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Mystery Expedition: Gefangene im Eis


tassentassen tassen
Herausgeber: Intenium
Entwickler: : Lazy Turtle

Download: Deutschland spielt

Autor: Elke M.
Datum: 08.12.2014

Sehr kurzes Spiel, das nur in Ansätzen gute Unterhaltung verspricht
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Nachdem wir das Tagebuch unseres Großvaters gefunden haben, verkaufen wir kurzer Hand unsere Arztpraxis und stecken alle Ersparnisse in ein Schiff, um eine gewagte Expedition ins ewige Eis durchzuführen. Denn Eingeborene berichteten Opa schon damals von alten Legenden und großen Schätzen und deshalb machen wir uns nun selbst auf die Suche danach. Doch eine gierige Crew und unvorhersehbare Ereignisse durchkreuzen unsere Pläne.

Die Zwischensequenzen sind sehr aufwendig und durchaus ansehnlich gestaltet. Bei allen Beteiligten handelt es sich um echte Schauspieler, die teilweise aber etwas unbeholfen wirken, dazu sind zahlreiche Übergänge ins Gezeichnete nicht flüssig. Die Atmosphäre ist eher düster und völlig passend zur eisigen und verschneiten Landschaft, in der wir uns bewegen. Auch dem Schiff, auf dem wir viel Zeit verbringen, wurde ein gespenstisches Äußeres verliehen. Außerdem wurde auf die Stimmen- und Musikauswahl viel Wert gelegt, so dass die Rahmenbedingungen auf alle Fälle die wichtigsten Vorgaben erfüllen.

Die drei Schwierigkeitsgrade „Entspannt“, „Normal“ und „Abenteurer“ unterscheiden sich kaum. Je nach Auswahl dauert das Aufladen des Tipps etwas länger und die Hilfestellung im Spiel wird weniger oder entfällt komplett. Über das Menü können wir allerdings jederzeit auf einen anderen Modus zurückgreifen.

Wir erhalten als erstes ein Tagebuch, das die Geschichte und Informationen zu Codes mitschreibt. Darin befindet sich auch die Karte, die eine Transportfunktion beinhaltet. Gerade dann, wenn wir durch die verzweigten Gänge des Schiffes streichen, ist sie als Orientierungshilfe sehr von Vorteil, obwohl sie bei weitem nicht immer zuverlässig arbeitet und gerade gegen Ende Orte anzeigt, an denen im Moment gar nichts zu tun ist. Ein Iglu, der auf dem Startbildschirm noch versperrt ist, öffnet sich uns erst nach Beginn. Wenn wir ihn betreten, stellen wir fest, dass wir 10 Artefakte einsammeln können, dazu noch 18 Jenseits-Objekte, die nur sporadisch auftauchen und dann wieder verschwinden. Wirklich einfallsreich sind die Münzverstecke gewählt. Oft gelangen wir mehr zufällig zu einer Nahansicht, um dort welche zu entdecken. Mit diesem Zahlungsmittel können wir aber nur drei Gegenstände für einen Pinguin kaufen, um ihn damit zu bespaßen.

Nicht gerade vor Ideenreichtum strotzen 13 Wimmelbilder. Bei allen handelt es sich um klassische Wortsuchlisten, nur den ersten fünf davon wurden kleine Zwischenschritte mitgegeben, danach entfallen auch diese. Alle Bilder sind gnadenlos überladen und die Objekte meist schwer erkennbar. Dazu wird der aufmerksame Spieler schnell feststellen, dass immer wieder die gleichen Dinge darin eingebaut wurden. Wer daran keine Freude findet, kann alternativ jedes Mal in ein normales Puzzle wechseln.

Rätsel gibt es in Hülle und Fülle, allerdings sind sie ausschließlich im Fenstermodus anzutreffen. Ein großer Teil ist sehr simpel gestrickt und mit wenigen Handgriffen lösbar. Einige wenige dagegen sind schlecht erklärt, so dass uns gar nicht klar ist, was wir genau tun sollen oder nach dem Motto „Probieren geht über studieren“ gestaltet. So isolieren wir Viren, passen Griffteile Werkzeugen an, drehen Ringe oder Juwelen oder Steine, suchen gleiche Paare und balancieren Gewichte aus. Nur selten wird uns eine Neustart-Funktion dazu angeboten.

Trotz einer Vielzahl an Wimmelbildern und Rätseln werden geübte Spieler nach nicht einmal zwei Stunden ein eher merkwürdiges Finale erleben. Der schwarze Rauch, der immer wieder erscheint, wirbelt noch einmal durch die Luft, das Eis bricht um uns herum zusammen und dann blicken wir schon auf den Abspann. Unser Schicksal bleibt völlig ungeklärt und auch das Geheimnis um die Legende lüftet sich nicht. Die Spielzeit ist übrigens unter dem Punkt „Profile“ einsehbar.

„Mystery Expedition: Gefangene im Eis“ ist in Ansätzen spannend, düster und manchmal sogar kreativ. Die Gestaltung der Wimmelbilder und Rätsel erinnert aber eher an längst vergangene Tage und werden den anspruchsvollen Spieler kaum zum Kauf animieren können. Dazu kommen eine nicht akzeptable Spielzeit und ein paar Extras, die bis auf die Münzen, eher lieblos erscheinen. Wer die Probestunde riskiert und diese über die volle Distanz ausnutzt, hat zumindest hinterher schon mal die Hälfte des Spiels geschafft und kann dann immer noch entscheiden.



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