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Mystery Legends: Beauty and the Beast


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Pixel Storm Entertainment

Download (Normal) BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Mystery Legends: Beauty and the Beast auch bewerten und die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 12.10.2011

Erinnerst du dich? In Mystery Legends: Phantom of the Opera nahm Pixelstorm Entertainment dich zum ersten Mal mit auf den schmalen Pfad zwischen Liebe und Besessenheit. In Mystery Legends: Beauty and the Beast geht es wieder um ein durchaus bekanntes Thema mit einem etwas anderen Ende und um die Abgründe der Liebe. Denn nachdem in der Originalgeschichte die Liebe Belle's das Biest vom Fluch einer bösen Magierin befreit hat, sollten sie eigentlich glücklich bin an ihr Ende leben.

Es zeigt sich aber schnell, dass böse Magierinnen sich nicht zwangsläufig an Hollywood-Drehücher halten. Belle erhält einen seltsamen Brief und eilt zurück ins Königreich um festzustellen, dass besagte Magierin jedenfalls nicht vorhat, sich schmollend zurückzuziehen und über das Böse im Guten nachzugrübeln. Fluchen ist ihre Bestimmung und somit ist der Prinz wieder ein Biest und Belle kann nur hoffen, dass ihr Glück sie nicht verlassen hat und sie ihren Prinzen und das Königreich erneut retten kann.

Nachdem du dich zwischen den drei unterschiedlichen Modi für den für dich richtigen entschieden hast, machst du dich als Belle in gewohnter Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer Manier auf den Weg. Suchen, finden, einsetzen, Puzzle und Rätsel lösen, Kristalle sammeln. Da nicht allein der Prinz, sondern auch die Bewohner des Königreiches verflucht sind, wirst du einige auf deinem Weg treffen und diese vom Fluch erlösen müssen. Das geht da erheblich einfacher als beim Prinz und du bekommst sogar eine Belohnung, irgendetwas was dir helfen wird. Je nachdem welchen Modus du gewählt hast, wirst du sehen, wo noch etwas zu tun ist und bist du in einer Gegend fertig, wird dir das ebenfalls gesagt. Falls nicht, hast du eine Karte, die dir anzeigt, wo es etwas zu tun gibt. Bei aller Magie ist diese Karte eher unmagisch. Schön, dass es sie gibt, weniger schön, dass sie im Buch ist und jedes Mal erneut aufgeschlagen werden muss, weil das Buch sich an einer weniger hilfreichen Stelle öffnet.

Zwar findest du den Prinzen nach jeder Kristallbefreiung wieder, allerdings kannst du von ihm keine Hilfe erwarten. Der Gutste ist ein ziemlicher Macho und gibt Belle nur Befehle: Gib mir dies, bring mir das. Typisch Mann halt, kaum ein wenig versteinert, schon können sie absolut nichts mehr selber erledigen. Auch an anderer Stelle ist die Geschwätzigkeit auf die Dauer gesehen ziemlich lästig. Die Wimmelbilder. Grafisch nicht unerfreulich bekommst du bei der Aktivierung unweigerlich so intelligente Sätze wie: "Mal sehen ob wir etwas finden". Erstaunlich, wenn dem nicht so wäre - immerhin spielst du ein Wimmelbildspiel. Und auch wenn wir davon ausgehen, dass Belle nicht weiß, dass sie eine Spielfigur ist; nach dem zehnten Wimmelbild und vor allem dann, wenn du die gleiche Szene 2x hintereinander spielst, sollte sie zum Donnerwetter doch wissen, dass es an solchen Müllhalden etwas zu finden gibt.

Grafisch gesehen gehört Mystery Legends: Beauty and the Beast (und ernsthaft, ich frage mich heute noch wer wer ist) zu den besten Spielen, die wir seit langem zu Gesicht bekommen haben. Pixel Storm Entertainment wird mit jedem Spiel besser. Die künstlerischen Grafiken, die atmosphärischen Orten, ein hervorragendes Voice Over machen es zu einem jener Spiele in die man eintaucht und sich verlieren kann, visuell. Die Geschichte ist nicht ganz so tief wie die von Mystery Legends: Phantom der Oper und einige der Figuren hier eher amüsant als mitreissend. Das tut dem Vergnügen keinen Abbruch, ist aber ein deutlicher Unterschied zu den atmosphärischen Grafiken. Auch die überkandidelten Sprüche der Magierin erinnern eher an eine Schmierenkomödie. Schade, so fehlt ein wenig der leise Gruselhauch, die schauderhaft schöne Vorahnung von Gefahr, die man bei einem solchen Spiel einfach erwartet.

Technisch gesehen ist es neben der lästigen Karte noch an anderer Stelle ausgesprochen unschön. Die Optionen erlauben dir eine Breitbildmonitor-Einstellung. Sagen sie. Glaube ihnen nicht, es sind Lügner. Für Pixel Storm Entertainment bedeutet Breitbildmonitor offensichtlich, dass du im Fenstermodus spielen sollst. Auch die der Sammler-Edition beigefügten Lösungshilfe gebührt kein Lob. Hilfen für Puzzle sind offensichtlich nicht vorgesehen und an zwei Stellen sind Fehler.

Die Puzzle selber sind gut eingebunden, allerdings öfter mal auf Märchen- denn Menschenlogik ausgerichtet. Während du die meisten Inventarobjekte sehr direkt benutzt, es gibt nicht wenig Stellen, wo ein Um-die-Ecke-denken angebracht ist. Gold ist nicht unbedingt Gold im wörtlichen Sinne und Hundeleckerli sind nicht immer das, was man darunter zu verstehen glaubt. Die Objekte selber sind, im Gegensatz zu viel Phantasie bei der Szenengestaltung wie immer, ohne magischen Glanz und langweilig. Manchmal sehne ich mich sehr nach dem Feuerlöscher von Tulula zurück, der so sehr nach Tulula aussah und nicht nach dem DIN geprüften Feuerlöscher für den Kofferraum. Vor allem dann, wenn ich in einer Fantasiewelt bin und nicht beim TÜV.

Die Spielzeit ist eher lang, 4 bis 4,5 Stunden wirst du ganz sicher den biestigen Befehlen des Prinzen folgen und der als schlechte Verliererin dastehenden Magierin das Leben schwer machen. Eigentlich nicht nett, sie ist auch nur verliebt und hat eben eine etwas ..... rüde Art, dies deutlich zu machen. Das Ende werden Spinnenphobiker sicherlich nicht erleben. Die Sammleredition wird dir noch ca. 45-60 Minuten Spielzeit dazu geben, aber die sind dann zwar nicht schlecht aber auch nicht mehr so attraktiv.

Mystery Legends: Beauty and the Beast gehört definitiv zu den Spielen, die sich für Freunde von Märchen, Romantik, Fantasy und Wimmelbild eignet. Robotertechnik ist auch vorhanden und so hat das Spiel für jeden Etwas. Es fehlt ein wenig an Tiefe, es gibt ein paar lästige Kleinigkeiten, die ärgern und es ist schade, dass die Schönheit und die Atmosphäre der Grafiken nicht auf das Spiel selber übergreift. Als Sammler nur bedingt empfehlenswert, ist es das Warten auf die Normalversion auf jeden Fall. Spielzeit und Spielspaß unterliegen hier ganz sicher keinem bösen Fluch.


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