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Mystery Case Files: Return to Ravenhearst
Nachlese
Herausgeber:Big Fish Games
Entwickler:Big Fish Studios
Wenn Du Mystery Case Files: Return to Ravenhearst auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.

Mystery Case Files: Return to Ravenhearst, der fünfte Teil der so erfolgreichen Bigfish Serie wurde, wie so oft, mit Argwohn erwartet. Wie gut bzw. schlecht ein fünfter Teil von etwas sein kann, beweisen ja Spiele wie die unsägliche Diner Dash Serie. Aber Big Fish Games hat mal wieder bewiesen, dass sie nicht zu unrecht die Nummer 1 auf dem Markt sind. Sie haben uns ein Spiel geliefert, dass bereits nach wenigen Tagen ein Bestseller zu werden verspricht.

Mittlerweile ist das Spiel auch auf deutsch erschienen und man hat sich da jede nur erdenkliche Mühe gegeben. Die witzigen Kommentare des Spiels sind übernommen wurden, wenn du ein falsches Inventarobjekt versuchst. Da fragt dich das Spiel gerne mal: Was genau denkst du dir eigentlich dabei? Oder: Du bist geistig ein Koloss. Eine deutsche Sprachausgabe wurde dem Spiel ebenfalls gegönnt, mit wirklich gut und professionell gesprochenen Passagen. Aber die übersetzung geht tatsächlich bis ins Detail, so zum Beispiel bei dem etwas "untergewichtigen" Fahrstuhlführer Joe. Auf dem Buch, das er auf den Knien liegen hat, steht klar und deutlich: Fahrstuhlreparaturanleitung. Die Kiste, die unten in der Höhle im Wasser schwimmt, wurde mit "Schmalz" beschriftet und der Spielzeugladen mit "Spielzeug für Bälger". Liebevoller und detaillierter kann man eine deutsche übersetzung nicht gestalten.

Aber fangen wir vorne an: Du wirst von der Queen gebeten erneut nach Ravenhearst zu gehen. Es scheint, dass nicht nur Emmas Seele dort gefangen ist, sondern auch noch andere. Sie müssen endlich befreit und Charles endgültig gestoppt werden.In dieser Mischung aus Wimmelbild und Abenteuer durchforstest Du das alte Herrenhaus Ravenhearst nach Hinweise, die Dir helfen, nach Emma auch die anderen Seelen zu befreien. Und es erwartet Dich so manche überraschung.

Es gibt ganz gewöhnliche Suchszenen: Ein Objekt glitzert, Du klickst es an und erhältst eine gewöhnliche Suchliste. Eines der Objekte aber ist immer ein besonderes, dass in Deinem Inventar verschwindet und das Du zu einem späteren Zeitpunkt brauchst. Und dieser Zeitpunkt kann sehr viel später sein. So habe ich mich sehr lange gefragt, was ich übersehen habe, da ich aus den Anfängen des Spieles noch ein Tuch im Inventar hatte.

Von Beginn an ist das Spiel sehr vielschichtig. Gut, du hast ja begriffen, dass die Statue ihre Brosche nur herausgibt, wenn sie eine schwarze Rose bekommt. Du weisst ja auch, wo diese Rose zu finden ist. Aber sie hat Dornen und lässt sich nicht so ohne weiteres pflücken. Also musst Du nach Hilfsmitteln suchen. Und dabei Augen finden, eine Scheibe einschlagen, eine Maus zum Spielball einer Katze machen und so einiges mehr. Es ist anders als in vielen anderen Spielen dieser Art, wo Du sehr mittelbar handeln kannst. Auch das gibt es in Mystery Case Files: Return to Ravenhearst, dass Du etwas findest und es dann recht schnell und unkompliziert benutzen kannst, aber die meisten Rätsel dieser Art gehen tiefer, die Zusammenhänge sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen.

Die Grafik ist wunderschön, die detaillierten Bilder, die kleinen Animationen und die Videosequenzen von hoher Qualität. Die Objekte, die es zu suchen gilt, sind zum Teil gut versteckt. Nicht zu klein, aber eben... versteckt. Clever gemacht übrigens, dass man nicht mal eben das Inventarobjekt in den Suchszenen einsammeln kann und dann weitermachen kann. Der Gegenstand wird erst dann im Inventar abgelegt, wenn die Suchszene komplett abgeschlossen ist. Das Geist/Gruselthema wird ganz subtil überall eingeflochten. Da gibt es Schatten, die am Fenster vorbeihuschen, Augen die Dich verfolgen, ein bischen "Psycho" in der Dusche, da gibt es kleine, gruselige Objekte - vieles was Du anklicken kannst, hat mit dem Spiel gar nicht wirklich etwas zu tun, sondern verstärkt nur den atmosphärischen Charakter des Spieles. Und macht es damit um so spielenswerter.

In vielen Spielen bekommt man eine Art Tagebuch, in das die wenigsten überhaupt reinschauen. Hier ist das Buch Dein Freund. Im Verlauf des Spieles werden viele Informationen in Dein Buch kopiert, manchmal auch ohne, dass es Dir so direkt auffällt. Zeitungsarktikel und ähnliches bringen kleinere Informationen, die die eigentliche Story vertiefen. Aber Codes, Symbole, Telefonnummer - Du wirst immer wieder mal feststellen, dass das Buch nützliche Informationen hat, wenn Du mal nicht weiter kommst. Und das nicht immer auf der aktuellen Seite. So muss in einem Puzzle dem Mond ein bestimmtes Symbol zugeordnet werden. Kannst Du Dich erinnern, dass Du diese Symbolkombination bei der zweiten Suchszene gesehen hast? Vielleicht nicht, aber Dein Buch weiss es.. blättere ein wenig. Die Lösung ist gar nicht so schwer.

Und überhaupt, die Puzzle. Die reichen von einfachem anklicken und verschieben bis hin zu Türschlössern, die erst diverse Rechnungen erfordern, Lichter müssen angeschaltet werden und es ist überhaupt gar nicht so einfach eine Kugel in ein Loch zu befördern. Die Puzzle machen Spass, sind aber sicherlich nichts für ungeduldige Spieler, die aber haben die Möglichkeit, das Puzzle wegzuklicken. Das kostet dann einen Aufschlag in der Gesamtzeit, die aber nur für die "Hall of Frame" wichtig ist, oder wenn Du Dich selber schlagen und das Spiel noch mal spielst

Der Wiederspielfaktor ist hoch. Denn nahezu alle Puzzle sind willkürlich. Was Du also beim ersten Mal problemlos geschafft hast, kann Dir beim zweiten Mal richtig zu schaffen machen. In den Suchszenen sind die Objekte zwar noch immer an den gleichen Stellen, aber der Grossteil Deiner Liste besteht aus anderen Gegenständen als bisher. Einzig die Inventarobjekte sind immer die gleichen und immer an der gleichen Stelle. Dazu ist das Spiel so voll an kleinen aber feinen Extras, dass man gar nicht alles beim ersten Mal sehen kann.

Und der Soundtrack. Ja, es ist ein Soundtrack, nicht einfach nur Musik. Wunderschön und atmosphärisch, dazu die Hintergrundgeräusche, es ist einfach ein Spiel, dass nicht nur sehens- sondern auch hörenswert ist.

Eigentlich habe ich nur eine Sache als etwas störend empfunden. Der Hinweis braucht bis zu fünf Minuten, um sich aufzuladen. Zwar wird er schneller, wenn Du neue Objekte findest, aber das hilft auch nicht, meist braucht man seinen Hinweis ja ganz zum Schluss. Der einzige Trost: Er lädt sich auch auf, wenn man Puzzle löst oder einfach nur herumläuft. Deshalb: Einfach raus aus der Suchszene und später wieder zurückkommen.

Mystery Case Files: Return to Ravenhearst ist ein 5 Tassen - Spiel und mehr. Es zeigt, dass gerade im Wimmelbildgenre die Produktionskosten inzwischen höher angesetzt werden, um den Spielern ein ausgeklügeltes, gutes Gesamtpaket zu liefern. Einfach nur suchen ist out. Man muss schon etwas tun für seinen spielerischen Erfolg. Dafür aber tun auch die Entwickler etwas. Bravo Big Fish Games und Big Fish Studio.... und auch Bravo für den kleinen subtilen Hinweis am Schluss. Es ist nicht wirklich vorbei.... oder doch?

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