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Mystery Case Files: Die Druiden von Dire Grove


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 27.11.2014
Deutsch (Normal): 02.01.2015

Kein Superhit, aber ein schönes Spielerlebnis
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Nach langer Zeit führt uns unser Weg wieder mal nach Dire Grove. Doch vieles hat sich verändert. Die Stadt ist von einem bitterkalten Winter heimgesucht worden und auch von wilden Tieren bleiben die Einwohner nicht verschont. Wir stoßen auf eine Gruppe Jäger, die den Schuldigen bei den Nebelwanderern ausmachen wollen, diese wiederum verdächtigen die Jäger, an dem Schlamassel schuld zu sein. Als Detective sammeln wir unvoreingenommen Beweise, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dabei tauchen wir immer tiefer in die Geschichte ein, bis wir schließlich das Rätsel gelöst haben.

Die Grafik ist wie so oft bei Elephant Games glasklar, detailreich, aber dennoch so strukturiert, dass wir nie den überblick verlieren. Die Farben sind der winterlichen Landschaft hervorragend angepasst, die Mitwirkenden gut in Szene gesetzt und Stimmen und Musik sorgfältig ausgewählt. Die spannend umgesetzten Zwischensequenzen halten sich in ihrer Anzahl in Grenzen, dafür hören und lesen wir eine Unmenge an Dialogen, die mal mehr und mal weniger interessant sind. Gut gemeint ist sicherlich die Tatsache, dass wir aus mehreren Fragen eine auswählen können. Doch sobald diese beantwortet ist, sind wir gezwungen, auch alle anderen noch zur Verfügung stehenden Sätze anzuklicken und mit dem Gegenüber mühselig durchzukauen. Dazu gesellt sich dann einiges an Lesestoff, der zur Beweisführung dient. Haben wir alle Indizien entdeckt, erhalten wir die Schlussfolgerung dazu. Dieses Stilmittel ersetzt das Journal und die Handlung bleibt dadurch ganz gut nachvollziehbar.

Insgesamt stehen uns fünf Schwierigkeitsstufen zur Verfügung, die fünfte allerdings erst dann, wenn wir das Spiel abgeschlossen haben. Hier wurde extra ein Zeitlimit eingefügt. Die anderen vier Modi unterscheiden sich lediglich in den Punkten Tipp und überspringen, Glitzern und Texthinweise. Eine änderung ist jederzeit über das Menü möglich.

Eine Karte befindet sich von Beginn an in unserem Equipment. Hier ist es auch unbedingt notwendig, diese zu nutzen, weil wir gelegentlich nur über die Transportfunktion an versteckte Orte kommen. Außerdem kann es vorkommen, dass wir etliche Male weite Wege zurücklaufen müssen und mit einem Blick auf den Lageplan vereinfachen wir uns diese Manöver doch sehr, zumal immer nur ein aktiver Bereich darauf angezeigt wird. Zusätzlich tummeln sich noch eine ganze Menge an Objekten in unserem Inventar, die mit einem Plus gekennzeichnet sind. Entweder vervollständigen wir so einen Gegenstand oder öffnen Etwas mit Hilfe eines kleinen Rätsels. Wer genau hinsieht, wird in der deutschen Fassung des öfteren auf Rechtschreibfehler stoßen oder auf falsch titulierte Inventargegenstände.

Wimmelbilder kommen nur sehr sporadisch vor und variieren von Mal zu Mal. So lösen wir einmal Wortsuchlisten, die ganz annehmbare Zwischenschritte beinhalten oder bei denen sich ein Fragment hinter jedem entdeckten Begriff versteckt. Umriss-Suchen fehlen ebenfalls nicht, genauso wenig wie gleiche Paare finden, wobei wir hier die Dinge aber erst in ihren Verstecken lokalisieren müssen. Einmal setzen wir vorgegebene Utensilien wieder zurück ins Bild. Nach jedem abgeschlossenen Wimmelbild erhalten wir ein Objekt für unser Inventar. Leider verschwinden die meisten dieser Dinge aber nach einmaligem Gebrauch wieder, obwohl wir sie nur ganz kurze Zeit später wieder verwenden könnten und uns dann erst mal erneut auf die Suche danach machen müssen.

Wer sich noch an „Mystery Case Files: Fate’s Carnival“ erinnert, hat sicherlich auch noch nicht die großen Mega-Rätsel vergessen. Auch hier haben sich die Entwickler die Mühe gemacht, ein paar dieser riesigen Puzzle einzubauen. Das Spielprinzip basiert hier auf probieren, denn ein Anfang wird nicht angezeigt. Wer aber tatsächlich nicht weiter kommt, hat einen Hilfe-Knopf zur Verfügung, der uns den nächsten Schritt verrät. Sie sind nicht ganz so schwierig wie bei oben genanntem Spiel, aber trotzdem mit viel Tüftelarbeit und Kopfzerbrechen verbunden. Zwischendurch gibt es zur Auflockerung ein paar einfachere Minispiele, bei denen wir beispielsweise Rohre drehen, Steinfragmente nach Vorgabe einfärben und durch Steckverbindungen Symbole erstellen. Insgesamt sind alle diese Rätsel stimmig ins Geschehen eingebaut worden und machen an ihren jeweiligen Standorten durchaus Sinn.

Die Spiellänge variiert hier sicherlich sehr stark von Spieler zu Spieler, je nachdem wie oft wir die Karte benutzen, alle Rätsel ohne Hilfestellung lösen und uns tatsächlich jeden Dialog anhören. Am Ende des Hauptteils werden allerdings nur die wichtigsten Fragen aufgeklärt. Wer Wert auf eine komplette Auflösung legt, muss sich die Sammleredition inklusive dazugehörigem Bonuskapitel anschaffen, denn hier geht es nahtlos weiter und wir erfahren endlich, wer der eigentliche Drahtzieher ist. Haben wir auch dieses hinter uns gebracht, wird uns zusätzlich noch ein alternatives Ende angeboten, das aber viele Gemeinsamkeiten mit dem Hauptspiel aufweist und nur inhaltlich etwas abweicht. Zu den Extras gehören ferner 84 Puzzleteile, die in den Nahansichten versteckt sind. Haben wir alle entdeckt, dürfen wir diese anschließend in kleinen Puzzeln zusammensetzen. Ansonsten gibt es noch neun Modellgebäude in Form von Chamäleonobjekten einzusammeln, die allerdings ohne besondere Funktion sind. Zudem können wir noch ein paar Trophäen ergattern, uns die Musik erneut anhören und die Filmchen ansehen.

Bei „Mystery Case Files: Die Druiden von Dire Grove“ ist zwar nicht alles Gold was glänzt, aber immerhin noch so wertvoll, dass wir durchaus mehr als einen Blick riskieren können. Die Geschichte hat nicht das allerhöchste Spannungsniveau, aber ist durch immer wieder veränderte Gesichtspunkte und Fakten doch so interessant, dass wir ohne Müdigkeitserscheinungen bis zum Ende dabei bleiben können. Rätselfreunde haben zudem die Gelegenheit, sich bei den Mega-Puzzeln auszutoben. Es ist nicht in allen Belangen perfekt, aber wenigstens so unterhaltsam, dass es auf jeden Fall zum oberen Drittel der erschienenen Spiele in 2014 gehört.


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