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Mystery Tales: Die verlorene Hoffnung


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Domini Games

Download (Sammler): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 28.01.2014
Deutsch (Sammler):22.06.2014


Höchstens durchschnittliches Wimmelbildabenteuer für Neueinsteiger
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Unser Schwager Emmett, der immer wie ein Freund für uns war, schickt uns einen Brief. Er lädt uns in die alte Heimat ein, an die wir eigentlich nur traurige Erinnerungen haben. Auch er ging vor längerer Zeit von dort weg, kehrte aber nun zurück und will uns unbedingt treffen. Eine kurze Passage im Brief, in der es um unsere verstorbene Schwester geht, macht uns stutzig und wir beschließen, seine Einladung nicht auszuschlagen.

Als wir in Reghin ankommen, müssen wir feststellen, dass Emmett einen mehr als schlechten Ruf genießt und sogar des Mordes an fünf hochrangigen Persönlichkeiten der Stadt verdächtigt wird. Ein grüner Geist, in dessen Begleitung sich unser Schwager befindet, macht die Sache nicht besser. Steckt Emmett wirklich hinter all den Verbrechen? Und warum geschehen seit einigen Tagen mysteriöse Dinge in dem örtchen?

Vielspielern müssten eigentlich schon bei der Einleitung die Nackenhaare zu Berge stehen. Anscheinend gibt es nur noch Spiele, in denen wir aufgrund eines Briefes und verschwundenen Personen irgendwo hinreisen sollen. Dieses Thema ist bereits so ausgelutscht wie ein Kaugummi, den man schon seit einer Woche im Mund hat. Nichts desto trotz, die Grafik ist in Ordnung, wenn auch gnadenlos überladen und die Musik ist so unauffällig, dass man sie spätestens nach fünf Minuten gar nicht mehr wahrnimmt. Die Stimmen der Akteure passen, allerdings handelt es sich bei allen um Bauchredner, da sie den Mund nicht ein einziges Mal bewegen. Das ist schon deshalb schade, da ein Großteil des Spiels aus Zwischensequenzen und Unterhaltungen besteht. Glücklicherweise können wir schnell weiter klicken oder auch die komplette Szene überspringen.

Insgesamt stehen uns vier Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Die Stufen „Normal“, „Fortgeschritten“ und „Schwer“ haben nicht veränderbare Merkmale. Im „Kundenmodus“ können wir uns allerdings den Schwierigkeitsgrad selbst zusammenstellen und aus folgenden Punkten wählen:
Einführung, Glitzern von aktiven Bereichen, Glitzern von Wimmelbildern, Aufgaben werden in der Karte gekennzeichnet und die Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringen, die jeweils im Bereich zwischen 15 und 90 Sekunden liegen darf. Zusätzlich erhalten wir ein Journal, das die Geschichte mitschreibt und ein Dossier beinhaltet. Darin werden uns Informationen über alle Personen, auf die wir stoßen, festgehalten, wirklich brauchen werden wir sie aber nie. Die Karte mit Springfunktion ist einfach zu bedienen. Zwar ist auch sie nicht in der Lage uns nur dann Orte anzuzeigen, wenn dort wirklich eine Aktion komplett durchzuführen ist, aber zur Orientierung ist sie ein wertvoller Begleiter.

Ziemlich zu Beginn erhalten wir ein Fläschchen mit einer Flüssigkeit, das in einen eigens dafür bereitgestellten Ständer am rechten unteren Bildschirmrand in unserem Besitz verbleibt. Wir können es immer dann benutzen, wenn grüne Gegenstände auftauchen. Diese werden durch den Flascheninhalt zu einem brauchbaren Objekt für unser Inventar verwandelt.

Zwischendrin werden es sich auch immer wieder Tiere in unserem Bestand gemütlich machen. Sie helfen uns einmalig als Werkzeugersatz unterschiedliche Dinge zu erhalten. Wobei das Thema Werkzeug hier auch ein leidiges ist. Mehr als einmal suchen wir nach Messern, Zangen, Brecheisen, Glasschneidern und so weiter und so fort. Doch immer dann, wenn wir ganz dringend eines dieser Hilfsmittel brauchen könnten, ist weit und breit nichts davon zu sehen, obwohl es eine Minute zuvor noch in Gebrauch war. Und so stehen wir beispielsweise vor einer Vitrine, haben ausnahmsweise einen Glasschneider im Gepäck, der da aber nicht funktioniert. Stattdessen ist es unsere Aufgabe, eine Schleuder zu beschaffen, um damit die Vitrine zerstören zu können. Dem einen oder anderen Spieler treibt es bei so viel Nachlässigkeit mit Sicherheit aus Wut die Tränen in die Augen.

Mehr Gedanken haben sich die Entwickler dann schon bei den Wimmelbildern gemacht. Insgesamt sind neun Stück vorhanden, die wir alle zweimal aufsuchen. Beim ersten Besuch bekommen wir Wortsuchlisten, in die kleine Interaktionen eingebaut sind. Alternativ können wir aber in dieser Konstellation immer ein klassisches Puzzle absolvieren, das keine große Herausforderung ist.
Wenn wir ein zweites Mal auf das Wimmelbild stoßen, sind die Gegenstände, die wir beim ersten Mal gesucht haben, als Bild angezeigt. Unsere Aufgabe ist es, sie zurück in die Szene zu setzen. Natürlich an andere und sogar sinnvolle Plätze. Und wem auch diese Variante der Wimmelbilder nicht gefällt, hat dann die Möglichkeit in ein 3-Gewinnt-Spiel zu wechseln, das allerdings auch recht einfach ist.

Ins Hauptspiel wurden sage und schreibe 26 Rätsel eingebaut. Oft dann, wenn Türen oder Kisten zu öffnen sind. Alle besitzen eine Neustart-Funktion, sogar die wenigen, die uns im Fenstermodus angeboten werden. Doch es gibt keine überraschungen. Wie auch bei der Handlung geht Domini Games hier auf Nummer sicher und setzt uns bewährtes Material vor. Wir drehen Ringe, Kacheln und Kugeln, setzen ein Fenster zusammen, umzingeln einen Gegenspieler mit unseren Spielsteinen und bugsieren einen Knopf durch einen Irrgarten. Nichts ist unlösbar, niemand wird vor eine harte Nuss gestellt und den ganz Ungeduldigen geht es mit Sicherheit auch schnell genug.

Das Minimum, was man beim Abschluss eines Spiels erwarten kann, wird uns dann auch nach ca. 4 Stunden geboten. Das liegt daran, dass erst im ca. einstündigen Bonuskapitel die Geschichte endgültig aufgelöst wird und wir nur so alle Fragen beantwortet bekommen. In diesem Zusatzteil sind die meisten der 12 Rätsel deutlich schwieriger und nur mit großer Ausdauer zu bewältigen. Für die Sammleredition hat man noch einen absolut unsinnigen Zoo eingebaut, dessen Tiere wir im Hauptteil finden. Mit Hilfe von Edelsteinen, die wir ebenfalls nur im Hauptteil einsammeln können, können wir unsere Tierpark-Bewohner dann mittels einer Maschine von ihrem Dasein aus Stein befreien und sie in „echte“ Lebewesen umwandeln. Mit Münzen, die gelegentlich zum Vorschein kommen, können wir in einem Shop unsere Inventarleiste oder den Flaschenhalter aufmotzen. Ein ebenso sinnloses Element wie der Zoo, das überhaupt nichts mit dem Spielgeschehen zu tun hat. Dazu gibt es einige wiederspielbare Rätsel und Wimmelbilder, 18 Auszeichnungen, Konzeptkunst, Musik und Wallpapers.

„Mystery Tales: Die verlorene Hoffnung“ hat keine großen Fehler, wenn wir tolerant über die verschwenderische Nutzung der Werkzeuge hinwegsehen. Aber es hat auch keine Highlights. Wer das Außergewöhnliche mag, ist hier definitiv falsch. Wer einfach nur des Spielens willen etwas sucht, sollte auf jeden Fall die Probestunde in Anspruch nehmen. Dass das Bonuskapitel vom Hauptteil abgeschnitten wurde, ist eine Frechheit und sollte nicht noch mit einem Kauf der Sammleredition belohnt werden.


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