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Mystery Trackers: Raincliff


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download: BigFish Games.de

Wenn Du Mystery Trackers: Raincliff auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 20.05.2011


Als Mystery Tracker machst du dich in dem verlassenen Städtchen Raincliff auf die Suche nach fünf verschwundenen Studenten. Diese hatten eine Forschungsgruppe gegründet um seltsame Vorkommnisse zu erforschen. Schnell findest du die ersten Studenten. Sie leben aber sind bewußtlos. Schwarze Rosen verströmen ein seltsames Gas. Dazu kommen sichtbare und unsichtbare Phantome, die dir offensichtlich ans Leben wollen. Und wer ist Belle? Warum will sie dir helfen? Oder ist die scheinbare Hilfe nur eine Falle?

Zu Beginn wählst du deinen Modus. Neben den beiden üblichen Modi, die sich im Wesentlichen durch Aufladegeschwindigkeit von Tipp und Überspringfunktion unterscheiden, gibt es noch den Hard-Modus, der weder Tipp noch eine Überspringfunktion anbietet. Nicht zu empfehlen, da nur einige Puzzle die Neustartfunktion haben - da aber, wo es für einen solchen Modus nötig wäre, fehlt sie.

In den bereits zugänglichen und den von dir erarbeiteten Räumen kannst du dich frei bewegen. Wimmelbilder gibt es nur wenige im gesamten Spiel, Inventarobjekte dagegen reichlich und gerade anfänglich wirst du vieles durch sammeln oder Rätsel/Puzzle erhalten ohne sie einsetzen zu können. Später geschieht das einsetzen dann schneller, weil du immer wieder weite Wege zurücklegen musst für ein Teil, dass du vorher eben nicht bekommen konntest. Mystery Trackers: Raincliff mag vieles sein, gradlinig ist es nicht.

Die vielen Puzzle rangieren von sehr einfach bis zu Kopfnüssen, die meisten sind an dieser Stelle logisch und nachvollziehbar. Wie bereits erwähnt, einige eignen sich durch eine Neustart-Funktion tatsächlich zum knobeln, andere dagegen eben nicht. Hast du erst ein oder zweimal (falsch) geklickt wird die tatsächliche Lösung nur schwer und nicht mehr nachvollziehbar zu erreichen sein. Der in der Collector-Edition beigefügte Strategy Guide ist an mindestens einer Stelle falsch, an einer definitiv zu aufwendig und verwirrend, an anderen Stellen nicht wirklich aufschlussreich. Die Puzzle selber sind grafisch stets anders aufgebaut, haben aber wenig wirkliche Unterschiede. In der Hauptsache wirst du drehen müssen um Bilder zusammen zu setzen. Allerdings so gut gemacht, dass es tatsächlich eine Weile dauert bis man merkt wie wenig Unterschiede es in der Spielmechanik gibt. Und das schaffen nur wenige und ist durchaus als Pluspunkt zu werten.

Die Grafiken selber, abgesehen von den Schauspielern sind wirklich großartig und sehr atmosphärisch. Nicht nur wegen der Rennerei, sondern auch sonst weißt das Spiel eine überdurchschnittliche Länge auf. Die Collector-Edition fügt dem nicht nur ca. eine Stunde Spielzeit hinzu, sondern auch ein Erweiterung der Geschichte. Eine tragisch rührende Erweiterung, die so manches im Spiel erklärt, was für den Normalspieler eher ungelöst erscheinen wird. Doch auch die eigentliche Geschichte entwickelt sich zum Schluss hin ein klein wenig unerwartet. Das spielerische Ende allerdings ist einfach nur nervig, denn auch hier wurde durch erzwungene Rennerei (unnötige) Länge erzielt.

Es gibt viel zu entdecken in Raincliff. Und ohne gute Orientierung oder Karte wirst du vermutlich noch mehr laufen. Das Spiel selber bietet keine Karte an, sobald unsere Lösung online ist, findet ihr in dort aber eine, die euch die Orientierung um einiges erleichtern wird. Es ist mir unverständlich, warum Entwickler bei einem solchen eigentlich hochwertigen Spiel auf so etwas verzichten. Der sich wieder aufladende Tipp, ein Frosch, ist recht präzise. Er zeigt dir einen bisher übersehenen Gegenstand oder gibt dir Texthinweise, was du wo als nächstes zu tun hast. Wobei letzteres nicht die nächste logische Aktion ist, sondern nur irgendeine. Die Musik ist angenehmen, die vielen Animationen sind nett gemacht.

So mancher wird dieses Spiel nicht spielen können. Mit über 1 Gigabyte hat das Spiel alle Grenzen eines normalen "Casual Games" verlassen und man braucht viel Speicherplatz und einen gut ausgestatteten PC um da noch ein vernünftiges Spielerlebnis zu haben. Abstürze oder ein lahmendes Spiel liegen in diesem Fall nicht in erster Linie an eurem PC, sondern dass der Entwickler ein Techtelmechtl mit den "großen" Abenteuer eingegangen ist. Echte Schauspieler, eingebaute Videoanimationen und aufwendige Grafiken tun ihr Übriges. In dieser Hinsicht ist das Spiel unnötig aufgebläht. Gerade die Schauspieler sind so völlig fehl am Platz. Nur einer bewegt sich tatsächlich mal (und dies mit der Überzeugungskraft einer toten Staubfluse) und ansonsten fügen sie der Story nichts hinzu.

Die Mystery Trackers Serie, die offensichtlich ein Nachfolger der Mystery Case Files werden soll (bzw. Mystery Case Files sind, nur eben unter anderem Namen) hat das Ziel verfehlt. Dem eigentlich sehr gute Spiel fehlt es an wichtigen Punkten. Ob es jetzt die Spielbarkeit für einen Teil der Spieler ist, die nicht vorhandene Karte oder die fehlende Neustartfunktion in Puzzle obwohl ein Hardmodus ohne Überspringfunktion angeboten wird, Mystery Trackers: Raincliff fehlt das gewisse Extra. Es ist kein sehr gutes Spiel, weil es da fehlt, wo aus gut eben sehr gut wird. Konnte man bei Mystery Trackers: The Void über kleine Minuspunkte noch hinwegsehen, hier kann man das nicht mehr. Gerade zu Anfang fehlt ein Handlungsstrang, kannst oder willst du nicht in einem durchspielen, wirst du Probleme haben, dich noch zu erinnern, was alles wo war, noch zu holen, noch zu erledigen war, weil du so vieles gesehen hast, dass noch nicht erledigt werden konnte. In dem Fall versagt auch der Tipp, der dich nicht an den logischsten Ort schickt, sondern an irgendeinen und dich damit noch mehr verwirrt und und noch mehr unsinnig hin- und her laufen lässt.

Hochwertig in der Entwicklung, in der Größe und grafisch? Ohne Zweifel. Hochwertig im Spielerlebnis? Nein, es ist eben, trotz aller Größe, ein Spiel, dass exakt dem Standard der heutigen Spiele entspricht und da dann eben an kleinen, aber wichtigen Punkten versagt. Aber: Es ist nicht nur den Probedownload, sondern auch den Kauf wert. Sogar in der Collector Edition, da die mit zusätzlichen Orten aufwartet und von der Story her ein echtes Extra bietet. Nur ein Top-Spiel, eine gute Nr. 2 ist es eben nicht.

 


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