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Mystery Chronicles: Verrat und Liebe


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Lazy Turtle Games

Download: BigFish Games.de

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Autor: Sonja R.
12.05.2011

Wir befinden uns in Laura River, Frankreich, im Jahre 1903. Die Countess wurde ermordet und der arme Fischer, der die Leiche fand, ist der einzige Verdächtige. Als wenn das nicht genug wäre, verschwindet auch noch der Count. Unser Held erfährt durch Kommissar Jean Bertineau von dem Vorfall, der ihn fernschriftlich um Hilfe bittet. So machst du dich an seiner Stelle auf den Weg, um das Verbrechen aufzuklären.

Eben weil die Polizei das ja nicht kann, denn Kommissar Bartineau steht ziemlich dümmlich in der Gegend rum. Als du mit der Kutsche ankommst, empfängt dich unter dieser eine Nachricht des Kommissars, der im Schlosshof auf dich wartet. Wie die Kutsche dorthin gekommen ist? Keine Ahnung, entweder du hast sie selbst gezogen oder die Pferde wurden bereits abgespannt, wovon wir mal vorzugsweise ausgehen. Aber es gibt noch mehr Ungereimtheiten. Du musst mit einem Glasschneider in das Gewächshaus einbrechen, in dem der Botaniker steht. Warum hat er dich nicht einfach reingelassen? Schliesslich plaudert er dann auch ganz gemütlich mit dir. Und warum, bitte, ergibt Schwefelsäure mit einer Münze zusammen erhitzt ein Lösungsmittel? Fragen über Fragen!

Die weiteren Verdächtigen und Indizien sammelst du, indem du dir jeden Ort genau ansiehst, zu dem du kommst und mit den Personen sprichst.. Es gibt einige Orte und ich würde einen guten Schuster empfehlen, denn du bist einiges an Zeit unterwegs. Die Indizien gehen ins Tagebuch, zusammen mit einen Foto des Verdächtigen. Das ist ein reiner Männerverein, wenn man von der Countess selbst mal absieht, die sich schwerlich selbst ermordet haben kann.

An vielen der Orte findest du Wimmelbilder vor, die du meistens direkt durch den Glitzernebel erkennst. Manchmal aber musst du erst einen Inventargegenstand einsetzen, um sie auszulösen. Es wird nach Liste gesucht, die zufällig gestaltet ist und auch wenn du im Verlauf des Spiels eine Suchszene mehrmals spielst, wirst du trotzdem kaum denselben Gegenstand auf der Liste wiederfinden, den du schonmal hattest. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ein heutiger Kompass, ein Glasschneider oder eine Wäscheklammer mit Stahlfeder beispielsweise nichts im Jahre 1903 zu suchen haben. Das Zeitempfinden wurde hier, sagen wir mal, etwas gedehnt.

Auch mit der Grafik wurde man sich nicht ganz einig. Trabst du die Ländereien und die Räume im Schloss ab, ist sie durchaus als gut zu bezeichnen. Bei den Wimmelbildern dachte ich aber manchmal, ich brauche eine Brille, weil alles nicht allzu deutlich war. Allerdings wurde ich eines Besseren belehrt, als ich dann das nächste bekam, das war wieder recht scharf. Ich würde schon dafür plädieren, entweder alle Szenen etwas undeutlich zu machen oder alle mit einer guten Grafik. Dieses Mischmasch ist nicht Halbes und nichts Ganzes.

Die Wimmelbilder tauchen auch später an gleicher Stelle wieder auf, dazu musst du jedoch eine bestimmte Aktion ausgeführt oder einen Ort gesichtet haben. Ein Gegenstand daraus geht immer ins Inventar, wird aber in 80 Prozent der Fälle nicht lange darin verbleiben. Einige wenige Inventarobjekte brauchst du mehrmals wie die Streichhölzer oder die Brechstange. Der Rest ist zur einmaligen Verwendung und in der Regel direkt am nächsten oder übernächsten Ort, den du aufsuchst. Dadurch, dass du keine Inventarobjekte hast, die du erst viel später einsetzen kannst, wirst du sie schnell wieder los. Und das machte das Ganze recht überschaubar.

Irgendwann fiel dann wohl jemandem in der Schlussphase auf: "Oh, das Spiel ist zu kurz!" So baute man die Rennerei in der Schlussphase des Spiels aus. Nicht mehr an Spiel, aber mehr an Gelaufe. Als ganz prägnantes Beispiel weisst du, dass du eine Leiter brauchst, um auf das Dach zu klettern. Die findest du auch in einem Wimmelbild, die nötigen Stufen zur Reparatur schleppst du schon länger mit dir herum. Jeder normal denkende Mensch weiss aber nun, dass nur die Stufen selbst nichts nützen: Du brauchst Nägel und Hammer. Nun darfst du das Spiel absuchen, ob du irgendwo ein 3 aktiverte Wimmelbilder findest, die dir genau das liefern. Durch Zufall findest du auch einen Revolver, den du ebenfalls benötigst. Das weisst du aber hier noch nicht. Ist die Leiter fertig, steigst du hinauf und erkennst, dass der Sprung vom Loch im Dach zu hoch ist. Also brauchst du ein Seil. Wieder trabst du los, findest das Seil, gehst zurück und runter. Nun erkennst du aber, dass du etwas brauchst, mit dem du die Falltür in der Decke öffnen kannst. Glaube ja nicht, dass dieses Wimmelbild vorher zu finden gewesen wäre...

Wer zumindest das Suchen der erforderlichen Wimmelbilder vermeiden möchte, kann den Tipp benutzen, denn der sagt genau, wo sich welcher benötigte Gegenstand befindet. So kannst du diesen Ort direkt ansteuern. Bist du in einer Suchszene, zeigt er ein Objekt von der Liste an. Er braucht etwas um sich wieder aufzuladen, aber nicht zu lange.

Durch diese Art oben beschriebener unnötiger Wege werden die Minispiele ersetzt, die es nur zu Beginn häufig gibt, aber die immer weniger werden. Sie sollten für jede Art Spieler gut zu meistern sein und können sowohl übersprungen als auch zurückgesetzt werden. Das Zurücksetzen ist nicht bei allen verfügbar, aber bei denen, wo es angebracht ist. Du wirst unseren Helden dabei durch ein vernebeltes Labyrinth führen müssen oder Möbel in einem Zimmer auf ihre Plätze schieben. Natürlich gibt es auch Hindernisse dabei, versteht sich.

Insgesamt ist die Länge des Spiels im unteren Mittelfeld, Musik und Nebengeräusche bringen ganz gut die Stimmung rüber. Gerade bei der Musik ist es angenehm, dass sie eher dezent nicht ständig läuft. Über den Fortlauf der Geschichte erfährst du eigentlich nichts, bis du alles eingesammelt hast. Dann wird dir am Schluss in zwei Etappen mitgeteilt, wie sich alles abgespielt hat.

Mystery Chronicles: Verrat und Liebe ist überhaupt kein schlechtes Spiel, auch wenn in manchen Bereichen geschlampt wurde und es sich Lazy Turtle Games bei der Verwendung der Inventarobjekte etwas leicht gemacht hat. Deshalb kommt auch nur auf einen guten Durchschnittswert, der nicht begeistert, aber doch einen gewissen Grad an Spass verspricht.


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