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Mystery Tales: Die Grauzone


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Domini Games

Download: Deutschland Spielt
Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 02.02.2015
Deutsch (Sammler): 24.05.2015


Abwechslungsreiches Wimmelbildspiel mit viel zu leichten Puzzlen und nur begrenzt abenteuerlich
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Nach einem anstrengenden Tag auf dem Highway 13 beschließen deine Tochter und du, in einem kleinen Motel eine Rast einzulegen. Doch schon kurz danach will eine Hexe den Körper deiner Tochter, um Unsterblichkeit zu erlangen, der Motelbesitzer bekommt grüne Augen und überhaupt ist nichts mehr so wirklich beschaulich. Auf der Suche nach Hilfe für deine Tochter musst du wohl auf das Unfassbare gefasst sein.

Schnell findest du eine Art Hutschachtel, die sich mit Hilfe von Bildern zu einem magischen Hilfsmittel entwickelt. Fünf Menschen wurden von der Hexe verflucht und sind gezwungen, einen bestimmten Gegenstand fest in der Hand zu halten. Gelingt es dir, den Fluch zu brechen, erhältst du besagtes Objekt und hast so zum Beispiel eine dauerhafte Feuerquelle oder einen immer zur Verfügung stehenden Hammer. Als weiteres Feature gibt es eine magische Kristallkugel. Wann immer du drei passende Edelsteine gefunden hast, kannst du dann in die Parallelwelt des Ortes gehen, an dem du dich gerade befindest bzw. wieder in die "Realtität" zurückkehren.

Wie du spielst, kannst du durch Auswahl von einem der vier Modi entscheiden, wobei einer davon individuelle Einstellungen zulässt. Als Hilfe gibt es neben dem Tipp auch eine Karte, die je nach Modus/Wunsch auch die aktuell wichtigen Orte anzeigt. Die Teleport-Funktion sorgt für schnelle Wege (die aber auch sonst nicht extrem lang wären), was für das teilweise nervige von A nach B-A-B-A-C-B. Der (ebenso wie die Karte zuverlässige) Tipp zeigt Objekte und/oder Richtungen an, ist aber nicht als Transportmittel ausgelegt.

Grafisch gut gemacht mit deutlichen Unterschieden zwischen den beiden Welten, wirst du auf deiner wenig spannenden, aber dafür arbeitsintensive Suche nach Hilfe für die Tochter, durch diverse Häuser, Gärten etc. kommen. Und viele Gegenstände zum Beispiel in Wimmelbildern suchen. Die sind außerordentlich gut gelungen, sind sie doch sehr facettenreich und bieten so ziemlich alles, ausser langweilige Nur-Wort-Suchlisten. Am Ende gibt es immer nur ein Objekt und das wird nach Benutzung weggeworfen. Doch durch die magischen Gegenstände hast du das Wichtigste ja stets bei dir. Die Inventare in den beiden Welten sind unterschiedlich - du nimmst nichts mit von der einen in die andere Welt, wirst aber in der Twilight-Welt änderungen in der Realität bewirken.

Die Puzzles in Mystery Tales: Die Grauzone sind zwar meist nett und passend gestaltet, größtenteils aber erschreckend einfach; häufig genug durch zwei Klicks zu lösen. Und wenn sie auch alle anders aussehen - es fällt schnell auf, dass es nur drei, vielleicht vier Varianten gibt, die sich ständig wiederholen. Der Einfallsreichtum ist eindeutig in die Wimmelbilder gegangen, für die Puzzles blieb nichts mehr übrig.

Auch der Abenteuerteil ist größtenteils auf der Strecke geblieben. Es gibt zwar viel zu tun, aber letztendlich ist es irgendwann nur noch enervierend, wenn wirklich alles und jedes verschlossen ist oder noch etwas fehlt. Die recht gradlinige Geschichte bietet wenig bis überhaupt keine überraschungen und genauso ergeht es dem Spielverlauf. Von den fünf Verfluchten hilfst du den letzten beiden so schnell, dass deutlich spürbar wird: Hier ist Geld und/oder Zeit und/oder Lust einfach ausgegangen. Die Spielzeit ist aber nicht überdurchschnittlich, sondern entspricht so gerade eben dem heute akzeptierten Standard. Zum Ende hin gibt es auch technische Unregelmäßigkeiten, du kannst Szenen wieder besuchen und Gegenstände nehmen, die du schon längst benutzt hast und obwohl das Töchterchen gerettet ist, liegt sie immer noch bewußtlos auf den Bett rum.

Die Sammleredition lässt dich Kaninchen, Katzen und Postkarten zusätzlich suchen und bietet einige sehr wenige Auszeichnungen, für die man nicht wirklich etwas tun muss. Findest du alle Katzen, wird anschließend noch ein Minispiel freigeschaltet, für eine Auszeichnung musst du Fragen bzgl. des Spieles beantworten. Dazu kommen Hintergründe, Musik und Kunst. Ansonsten gibt es noch ein recht kurzes Bonusspiel, dass an das Hauptspiel anschließt. Dabei geht es zwar um eine Fortsetzung, doch in der Normalversion gibt es ein befriedigendes Ende.

Die Sammleredition ist rausgeworfenes Geld, die Normalversion bietet aber ein gutes Spiel, vor allem für Suchfreunde. Puzzles und Geschichte sind zu kurz gekommen und wirklich in Fahrt kommt das Spiel nie. Trotzdem: Mystery Tales: Die Grauzone ist nicht schlecht, sondern bietet ausreichend Unterhaltung für den Preis einer Normalversion.


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