Mystery of the Ancients: Trübe Wasser


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: MariaGlorum

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 12.07.2016


Viel Unsinn, durchschnittlich gute Grafiken, in der Normalversion eine neue Wimmelbildvariante
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Eine romantischer Nachmittag auf dem See, eine wunderschöne Halskette, Familienerbstück. Doch damit zieht das Böse ein. Bob Price und seine Verlobte Sarah bitten dich um Hilfe und schon bei der Ankunft kannst du feststellen, dass es in Mud Creek unheimlich zugeht. Als du das Haus erreichst, geschehen unheimliche Dinge und du wirst Zeuge wie Bob's Verlobte von Arlene, einer unter mysteriösen Umständen verschwundenen Exfreundin von Bob, entführt wird.

4 Modi stehen zur Verfügung, dabei ist die individuelle Auswahl. Es gibt natürlich die Karte mit allen notwendigen Informationen und einen Tipp der auch als Reisegefährt dient, wenn du mehr als einen Schritt entfernt bist. Gleich zwei Helfer hast du ebenfalls. Zum einen ein Amulett, mit denen böse Geister vertrieben werden. Es kommt einher mit einem ziemlich langweiligen 3-Gewinnt-Ketten-Modus-Spiel. Der zweite Helfer ist ein Funkgerät. Mit diesem bleibst du mit einem quasi dritten Helfer in Verbindung. Deine Ziele liegen auf Inseln verstreut und du erfährst erst auf Insel A, dass du nun zu Insel B und dort dann dass du zu Insel C musst. Die meiste Zeit wird das Boot von Helfer Nummer 4, dem Bootsmann gesteuert, der dir während der Überfahrt die Geschichten der einzelnen Orte erzählt.

Bei den Wimmelbildern haben wir Wortsuch-, Puzzle- und Umriss-Suchen. Es ist nichts, was wir nicht schon gesehen hätten, aber die Suchbilder sind solide gemacht, Interaktionen durchaus nicht immer altbacken und unintelligent. Bemerkenswert ist, dass es sowohl im Hauptspiel, als auch im Bonusspiel der Sammleredition jeweils ein Wimmelbild gibt, das wir so noch nicht gesehen haben. Wir wollen hier nichts verraten, aber es ist davon auszugehen, dass man diese Versionen noch öfter sehen wird.

Die Puzzles in Mystery of the Ancients: Trübe Wasser kann man getrost als "unaufällig" bezeichnen. Sie sind nicht schwierig, sie sind grafisch wie das gesamte Spiel eher durchschnittlich und dankenswerter Weise auch nicht so zahlreich.

Der geneigte Spieler, der seinen Verstand nicht beleidigt wissen möchte, weint schon nach kurzer Zeit leise vor sich hin. Auf der Bühne erscheint: Der Reißverschluß. Zumndest ist nur einer im ganzen Spiel. Und echt jetzt, MariaGlorum? Die Fische unter Wasser müssen mit Fischfutter gefüttert werden? Man kann unter Wasser ein Feuerzeug anzünden? Ein in strömendem Regen liegender Heuhaufen lässt sich einfach so abfackeln, ein Feuerzeug muss ich in der Inventar-Nahansicht anzünden, es ist angezündet im Inventar und beim benutzen wird es wieder angezündet? Aber auch grafisch fallen Fehler auf. So ist zum Beispiel die ausgeschüttete Badewanne anschließend wieder voll.

Geschichtlich gehört MariaGlorum zumindest zu den besseren Erzählern und auch wenn wir schon früh erfahren, dass einiges nicht ganz so ist, wie es zu Beginn erscheint, es bleibt ein kleiner Spannungsbogen. Am Ende wird der Spieler Entscheidungen treffen müssen. Diese kann richtig oder falsch sein; ist sie denn "falsch" wird die Szene nochmal gespielt. Die spielerischen Abläufe sind recht voraussehbar, erfordern aber zeitweilig einiges an Laufleistung.

In der Sammleredition gibt es 25 Fledermäuse zu finden, außerdem 9 Statuen. Sowohl Fledermäuse als auch Statuen kannst du, hast du sie an einem bereits besuchten Ort übersehen, noch während des Spieles suchen. Klickst du in der Anzeige auf die freie Stelle, wirst du zum Ort gebracht und kannst dort Fledermaus oder Statue auch mit Tipp suchen. Das, kurzgehaltene, Bonuspiel ist eine alleinstehende Geschichte und erzählt Arlenes Geschichte. Hier gibt es ebenfalls eine neue Wimmelbild-Variante. Es gibt Auszeichnungen, ein Puzzle, falls du alle Puzzleteile gefunden hast, Konzeptentwürfe, Musik und Videos. Kurz gesagt: Mystery of the Ancients: Trübe Wasser reiht sich in die Liste der Sammlereditionen ein, die als Sammler ihr Geld auf gar keinen Fall wert sind.

Mystery of the Ancients: Trübe Wasser bietet eine Spielzeit am unteren Ende der Durchschnittsskala; noch nicht skandalös, aber weit entfernt von gut. Trotz einer neuen Wimmelbildvariante (eine zweite neue im Sammlerbonusspiel) kann es nicht wirklich überzeugen, ist in allen Belangen maximal Durchschnitt. Und egal wie neugierig man ist, für die eine neue Wimmelbildszene lohnt sich die Sammleredition ganz sicher nicht. Der Probedownload ist empfehlenswert, wem es in dieser Zeit gefällt, der wird sicherlich im Verlauf auch nicht enttäuscht werden.