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Mystery Case Files: The 13th Skull


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: BigFish Games Studio

Download: BigFish Games.de
Autor: Claudia K.
Datum: 26.11.2010


Erst vor kurzem sind die Lawson's in das Haus in Luisianna gezogen, dass ihnen ein Onkel von Marcus Lawson vererbt hat. Doch das, was als fantastisches Herrenhaus angekündigt wurde, ist eine Bruchbude und laut der Anwohner des Dorfes spukt ein Piratengeist dort. Und als ob das alles nicht schon genug ist, verschwindet Marcus plötzlich. Seine Frau ruft dich, den Meister-Detektiv zur Hilfe. Du sollst den Ehemann wieder finden.

Deine Arbeit beginnt damit, dass du die Teile einer Karte zu finden hast. Dabei findest du dann gleich heraus, dass die durchaus gepflegt aussehende Hausfrau fast ausschließlich vergammelte Lebensmittel und Ungeziefer im Kühlschrank hat. Das hat zwar mit der Geschichte nichts zu tun, hat mich aber gestört. Überall siehst du Sachen, die du offensichtlich früher oder später brauchst, aber noch nicht nehmen kannst, die Wimmelbilder sind völlig vermüllte Ecken, Schränke, Kisten und so weiter, nachdem du alle Objekte gefunden hast, geht eines in dein Inventar. Die meisten wirst du erst später brauchen.

Um bei deinen Ermittlungen vorwärts zu kommen, wirst du dann der Haushaltshilfe, die während des gesamten Spieles das Bett im Elternschlafzimmer abstaubt, ihre (nicht genutzten) Putzutensilien bringen müssen. Dafür bekomsmt du dann Wischtuch und darfst Fenster putzen, was dich endlich zu deinem ersten Puzzle bringt. Auch die Tochter möchte für Informationen zunächst ihre Stifte wieder haben (besonders appetitlich aufbewahrt ist der in dem Müllsack) und anschließend wirst du dich als Rattenfänger verdingen. Das im übrigen nur, damit du beim "freilassen" der Ratten einen Gegenstand siehst, den du viel später brauchst.

Deine Unterhaltungen mit Mitgliedern des Haushaltes oder des Dorfes sind mühsam. Zwar können sie übersprungen werden, aber immer nur die Einzelfragen. Das ist mehr als ärgerlich. Personen werden immer durch echte Schauspieler dargestellt, eine Unsitte, die manche Entwickler auch schon vor Mystery Case Files: Dire Grove genutzt haben. Natürlich, es macht Sinn. Künstler sagen, dass es am schwierigsten sei, gute menschliche Gesichter zu zeichnen/malen, denen man Emotionen und Leben ansieht. Wer das nicht kann, greift dann eben nach "echten" Bildern. Schade nur, dass die Schauspieler in Mystery Case Files: The 13th Skull dazu auch noch grottenschlecht sind. Die Personen an sich sind gut ausgewählt und passen zur Rolle. Aber Mimik und Bewegung sind dabei fürchterlich.

Du wirst dir im Laufe der Zeit das Haus "erarbeiten", eine Gruft, das Dorf und den Sumpf. Vieles, was du anklickst wirst du niemals brauchen - aber einige Zeit damit verbringen, es auszuprobieren. Die Puzzle sind, bis auf jene, die auf Glück basieren, nicht sonderlich anspruchsvoll, aber auch nicht kinderleicht und sind von daher eher auf der Plus-Seite zu verzeichnen. AllerdingAlle Puzzle sind mehr oder weniger willkürlich. Die Wimmelbildszenen sind nicht immer so ganz leicht, das wird aber damit ausgeglichen, dass du häufig zweimal an einer Stelle suchen musst und dort dann zum Teil wieder die gleichen Objekte bekommst. So weißt du zumindest schon, wo du suchen musst. Die Südstaaten Musik ist recht gut gewählt. Was allerdings ebenfalls nervig und scheußlich ist, ist das Geräusch, dass du hörst, wenn du ein Objekt in Wimmelbildszenen findest. Jemand stöhnt dann jedes Mal, als hätte er gerade eine 100 Kilo Last tragen müssen.

Die Geschichte ist nicht besonders gut, nicht mal dann, wenn man sich alle Dialoge antut. Die aber sollte man aber nur dann wegklicken, wenn man seine Spielzeit auf über 3(!) Stunden erhöhen möchte. Grundsätzlich aber spielst du länger, schon weil die meisten Spieler bisher mindestens 2 Profile brauchten, um überhaupt ein Ende zu sehen. Das wiederum liegt an den zahlreichen "Glitches", also Fehler, die sich in der Regel durch ein neues Profil beheben lassen. So können die einen ein Glas nicht an die Wand klicken, Schlüssel und Puzzleteile gehen verloren, Wimmelbildszenen werden nicht aktiviert, so dass man nicht weiter spielen kann.

Das ganze Spiel stand wohl nicht unter dem besten Stern, denn anfänglich war jeder Download defekt, versuchte bereits bei 98% zu installieren, was ja schief gehen musste. Nachdem dies dann nach einigen Stunden repariert war, kam ein weiterer Fehler, ein Puzzle wurde nicht angezeigt, der ohnehin endlos dauernde Download musste mit einem erneuten Update wiederholt werden.

Alles in allem ist es ein Abenteuer-Wimmelbild von eher mittelmässiger Qualität. Es steht in keinem Verhältnis zu früheren Mystery Case File Spielen, selbst wenn man von den technischen Fehlern absieht. Es ist die Frage, wie man ein solches Spiel bewertet. BigFish Games setzt Standards, weil es eben so ist in einer Branche: Die mit dem meisten Geld zeigen den Weg, die anderen folgen. Wäre es ein Spiel von "Hinz&Kunz" hätte ich vermutlich noch eine halbe Tasse drauf gelegt. So aber ist es das enttäuschendste Spiel des Jahres. "Mystery Trackers: The Void", "Mystery Legends: Phantom of the Opera" oder "Redemption Cemetery: Der Fluch des Raben" sind nur drei Beispiele aus den letzten Wochen, die um Klassen besser sind als Mystery Case Files: The 13th Skull.
Und es bleibt nur die Hoffnung, dass die Entwickler, die gerade wieder angefangen haben, gute Spiele mit akzeptabler, guter Spiellänge und zum Teil großartigen Grafiken zu machen, nicht auf MCF 7 schauen und wieder in das zurückfallen, was wir im vergangenen bis Mitte diesen Jahres so häufig gesehen haben: Kurze Spiele, nette Grafik, nichts. dahinter.

Wie lange die Spielzeit beim Bonus-Spiel ist, weiß ich nicht, auch da gibt es einen Fehler und ich habe einfach keine Lust mehr. Aber ausgehend von dem, was ich bisher sehen konnte, liegt meine Schätzung bei 20-30 Minuten.

Wer Mystery Case File: The 13th Skull anschauen möchte, sollte auf jeden Fall noch ein wenig warten. Vielleicht werden ja weitere Fehler noch repariert, unwahrscheinlich, aber es könnte sein. Auch wird der Download in ein paar Tagen schneller gehen. Vom Kauf der Collector-Version kann nur abgeraten werden, der doppelte Preis ist in keinem Fall gerechtfertigt. Wenn die Normalversion rauskommt, so lohnt sich ein Probedownload ohne allzu hohe Erwartungen.


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