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Mystery Trackers: Der Horror von Nightsville


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 01.04.2015
Deutsch (Sammler): 04.05.2015


Nette Geschichte, allerdings komplett ohne mystische Elemente und mit kinderleichten Rätseln
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Dieses Mal führt uns unser Weg nach Willowsville, weil dort ein Kind entführt wurde. Die Einwohner sind sich sicher, dass der „Eulenmann“ dahinter steckt, der zum benachbarten aber verhassten Nightsville gehört. Mit detektivischem Spürsinn suchen wir einen vermeintlichen Tatort nach dem anderen auf, um immer wieder neue Beweise zu sammeln. Aneinandergereiht stellen wir fest, dass alles anders ist, als es scheint und sich Dritte den Zwist zwischen den beiden Städten zu Nutze machen, um ihr wahres Vorhaben durchzusetzen.

Gleich von Beginn an prasselt eine wahre Flut an Informationen auf uns herab. Dialoge über Dialoge, Einspieler über Einspieler und besondere Fähigkeiten wohin das Auge blickt. Die Darsteller sind trotz allem gut animiert, die Bilder klar und deutlich und nicht zu opulent gestaltet. Während einiger Gespräche lässt man uns zwar die Wahl, zu welchem Thema wir die nächste Frage stellen möchten, letzten Endes müssen wir aber dennoch alle verfügbaren Punkte auswählen, lediglich die Reihenfolge bleibt uns überlassen. Und haben wir gerade ins Geschehen hinein gefunden, kommt mit Sicherheit wieder ein Filmchen und/oder eine Erzählung, so dass der Spielfluss in einer Tour ins stottern gerät.

Der Tipp funktioniert des Öfteren besser als die Karte und bei beiden ist es möglich, sich schnell zu einem anderen Ort transportieren zu lassen. Allerdings sind die Wege kurz, so dass wir durchgehend die Orientierung behalten und alles zügig zu Fuß erledigen können. Im Inventar befinden sich wieder Objekte, die mit einem Plus versehen sind, was fast immer bedeutet, dass wir noch etwas hinzufügen müssen. In vielen Szenen wird das aktuelle Bild nach links oder rechts erweitert, manchmal auch erst nach einem erneuten Besuch. Dies können wir an den Pfeilen erkennen, die sich dann an den Seitenrändern befinden. Unser treuer Gefährte Elf hilft uns, an Stellen zu gelangen, die nur für Hunde zugänglich sind oder ein gewisses Pensum an Buddelarbeit verlangen. Wenigstens haben die Entwickler dieses Mal in Sachen Inventar mitgedacht, so dass etliche Ausrüstungsgegenstände auch länger in unserem Besitz bleiben und mehrmals verwendet werden.

In vielen Räumen erscheint ein magisches Auge. Dann liegt es an uns, den Modus per Knopfdruck zu wechseln. Dort sehen wir eine Szene, in der etwas verändert wurde. Einige Dinge können wir sofort an ihren ursprünglichen Platz zurückstellen, andere wiederum fehlen noch und müssen durch anklicken der Umrisse in den vorgesehenen Feldern abgelegt werden. Haben wir nach einiger Zeit alle Utensilien gefunden und richtig platziert, wird uns per Zwischensequenz gezeigt, was sich in dem Zimmer wirklich abgespielt hat.

Um Verdächtige zu entlasten, müssen wir Beweise für ihre Unschuld sammeln. In der oberen rechten Ecke erscheint ein Kreis mit einem Fragezeichen darin. Dann werden drei Indizien benötigt, die wir an Hand ihrer Umrisse vorab sehen können. Sind alle Nachweise vorhanden, ist es an der Zeit weitere Gespräche zu führen, damit ein Unschuldiger seine Freiheit wieder erlangt.

Die äußerst wenigen Wimmelbilder sind recht abwechslungsreich gestaltet. In vier kleinen Feldern sind beispielsweise immer drei Gegenstände durch Umrisse dargestellt. Haben wir diese gefunden, erhalten wir ein Bauteil, um das Objekt zu vervollständigen, das anschließend in unser Inventar wandert. Bei einem Wimmelbild durchsuchen wir einen Gefangenen und arbeiten so Begriffe nach Liste ab. Ein weiteres Mal legen wir Dinge zurück ins Bild oder spielen eine klassische Wortsuchliste mit Interaktionen. Die einzelnen Orte wirken dabei sehr aufgeräumt und gar nicht überladen.

Neben einigen extrem einfachen Rätseln im Fenstermodus, gibt es eine überschaubare Anzahl größerer Minispiele. Drei davon sind sogar an die Mega-Rätsel von z. B. „Mystery Case Files: Fate’s Carnival“ angelehnt, aber doch deutlich einfacher. Bei allen anderen kann man kaum von einem Schwierigkeitsgrad sprechen, höchstens mal von geduldigem Probieren. Wir drehen ein paar Bauteile, um einen Stromfluss zu erzeugen, lassen Flaschen rotieren, bis ein vorgegebenes Muster erstellt ist oder zeichnen und fräsen einen Schlüssel nach. Und obwohl die Rätsel gut zur augenblicklichen Situation passen, haben sich die Entwickler hier so gut wie nichts interessantes einfallen lassen und die paar vorhandenen Puzzle auf allerniedrigstem Niveau erstellt.

Das Finale rundet in punkto Grafik das Spiel gelungen ab, alles wird restlos aufgeklärt und wer Wert auf eine Botschaft in der Handlung legt, wird diese hier auch finden. Im ca. 60-minütigen Bonuskapitel schlüpfen wir in die Rolle des Eulenmanns und müssen einen anderen Bösewicht an meist den gleichen Orten wie zuvor besiegen. In sich ist die Geschichte aber eigenständig und vom Hauptteil unabhängig. Extras sind zwar zur Genüge vorhanden, allerdings haben diese teilweise gar nichts mit dem Spiel zu tun oder einfach keinen Nutzen. Wir sammeln Chamäleonobjekte, Münzen und Figuren ein, die so einfach zu finden sind, dass für eifrige Sucher hier der Spaß auf der Strecke bleibt. Daneben gibt es noch Auszeichnung, Wallpapers, Konzeptkunst usw. Der geheime Raum bietet uns nochmal die Möglichkeit, die Rätsel erneut zu spielen, dann aber nach Zeitvorgabe.

„Mystery Trackers: Der Horror von Nightsville“ ist optisch sicherlich gut gelungen. Auch die Handlung ist stimmig und äußerst gut nachvollziehbar, wenn auch ohne einen Hauch von Mystery. Doch wegen den endlosen Zwiegesprächen und Filmen bleibt im Endeffekt wenig Nettospielzeit übrig. Die Probestunde ist hier besonders für diejenigen empfehlenswert, die lieber spielen als lesen, denn es ändert sich bis zum Schluss nichts mehr.


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