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Mystery Case Files: Shadow Lake


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: BigFish Studios

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Mystery Case Files: Shadow Lake auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 21.11.2012
Deutsch (Normal): 04.01.2013


Gerufen wirst du diesmal von der paranormal begabten Cassandra. Gemeinsam mit dem Team der TV-Show "Ghost-Patrol" ist sie in Bitterfeld, einer kleinen, völlig verlassenen Stadt. Vor vielen Jahren hatte ein Gefangener auf der Flucht aus dem dortigen Gefängnisse ein uraltes Relikt gefunden. Doch schon bald wurde er entdeckt und musste dieses Relikt zurücklassen. Was ist danach in dieser Stadt geschehen? Den Leuten der TV-Show ist das egal, nach einem seltsamen Erlebnis verschwinden sie. Cassandra bittet dich, gemeinsam mit ihr der Sache auf den Grund zu gehen.

Du tust, worum du gebeten wirst, begibst dich nach Bitterfeld und anschließend tust du, was dir gesagt wird. Nämlich von Cassandra. Sie hat die Fähigkeit des "automatischen Zeichnens". Geister geben ihr ein, was sie zu zeichnen hat. Diese Ausschnitte können an dem Ort, den sie darstellen, mit spiritueller Energie aufgeladen werden. Dies wiederum führt dazu, dass Cassandra sehen kann, was in der Vergangenheit passiert ist.

Cassandra also schickt dich an die verschiedenen Orte. Dort angekommen erhältst du in der Regel eine Liste von Dingen, die du finden musst. Man versucht in Mystery Case Files: Shadow Lake zu suggerieren, dass es keine Wimmelbilder im üblichen Sinne gibt. Deshalb findest du einige der vorgegebenen Objekte in ein oder zwei der aktuellen Szenen. Dazu kommen dann einige Nahansichten. Es wird immer eine Nahansicht geben, in dem du den überwiegenden Teil der Gegenstände findest. Nur einer davon geht anschließend in dein Inventar. Auch außerhalb der Szenen findest du natürlich Hilfreiches, das dich weiterbringt. Und suchst zusätzlich nach Hinweisen, wo das besagte Relikt abgeblieben sein kann. Zusätzlich musst du natürlich noch die Bildausschnitte finden, die Cassandra dir übergeben hat. Positiv auch hier: Viele deiner gefundenen Gegenstände benutzt du häufiger und musst ein Objekt auch mehrfach wieder mitnehmen, willst du nicht hin- und herlaufen.

Zwei Spielmodi stehen zur Auswahl; einer davon erklärt, er würde dich nicht ans Händchen nehmen. Das ist ein wenig irreführend. Denn auch wenn es in diesem Modus weniger direkte Hinweise gibt, das ganze Spiel ist auf Händchenhalten aufgebaut. Cassandra gibt dir die Ausschnitte, sagt dir, wo du nun suchen musst. Dies schaltet einen weiteren der insgesamt acht (neun in der Sammleredition) Orte auf der Karte frei. Innerhalb der freigeschalteten Orte kannst du dich frei bewegen (dort gibt es auch keine Kartenfunktion, du musst dich selbst orientieren), was bis auf einen Ort nicht allzu schwierig ist. Mehr als drei bis max. vier Szenen gibt es, abgesehen vom Standort "Stadtmitte mit Bibliothek" nicht. Du kannst aber jederzeit an jeden Ort zurückkehren.


Cassandra gibt dir die Wimmelbildliste vor. Cassandra wird dich wieder in ihr Motelzimmer zurückbeordern, wenn du alle Bildausschnitte gefunden hast. Dort wirst du ein Puzzle spielen, das/was dazu führt, dass sie eine Vision hat, die dich zu einem neuen Ort und einem neuen Teil der Geschichte führt. Dieses Puzzle (suggeriert wird, dass du es in Cassandras Kopf spielst) ist ein Legepuzzle, das wir zwar kennen, aber bisher selten gespielt wurde: Alle Teile zeigen einen animierten Ablauf und müssen aufgrund dessen, was man sieht, zusammengeführt werden. Das ist nicht ganz einfach, denn Ablauf bedeutet eben Veränderung, die Teile sehen nicht die ganze Zeit gleich aus. Hat man aber erst einmal einen Anfang gefunden, geht es rasch. Hier hat man wirklich auf Details geachtet. Da das Ganze ja in Cassandras Gehirn spielt, sind die Bewegungen verlangsamt, wie unter Wasser. Es macht wirklich Spaß. Zumindest die ersten zwei oder drei Mal. Die nächsten sechs Mal allerdings fragt man sich, ob BigFish Studio keine anderen Ideen gehabt hat. Die wenigen anderen Puzzles in dem Spiel sind zu vernachlässigen. Sie sind uninspiriert, altbekannt und auf der leichten Seite.

Die Sammleredition erhält ein zusätzliches Kapitel mitten drin. Es dauert maximal fünf Minuten, hat keinen Informationswert. Außerdem gibt es nur in der Sammleredition noch insgesamt 50 sich verändernde Objekte zu finden, die in der Normalversion nicht mehr aktiv sind. Es wird dir nur per Zufall auffallen, nämlich dann, wenn du Dinge anklickst, die nicht auf deiner Liste stehen und/oder nicht in deinem Inventar landen. Extra angezeigt werden diese Objekte nicht. Der Strategy Guide besteht nur aus Bildern. Nicht viel für das Extra-Geld und nur für die wahren Sammler wirklich erstrebenswert.

Grafisch gesehen sind diverse zu findenden Dinge viel zu klein oder unklar gezeichnet. Da die Stadt wie ausgestorben ist, macht es vermutlich Sinn, dass auch die Szenen so sind. Leblos. Horror-, Ekel- oder Schockelemente wie in MCF: Flucht aus Ravenhearst braucht man hier nicht zu fürchten. Es gibt nur einige wenige "Huch"-Animationen und auch sonst wenig Atmosphäre. Der Tipp wird dir Texthinweise geben, wo du etwas übersehen hast und das erfreulicherweise ausreichend aber nicht übermäßig, wie man es sonst bei Texthinweisen manchmal hat. In deinem Buch kannst du die Videoeinspielungen noch einmal ansehen, zusätzlich findet sich dort auch eine Aufgabenliste, Codes und wichtige Hinweise werden gespeichert.

Selbstverständlich wird überall zu lesen sein, dass das Spiel ein großes Produktionsbudget hatte und dies auch gezeigt wird. Nur wurde dieses Produktionsbudget nicht in das eigentliche Spiel investiert, sondern offensichtlich in nicht ganz so schlechte Schauspieler wie sonst üblich. Mystery Case Files: Shadow Lake lebt nur in den "Visionen" von Cassandra (einer vermutlich in den USA nicht unbekannten Schauspielerin). Grafisch ist es durchschnittlich, abgesehen von den Filmen. Geschichtlich geht es nur in den Einspielern weiter, du selbst als Detektiv bist nur Handlanger für Cassandra. Der Spielverlauf ist sehr gradlinig und abgesehen von den beiden sich wiederholenden Puzzlen (Bildausschnitte und Visionen) gibt es kaum etwas, was der Erinnerung wert ist. 3,5 - 4 Stunden Spielzeit (inklusive der Filmeinspielungen) sind auch nicht wirklich ein Lobeshymnen-Kriterium.

Mystery Case Files: Shadow Lake gehört zu einer Serie, die vor allem mit zwei Spielen (MCF: Madame Fate und MCF: Rückkehr nach Ravenhearst) besonders beliebt wurde. Und stets in der Ankündigung wieder große Erwartungen erweckt. Das vorliegende Spiel zeigt erneut, dass man diese Serie nicht überbewerten sollte. Es gibt sicher Spieler, die es mögen, dass das Spiel zugunsten von echten Schauspielern und Filmausschnitten zurückstecken musste. Aber wir sind nicht im Kino.

Zurück bleibt ein durchschnittliches Spiel. Es ist ganz nett, solange man es spielt. Es hat nette Details. Es ist größtenteils unkreativ, gradlinig und lässt dich nur selten selbst entdecken. Grafisch ist es durchschnittlich, sieht man von den Filmszenen ab. Geschichtlich ist es nicht weiter interessant. Mystery Case Files: Shadow Lake ist ein Spiel, das man, als Normalversion, gut spielen kann, wenn gerade sonst nichts wirklich Gutes auf dem Markt ist.

 


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