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Mystery of Unicorn Castle: Meister der Bestien


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Meridian93

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Mystery of Unicorn Castle: Meister der Bestien auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 13.03.2014
Deutsch (Normal): 08.07.2014

Dunkles Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer ohne Pepp, aber mit guten Puzzles
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Das kleine Mädchen Sophie wurde entführt und du zur Hilfe gerufen. Das nur scheinbar verlassene Unicorn Castle könnte etwas damit zu tun haben und so machst du dich unverzüglich auf den Weg. Sophie ist schnell gefunden, ebenso schnell wieder verloren und böse und gute Geister säumen deinen Weg. Schnell wird klar: ein Warlock treibt schon lange sein Unwesen auf diesem Schloss, hat Ratten als willige Helfer und nur du kannst Sophie noch davor bewahren, als Energiequelle für das ewige Leben des Bösewichtes zu dienen.

Dunkel ist definitiv die liebste Stimmung des Entwicklers. In blau-grau-schwarz gehüllt erwarten dich nach der Modus-Auswahl alle Szenen des Spieles. 4 Modi erwarten dich, keiner davon hat einen Einfluss auf Karte, die ersten drei unterscheiden sich nur durch die üblichen Verdächtigen, Glitzer- und Aufladezeiten bzw. kein Tipp, kein Glitzer, kein überspringen. Im vierten Modus kommt erschwerend dazu, dass, anders als bei den ersten Dreien, die Moduswahl nicht jederzeit über die Optionen wechselbar ist.

Während du auf der Suche nach Hinweisen und Sophie das Schloss erforschst, wirst du diversen Seelen helfen müssen, denn nur dann werden sie dir helfen, den Warlock zu bekämpfen. Dabei kann es dir passieren, dass so eine Rettungsaktion sehr lange dauert, etwas was bei Mystery of Unicorn Castle: Meister der Bestien häufiger zu erkennen ist. Du schleppst Gegenstände endlos mit rum, ohne einen Einsatzort finden zu können oder aber eine "Baustelle" (deren Existenz du quasi schon längst vergessen hast) entpuppt sich erst lange nach der Entdeckung als relativ belangloses Versteck für etwas, dessen äquivalente du schon mehrmals in der Hand hattest, aber selbstverständlich unverzüglich als Einwegartikel entsorgt hast. Das gilt aber nicht für alles, einige Dinge sind dir auch zwei- oder mehrfach von Nutzen.

Hilfreich ist der Tipp (sofern im Modus vorhanden), aber wichtiger noch ist die Karte. Sie zeigt dir an, wo es aktuell für dich interessant ist und bringt dich per Klick-Teleport auch dort hin; ein Komfort, der sowohl bei der Vielzahl der örtlichkeiten als auch der verschlungenen Weg durchaus seine Berechtigung hat. Die Karte ist einfach gehalten und zeigt zusätzlich deinen Standort und noch verschlossene Orte. Außerdem werden aktive Suchszenen per Glitzer angezeigt. Das wiederum ist einfach notwendig, da gerade, aber nicht nur, zum Ende hin, Wimmelbilder an Orten auftauchen, die dir schon fast wie nie besucht vorkommen, so lange waren sie für dich schon abgeschlossen.

Die Wimmelbilder werden für den ein oder anderen Spieler zur Qual werden. Nicht nur, dass die immer vorhandene Klickstrafe für zuviel falsche oder zu schnelle falsche Klicks recht sensibel eingestellt ist; statt einer, wie üblich, kurzen Pause, wirst du hier dazu verdonnert, eine Rune nachzuzeichnen. Was ja nicht zwangsläufig immer auf Anhieb funktionert, zumal die Runen komplizierter werden. Das alles kann man machen, besonders dann, wenn man klare, gute Grafiken hat und Dinge versteckt, aber trotzdem sichtbar sind. Genau das ist hier aber nicht der Fall. Die dunklen, oft handgezeichnet wirkenden Bilder laden nicht dazu ein, eine Liste abzuarbeiten, wo manche Dinge zu klein oder undeutlich sind. Dazu kommen falsche Bezeichnungen, Gegenstände, die nur an wenigen Punkten anklickbar sind und als Höhepunkt benötigst du dann den Tipp, der dir hilft die Dinge aufzuspüren, die unsichtbar sind. Wirklich unsichtbar. Du klickst ins Leere. Dass dann die Tippaufladung lange benötigt und nur durch ein anzklickendes Geglitzer schneller wird, ist besonders dann sehr erfreulich, wenn diese Jagd auf die sich bewegende Glitzerkugel dazu führt, dass du die nächste Rune malen darfst. Die Szenen sind aber willkürlich und so wird dem ein oder anderen Spieler wohl die ein oder andere Fehlerquelle erspart bleiben.

Bei verschiedenen Aktionen gibt es eine Karma-Wahl. Entscheide dich für die eine oder andere Lösung (z.B. Schlange kriegt Sack über den Kopf oder wird erschossen). Die Wahl hat keinen Einfluss auf das Spiel, sondern die "richtige" Entscheidung bringt dir nur eine Auszeichnung, von daher ist anzunehmen, dass dies nur ein Bestandteil der Sammleredition ist, aber genau kann man das zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Auch in den Dialogen hast du zwei Antwortmöglichkeiten. In der "Natur der Dinge" liegt, dass du brauchst, was die Dialog-Partner zu geben haben und deshalb wird das Ergebnis am Ende immer das Gleiche sein.

Sehr gut sind die Puzzles in Mystery of Unicorn Castle: Meister der Bestien. Sie sind nicht neu, aber gut eingepasst und haben einen Schwierigkeitsgrad, der Unwillige oder Anfänger nicht frustrieren lässt, während Knobelfreunde trotzdem noch auf ihre Kosten kommen. Nicht begeistert von dem gesamten Spiel werden all die sein, die Angst oder Ekel vor Ratten haben, denn die finden sich anfänglich häufiger und werden erst zum Ende hin weniger. Hören allerdings kann man sie während des gesamten Spieles.

Geschichtlich schleppt sich das Spiel eher, als dass es voranschreitet. Sehr oft rennt (oder hüpft) man von A nach B, dann zurück nach A und von dort zu C um zu D und zurück zu C zu müssen. Das nervt, vor allem dann, wenn, wie erwähnt, die Baustelle schon längst nicht mehr im Kurzzeitgedächtnis gespeichert ist. 4 - 4,5 Stunden sind eigentlich eine gute Spielzeit (die Sammleredition gibt noch mal ca. eine Stunde dazu), ziehen sich aber teilweise wie Kaugummi.

Die Sammleredition bietet neben Musik, Auszeichnungen und Bildern 9 Puzzles und 4 Wimmelbildszenen (die du schon mindestens 2x, einige gar 3x gesehen hast) zum nachspielen. Sie ist, wie fast immer ihr Geld nur dann wert, wenn man einfach Sammlereditionen sammelt oder die integrierte Lösungshilfe möchte. Letztere ist nicht nötig, es gibt, schon wegen der Karte, keinen Moment, wo man wirklich nicht weiter weiß. Denn die Unabwägbarkeiten liegen grundsätzlich eher im "Wohin jetzt" als im "Was soll ich tun"

Mystery of Unicorn Castle: Meister der Bestien bietet nicht viel, was wirklich unterhält, langweilt aber auch nicht. Das Spiel plätschert nicht vor sich hin, sprudelt aber auch an keiner Stelle vor Lebens- bzw. Spielfreude. Das Thema ist unzählige Male durchgekaut, hat keinerlei neue Wendung, ist aber auch nicht so schlecht umgesetzt, dass man das Ende nicht doch erleben möchte. Der Probedownload bietet einen guten Einblick in das, was der Rest des Spieles bietet, daher ist dieser uneingeschränkt empfehlenswert.

 


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