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Mystery Heritage: Zeichen des Geists


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Urse Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 12.09.2012
Deutsch (Normal): 03.12.2012


Liegt tatsächlich ein Fluch über der William-Familie? Genau diese Frage stellt sich dem Neffen des letzten Opfers, Ronald William. Seit Jahrhunderten sterben die Oberhäupter der Familie einen gewaltsamen Tod, angeblich ausgelöst durch den uralten Fluch einer Hexe. Diese wurde unhöflicherweise als angebliche Hexe von einem William-Vorfahren unschuldig verbrannt. Und rächt sich seit dem bitterlich. Als nun auch noch Bewohner des nahegelegenen Dorfes verschwinden, bereitet sich Panik aus. Hat der Fluch auch auf das Dorf übergegriffen?

Bei deinen Ermittlungen wird schnell klar: Der Mörder war sicherlich nicht der Gärtner, denn der wird kurz darauf ermordet aufgefunden. Und ist die etwas angriffslustige Dame, die dir immer wieder vor die Füße kommt, tatsächlich ein Geist? Oder steckt etwas ganz anderes, ein viel perfiderer Plan hinter all dem? So weit so klar und Klarheit besteht auch: Die Geschichte kennen wir, sie hat kein Fünkchen Originalität. Von Beginn an haben erfahrene Spieler eine recht klare Vorstellung (bei Vielspielern könnte man schon fast sagen: Erfahrung) der Zusammenhänge in Mystery Heritage: Sign of the Spirit.

Grafisch gesehen ist das Spiel, mag man den Stil, sehr schön und erinnert mit jedem Pinselstrich an die ERS Spiele. Die rein mit Suchlisten ausgestatteten Wimmelbilder sind relativ übersichtlich und werden trotzdem rasch ärgerlich. Denn Urse Games hat seinem Protagonisten einer Gehirnwäsche unterzogen. Zwar sieht man deutlich, welche Objekte man aus der Wimmelbildszene benötigt, bekommen aber wird man die benötigten Dinge dann erst beim zweiten oder dritten Durchsuchen des Müllhaufens.

überhaupt glänzt das Spiel durchweg durch Unlogik und sichtbaren Zeitschindereien. Gut, die Frage, warum jemand, der mich beauftragt, in seinem Hause etwas zu ermitteln, grundsätzlich das Haus durch komplizierte Puzzleriten verschließt, beschäftigt mich in vielen Spielen. Oder warum man mir grundsätzlich keine Schlüssel für verschlossene Zimmer zur Verfügung stellt. Und auch der Unglaube, dass bisher noch kein Detektiv auf die Idee gekommen ist, einfach zu sagen: "Gib mir die Schlüssel oder der Auftrag ist beendet...." Aber es gibt auch andere Dinge, die einfach nur unglaubwürdig sind: Gleich zu Beginn musst du ein Feuer löschen (natürlich vor dem Aufgang zur Haustüre) und davor ist eine große Pfütze. Der Eimer ist rasch gefunden, es wäre ein leichtes, ein Feuer zu löschen. Aber nein, der geneigte Spieler wird erst noch mühsam andere Gegenstände zusammensuchen und in einen Brunnen hinabklettern, der keiner ist und dort dann Wasser finden. Während er bis dahin schon diverse Wasserquellen übersehen musste. Solche Begebenheiten ziehen sich durch Mystery Heritage: Sign of the Spirit, aber, und das sollte man nicht verschweigen, dies betrifft auch 90% der anderen Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer auf dem Markt.

Und genau das ist das Manko von Mystery Heritage: Sign of the Spirit. Es ist wie 90% der Spiele. Ohne jeglichen Schwierigkeitsgrad (außer dem, herauszufinden, wo du als nächstes hin gehst, denn auch da steckt oft wenig Logik hinter) arbeitest du dich durch die verschiedenen Szenen, Puzzles und Rätsel. Es gibt nichts Neues, es gibt nichts Originales, nichts unterscheidet das Spiel von anderen. Die gleiche Geschichte, die gleichen Abläufe. Puzzles sind auf Geduld aufgebaut und da diese Geduld dann öfter auch mal jede Logik vermissen wird, ist der überspringbutton für so manchen Spieler wohl schnell das Mittel der Wahl.

Die drei Modi zu Beginn sind bedeutungslos, da der Spieler sie zu jedem Zeitpunkt über die Optionen ändern kann. Das Voice Over der Stimmen ist nett, aber häufig nicht stimmig mit den Mundbewegungen. Orchestermusik sorgt eher dafür, dass einen Depressionen überkommen. Der Abenteuerteil? Sei versichert: Der Hund lässt sich ablenken, die Schlösser sind rostig, Schrankknöpfe fehlen, Schlüssel sind an Orten versteckt, die keinen Sinn machen. Das hast du schon gespielt? Genau. Immer wieder.

Mystery Heritage: Sign of the Spirit ist eine Kopie. Hauptsächlich von ERS Spielen. Und überhaupt von Wimmelbild-Puzzle-Abenteuern aus den letzten zwei Jahren. Wer nicht mehr möchte, der ist schon wegen des visuell sehr guten Eindruckes hier gut bedient. Wer aber auch nur einen Hauch von Kreativität oder Originalität sucht, dem sei abgeraten. Die 3-4 Stunden Spielzeit, die sich in der Sammleredition durch etwa 45 Minuten Spielzeit erhöhen, sind derartig durchschnittlich und bekannt, dass man nicht eine Minute lang das Gefühl hat, ein neues Spiel zu spielen.

 


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