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Mystery Trackers: Die Phantome von Raincliff


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 16.02.2014
Deutsch (Normal): 13.06.2014
Abwechslungsreiches und grafisch sehr gutes Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer
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Reporterin Emilie White wird aufgetragen, die längst verlassene Stadt Raincliff auszukundschaften. Dort gab es unlängst Nachrichten über verdächtige Aktivitäten, die vermutlich aber nur auf abergläubischem Unsinn basieren. Trotzdem ist die Redaktion davon überzeugt, dass das Ganze eine gute Story abgeben könnte. Doch noch während der Dreharbeiten zu ihrer Reportage wird Emilie entführt. Da kommen wir wieder mal als Detective ins Spiel, denn unsere Aufgabe ist es, die verschollene Journalistin ausfindig zu machen und die mysteriösen Vorgänge in Raincliff aufzudecken.

Ganz gelingt es Elephant Games zwar nicht, die düstere Stimmung des vor ein paar Jahren erschienenen  Vorgängers „Mystery Trackers: Raincliff“ einzufangen, aber deshalb ist die Grafik nicht minder sehenswert. Scharfe, detaillierte Bilder begleiten uns vom ersten Moment an. Dazu passt dann auch die dezent gehaltene Hintergrundmusik und die vielen reizvollen Kleinigkeiten, die es nach und nach zu entdecken gilt. Auch bei der Stimmenauswahl wurde voll ins Schwarze getroffen, die Zwischensequenzen sind kurz und knapp und die Dialoge halten sich in Grenzen.

Hier ist es nicht verkehrt, sich die Einführung anzusehen. Denn es gibt doch allerlei Dinge zu beachten, die sowohl für die Sammler- als auch für die Normalversion interessant sein dürften. Vermutlich nur in der Sammleredition haben wir die Möglichkeit, in einen Frost-Modus zu wechseln. Das bedeutet, dass wenn das Thermometer zu weit absinkt, wir nicht mehr weiterspielen können, bis wir einen wärmenden Gegenstand finden. Das können Heiß-Getränke sein, warme Kleidung und ähnliches. Zusätzlich zählen diese Objekte auch zum zweiten Teil der Auszeichnungen, die es nur im Frost-Modus zu erreichen gibt. Dann sind da noch diverse Inventarutensilien, die mit einem Pluszeichen versehen sind. In diesem Fall besagt es nicht zwingend, dass sie mit einem anderen Gegenstand kombinierbar sind, sondern erstmal nur, dass wir uns diese Stücke in eine Groß-Ansicht zoomen können. Dann ist es möglich, sie mit bereits im Inventar befindlichen oder noch zu findenden Gegenständen zu kombinieren oder sie auszupacken, um eine hilfreiche Sache fürs Weiterkommen darin zu finden oder aber, wenn es sich um die Kamera handelt, eine Kassette dort einzulegen und uns Filmsequenzen anzusehen. Nach der Filmsequenz erhalten wir dann ein Polaroid-Foto und wenn wir den Ort ausfindig machen, den dieses Bild zeigt, verbirgt sich dahinter immer ein Geheimversteck, in dem viel Nützliches verborgen ist.

Ein Journal zum Mitlesen gibt es nicht, aber alle wichtigen Informationen erhalten wir auf anderen Wegen, so dass wir nicht mitzuschreiben brauchen. Eine Karte mit Transportfunktion zeigt uns die Szenen an, in denen im Augenblick etwas zu tun ist. Leider ist sie dabei nicht immer ganz zuverlässig und markiert auch dann Orte als aktiv, wenn dort keine Aufgaben zu erledigen sind oder nur Zwischenschritte möglich sind. Hundertprozentiger Verlass ist nur auf den Tipp, der uns direkt vor Ort die Stelle einkreist, an der noch Unerledigtes auf uns wartet. Gibt es in der Szene nichts zu tun, zeigt er uns per Bild an, wo wir hin sollen. über dieses Bild gelangen wir auch direkt zu dem dargestellten Platz.

Wieder zur Seite gestellt ist uns Elf, der Detektiv-Hund, der auch in den anderen Teilen nicht fehlte. Er klettert für uns unter Toren hindurch oder in Rohre und diverse andere Verstecke, an die wir selbst nicht herankommen. Und seine Bestimmung besteht in diesem Teil tatsächlich und ausschließlich nur darin. Glücklicherweise wurde auf diesen unsäglichen Shop und eine entzückende Hundebaby-Ausstattung komplett verzichtet. In „Mystery Trackers: Raincliff’s Phantoms ist er einfach nur ein Vierbeiner, der brav seine Aufgaben erfüllt.

Die Schwierigkeitsstufen sind in vier Kategorien unterteilt. Für Gelegenheitsspieler wird der normale Modus empfohlen, bei dem relaxtes Spielen garantiert ist. Dazu lädt der Tipp schnell  auf und interessante Bereiche glitzern. „Fortgeschrittene“ müssen länger auf den Hinweisgeber warten und auf die funkelnden Orte verzichten. Zudem sind Hinweise zu einzelnen Objekten nicht so ausführlich. Der schwere Modus empfiehlt sich für Vielspieler, die auf überspringfunktion und Tipp verzichten können. Als vierten und somit kniffligsten Schwierigkeitsgrad gibt es die Stufe „Detektiv“, in der alle vorher genannten Punkte wegfallen und der von keinerlei Hinweisen unterstützt wird.

Insgesamt finden wir 11 Wimmelbilder vor, die wir alle nur einmal besuchen und in großzügigen Abständen verteilt sind. Neben Wortsuchlisten gibt es in einigen davon klitzekleine Minispiele und weniger aufwändige Interaktionen. Alle Gegenstände sind bestens zu erkennen und das Objekt, das am Ende in unser Inventar wandert ist auch eines, nachdem wir zuvor gesucht haben. Viele Wimmelbilder öffnen sich übrigens erst dann, wenn wir vorher ein Rätsel gelöst oder eine andere Aktion ausgeführt haben, was tatsächlich Sinn macht und hervorragend ins Spiel passt, da immer und überall eine Verbindung mit der Geschichte hergestellt wird.

Die knapp 20 Rätsel sind zwar nicht herausfordernd, aber doch unterhaltend. Einige sind mit wenigen Handgriffen erledigt und werden uns deshalb auch oft nur im Fenstermodus angeboten, andere dagegen sind nicht nur grafisch aufwändig gestaltet, sondern bedürfen zudem einiges an Tüftelarbeit und Geduld bis wir sie gelöst haben. Die meisten Puzzles sind zwar nicht neu erfunden worden, aber dennoch so interessant verpackt und abgeändert, dass auch altbekannte Formen nicht langweilig werden. So brauen wir einen Trank, setzen Zahnräder passend zusammen, leiten Elf durch ein Labyrinth und versuchen uns an verschiedenen Rotations- und Verschiebe-Rätseln. Immer können wir dabei auf eine Neustart-Funktion zurückgreifen.

Geduldige Spieler, die sparsam mit der Karte umgehen und alle Rätsel selbstständig lösen sind mit Sicherheit fünf Stunden beschäftigt, bevor das Finale eingeläutet wird. Es ist stimmig und knapp, wenn auch nicht ganz vollständig. Der fehlende Handlungsstrang erwartet uns dann nochmal mit einer guten Stunde im Bonuskapitel, das für meinen Geschmack ein zu „schmalziges“ abruptes Ende findet. Viele Schauplätze wurden vom Hauptteil übernommen, so dass es nur noch wenig Neues zu erkunden gibt. Als Extras stehen uns in der Sammleredition wieder mal Musik, Wallpapers und Konzeptkunst zur Verfügung. Aber auch 15 Sammelkarten in Form von Frosch-Figuren, die so gar nicht ins Bild passen, fehlen nicht. Dazu kommen etliche Auszeichnungen, die sich aber alle nur auf das Lösen der Rätsel und Wimmelbilder beschränken. Wie bereits erwähnt können wir im Frost-Modus noch einige besondere Trophäen erringen, die durch das Auffinden einer bestimmten Anzahl von Chamäleon-Objekten pro Sparte frei geschalten werden.

Wir benötigen für „Mystery Trackers: Die Phantome von Raincliff“ kein Vorwissen aus „Mystery Trackers: Raincliff“, da es sich um eine eigenständige Geschichte handelt, die auch ansatzweise interessant ist, aber der insgesamt doch die Spannung fehlt. Dafür haben wir wunderbare Grafiken, viele tolle, kreative Ideen und kurzweilige Rätsel. Anscheinend haben sich Elephant Games doch die Kritiken vom Vorgänger „Mystery Trackers: Silent Hollow“ zu Herzen genommen und vieles verbessert und sogar noch schöner gestaltet als zuvor. Alles in allem ist dieses Spiel eine Bereicherung für jede Sammlung, ob es allerdings die teure Collector-Edition sein soll, muss jeder selbst für sich entscheiden. Mit der Normalversion macht man auf jeden Fall nichts falsch und dafür gibt es alle verfügbaren Daumen nach oben.


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