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Mystery of the Ancients: Eiseskälte

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: mariaglorum

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 11.02.2015
Deutsch (Normal): 12.06.2015

Geradliniges Wimmelbildabenteuer, das zwar nicht fordert, aber trotzdem Spaß macht
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Es ist bereits ziemlich lange her, seitdem wir unsere beste Freundin Kira gesehen haben. Deshalb ergreifen wir die Chance, als uns eine Einladung von ihr ins Haus flattert. Zwischenzeitlich ist sie verheiratet und so machen wir in dem Ort Baumholder auch mit ihrem Gatten Bekanntschaft. Doch wie aus dem Nichts streift ein merkwürdiger Blizzard durch die Stadt und im Hintergrund erscheint ein Turm aus Eis. überall wüten Eisriesen die alles und jeden einfrieren, der sich ihnen in den Weg stellt. Als auch noch Kira entführt wird, versuchen wir sie zusammen mit Viktor zu befreien.

Die Handlung selbst ist sicherlich einfach gestrickt und ohne große Drehungen und Wendungen. Nichts desto trotz gibt es durchaus spannende Momente und viele schöne gestaltete Schauplätze, so dass keine Langeweile aufkommt. Die Mitwirkenden sind auch beim Sprechen animiert. Passende Hintergrundgeräusche lockern die Geschehnisse auf und die vielen Zwischensequenzen sind tatsächlich sehenswert. Auch Tierliebhaber müssen auf den ein oder anderen kleinen Gesellen nicht verzichten, allerdings treten ein Waschbär, ein Eistigerbaby und beispielsweise eine Fledermaus immer nur kurz in Erscheinung.

Neben drei feststehenden Modi steht uns noch ein vierter zur Verfügung, den wir unserem Spielverhalten anpassen können. Allerdings sind die dafür zur Auswahl stehenden Punkte relativ überschaubar, so dass unsere Möglichkeiten nur begrenzt sind. Eine änderung ist zu jeder Zeit möglich.

Neben einem Journal, in dem wir die Zwischensequenzen noch einmal ansehen und unsere aktuellen Aufgaben einsehen können, besitzen wir auch eine Karte. Darüber ist ein schnelles Fortbewegen möglich, jedoch nur selten notwendig. Die Wege sind kurz gehalten, sehr selten müssen wir uns in einem größeren Radius bewegen. Im Inventar befinden sich des öfteren Gegenstände, die mit einem Plus gekennzeichnet sind. Das bedeutet fast immer, dass wir dort etwas einsetzen können, um diese zu vervollständigen oder zu reparieren. Störend ist die Tatsache, dass uns unsere Begleiter hin und wieder Symbole oder Schlüssel reichen, um ihnen etwas zu holen. Doch anstatt uns alle diese Objekte auf einmal zu mitzugeben, lassen sie uns mehrmals hin- und herlaufen, um ihnen noch weitere Dinge zu bringen. Zudem verbleiben nur wenige Utensilien in unserem Besitz, um sie öfter zu benutzen. Die meisten Gegenstände suchen wir mehr als einmal. Auch in der Programmierung sind den Entwicklern kleinere Fehler unterlaufen. Gelegentlich befinden sich noch Befehle im Dialogfeld, einmal können wir die Erklärung zu einem Rätsel nicht öffnen und ein anderes Mal wurde ein Plus-Objekt falsch gekennzeichnet.

Die wenigen Wimmelbilder sind durchgängig abwechslungsreich gestaltet. Wir sehen Umrisse und müssen danach Gegenstände suchen, die wir allerdings sofort wieder einsetzen können, um das nächste Teil freizuschalten. In einem anderen Fall steht in der Wortsuchliste ein überbegriff und wir müssen zwei dazu passende Dinge im Bild finden. So ähnlich funktioniert dann auch eine Umriss-Suche. Am Ende erhalten wir immer ein Utensil für unser Inventar. Außerdem spielen wir jedes Wimmelbild nur ein einziges Mal.

Die Rätsel sind ausnahmslos auf äußerst niedrigem Niveau, aber zumindest grafisch der Umgebung gut angepasst. Schön ist auch, dass bei einigen Puzzeln auf spielerische Art und Weise die Geschichte weitererzählt wird bzw. uns die Hintergründe dazu offenbart werden. Wir befreien Bretter vom Eis und entfernen diese, bevor sie erneut anfrieren, wir ordnen Figuren so an, dass sich alle an den Händen halten, wir lösen Rechenaufgaben, um eine Registrierkasse zu öffnen und wir tauschen Kacheln, um ein vollständiges Bild zu erstellen. Meistens gibt es sogar eine Neustart-Funktion.

Durch den geradlinigen Spielverlauf, werden geübtere Spieler nach guten drei Stunden das kurze und abgeschnittene Ende erreicht haben. Nahtlos geht es damit im Bonuskapitel der Sammleredition weiter, das nochmal ca. 60 Minuten dauert. Dieser Fakt ist deshalb bedauerlich, da zum einen in der Normalversion der Schluss fehlt und zum anderen das Zusatzkapitel wirklich noch einen kleinen Höhepunkt darstellt, vor allen Dingen was die Geschichte angeht, den erhöhten Preis deswegen aber in keinster Weise rechtfertigt. Hier werden wir ganz geschickt in eine Zwickmühle gebracht.
Die Extras beinhalten 25 Sammelobjekte in Form von Hasen und 6 Figuren, die die Charaktere zeigen. Zudem ist es möglich, 20 Auszeichnungen zu erringen, für jede Trophäe gibt es ein Puzzleteil und nur wenn wir alle erhalten haben, können wir dieses Puzzle auch komplettieren.

„Mystery of the Ancients: Deadly Cold“ ist schön anzusehen, stellenweise spannend und besitzt eine logische Handlung, so dass Anfänger sowie Fortgeschrittene zügig vorankommen. Rätselfreunde werden wenig gefordert, dafür haben sich die Entwickler bei den Wimmelbildern einiges einfallen lassen. Das fehlende Ende, die Kürze und die ein oder andere technische Nachlässigkeit machen es allerdings nur zu einem durchschnittlichen Spiel. Ob es die Sammleredition tatsächlich sein muss, muss jeder selbst entscheiden, die Probestunde bietet einen guten Querschnitt.


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