dir unnötiges Laufen kreuz und quer durch das Spiel erspart, weil du vielleicht gerade nicht weiterkommst und nach einem Hinweis suchst.

Dafür gibt es aber natürlich auch den Tipp. Er zeigt dir in Suchszenen den Fundort eines Objekts, ausserhalb davon bekommst du einen Texthinweis. Nun gibt es solche und solche Texthinweise, diese hier sind auf dem Punkt und nützlich. Du wirst durch sie erinnert, was du vorher irgendwo gesehen hast und dass da etwas erledigt werden kann. Der Tipp selbst besteht übrigens aus dem Frosch des Magiers, den du gleich zu Beginn in der Eingangshalle einsammelst. Er sitzt im Frack mit Hut auf dem Koffer, winkt dir zu und wartet nur darauf, dir zu Diensten zu sein. Benutzt du ihn, springt er in deine Richtung von seinem Sockel, bleibt während der nicht allzu langen Aufladung verschwunden und klettert dann aus dem Hintergrund auf seinen Sockel zurück.

Sein Quaken begleitet dich während des ganzen Spiels, als wenn er sagen will: "Hier bin ich, benutz mich, wenn du nicht weiterkommst!". Auch die anderen Hintergrundgeräusche sind passend und angenehm, ebenso wie die Musik. Von der Grafik gar nicht zu reden, die ebenfalls sehr gelungen ist.

Aber was wäre so ein Abenteuer-Wimmelbild ohne Minispiele? Dafür ist es wichtig, auf die Lupe an der Maus zu achten. Sehr oft, nicht immer, benötigst du einen Inventargegenstand, um ein Minispiel absolvieren zu können. Auf Wunsch kannst du dir eine Erklärung aufrufen, die dir aber nicht aufgezwungen, d.h. nicht direkt angezeigt wird. Nach kurzem Aufladen kannst du auch überspringen.

Für diese Minispiele ist es wichtig, Notizen einzusammeln. Auch hier ist man einen etwas anderen Weg gegangen: Notizen landen nicht automatisch im Tagebuch, sondern müssen von dir eingesammelt werden. So wird kein Zettel uninteressant. Die Geschichte ansich wird zwar darin weitergeführt, aber ohne eingesammelte Notizen kann dir öfters die Lösung eines Minispiels fehlen. Sie sind am Anfang eher seicht, steigern sich dann aber etwas, umso weiter du kommst. Ausserdem sind sie sehr phantasievoll gemacht.

Die Handlung wird jedoch nicht nur im Buch fortgeführt, sondern auch in kleinen Filmsequenzen innerhalb des Spiels. Du erfährst während deines Fortkommens im Herrenhaus oder später im Berghotel immer, warum was passiert. Und du willst das Ende der Geschichte erfahren. Zwischendurch wirst du Gorilla-Wächtern begegnen, die zwar angsteinflössend aussehen, aber mit dem richtigen Gegenstand ganz lieb werden. So wirst du z.B. auf einem Balkon einen Gorilla antreffen, der um seinen Schaukelstuhl Bücher verteilt hat. Gib ihm ein Buch aus deinem Inventar und du kannst beobachten, wie er auf dem Bauch liegend, Lesebrille auf der Nase, in deinem Buch schmökert. Und dir natürlich keine Schwierigkeiten mehr macht.

Mystery Trackers: The Void ist ein absolut empfehlenswertes Spiel. Besonders hervorheben möchte ich, dass nichts durch unnötiges Laufen in die Länge gezogen wurde. Die eher im längeren Bereich liegende Spielzeit beinhaltet ausnahmslos Spiel und nichts anderes. So ganz nebenbei kannst du Auszeichnungen erspielen, der Wiederspielwert wird dadurch gesteigert. Einziger, aber eher unbedeutender, Minuspunkt sind die nicht zufälligen Suchlisten. Die Collectors-Edition bietet neben üblichen Extras etwa eine Stunde zusätzliche Spielzeit, die an die Geschichte anschliesst.


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