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Mystery of the Ancients: Kein Entkommen


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Mariaglorum

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 26.05.2019

Bestes Wimmelbild-Abenteuer seit langem
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Nach Erhalt eines Anrufes von Freunden, die offenbar in einem Motel gefangen sind, machen wir uns auf den Weg. Das besagte Motel soll schon lange verlassen sein, wie uns mitgeteilt wird. Jedoch stellt sich heraus, dass dies maximal die halbe Wahrheit ist. Nicht nur werden wir anscheinend erwartet, es stimmt auch sonst nichts. Die Räume ändern sich laufend, wir werden laufend mit möglichen Ängsten konfrontiert. Zwar finden wir relativ schnell unsere Freunde, aber körperlich und geistig gesund wieder hinaus zu gelangen, ist eine ganz andere Sache.

Die Geschichte ist vom Ansatz her originell, was für heutige Verhältnisse erfreulich ist. Sie wird darüber hinaus auch sehr geschickt voran getrieben. Erst nach und nach klären sich die Zusammenhänge, endlich einmal wissen wir nicht von Anfang an, wer hinter dem ganzen steckt und welche Motive eine Rolle spielen.
Wir haben einen Helfer in Gestalt eines kleines Roboters zur Verfügung, der unter dem Gesichtspunkt der Niedlichkeit gestaltet ist, das nervt eventuell mache Spieler, passt aber sehr gut.

Grafik und Animationen sind hervorragend. Die Szenen und Details sind realistisch gezeichnet, ohne grelle Farben. Die Bewegungen der Figuren sind exzellent gemacht, alles läuft naturgetreu ab, einfach vorbildlich.

Die Wimmelbilder sind ebenfalls erstklassig: Sie variieren sehr schön und bieten darüber hinaus neue Formen, was wir kaum noch für möglich gehalten hätten. Einige bieten kleine Rätsel, Interaktionen sind zwar sparsam, aber da viele Suchobjekte wirklich gut versteckt sind, kommen Freunde des Suchens voll auf ihre Kosten.

Auch die Minispiele überzeugen. Viele davon sehen zunächst einfach und auch bekannt aus, bieten aber dann doch einen gewissen Kniff, der vom üblichen abweicht. Ihr Schwierigkeitsgrad reicht von leicht bis mittelschwer.

Die einzigen Schwächen finden sich im Abenteuerteil. Es treten wieder viele Embleme und Verwandte auf, wenn auch nicht in dem verheerenden Ausmaß wie zuletzt regelmäßig zu beobachten. Da auch Aufgaben auf ungewohnte Weise zu lösen sind, können wir das aber noch hin nehmen. Schwerer wiegt folgendes: Man kann den Eindruck gewinnen, dass mehrere Teams beteiligt waren, die völlig unabhängig voneinander arbeiteten. So wäre es zumindest zu erklären, dass eine Inflation von Staubwedeln und Isolierbändern auftreten. Ein kleines Pfusch kommt leider auch vor: Eine als kaputt bezeichnete Taschenlampe funktioniert tadellos, eine Kneifzange sieht wie eine gewöhnliche Kombizange aus. Das sind zwar ärgerliche, aber zu vernachlässigende Details, die angesichts der erwähnten Vorzüge nicht schwer wiegen.

Die Sammlerausgabe hätte gern etwas reichhaltiger ausfallen dürfen. In einigen Nahansichten können wir Sammelfiguren finden, die nicht allzu sehr versteckt sind. In allen Szenen ist jeweils ein Schlüssel versteckt, und die Formulierung "versteckt" passt diesmal wirklich. Wir können Minispiele nach spielen, aber nur sehr wenige. Leider können Wimmelbilder nicht wiederholt werden.

Fazit:
Mystery of the Ancients: Kein Entkommen glänzt in fast allen wesentlichen Belangen. Die Geschichte ist originell und gut erzählt, die Wimmelbilder überzeugen auf ganzer Linie, die Minispiele stehen dem nicht wesentlich nach. Nur im Abenteuerteil finden sich leichte Schwächen.