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Mysterium: Lake Bliss


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: BigTop Games
Download (Sammler): BigFish Games.com

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Autor: Elke M.
Datum: 22.12.2014

Wimmelbildabenteuer mit etwas von allem, z. B. Prinz, U-Boot, SciFi und Fluch
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Als Detective werden wir von Molly Huggins gerufen. Sie vermisst seit drei Tagen ihren Verlobten Tommy Drake, mit dem sie nach der Hochzeit die Flitterwochen in Italien verbringen wollte. Niemals würde er einfach so ohne Grund verschwinden. Die örtliche Polizei hat sich nicht um die Vermisstenanzeige gekümmert, da eine königliche Hochzeit im Touristenparadies Lake Bliss bevorsteht und alle Kräfte dort benötigt werden. Was könnten Gründe für sein Verschwinden sein? Untreue? Finanzielle Probleme? Entführung? Es liegt nun an uns, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Die Stimmung des Spiels wird graphisch gut dargestellt. Nichts wirkt übertrieben verspielt, dennoch sind die Szenen detailgenau und klar. Die Hintergrundmusik ist dezent, genauso wie die Geräusche und die Stimmen der Protagonisten. Diese stehen allerdings nur bewegungslos herum, wenn sie mit uns sprechen. Trotz eines vermissten Bräutigams und einer royalen Hochzeit erwartet uns hier kein großes Gefühlskino, sondern viel sachliche Geradlinigkeit.

Die Geschichte wird in einem Journal mitgeschrieben, nebenbei werden dort Codes oder Informationen zu Rätseln notiert. Aktuelle Aufgaben sind hier ebenfalls hinterlegt. Zudem verfügen wir über eine Karte mit Transportfunktion, die allerdings mehr ärgernis als Grund zur Freude versprüht. Zwar gibt es eine Legende, in der angeblich der aktuelle Standpunkt und die Orte angezeigt werden sollen, an denen eine Aktion abgeschlossen werden kann. In ganz seltenen Fällen kommt das auch so vor, aber eben nur ab und an, den Rest der Zeit ist sie zu nichts zu gebrauchen. Da hilft der Tipp besser, er zeigt uns die Richtung an, in der wir uns weiter fortbewegen sollen, wenn in der aktuellen Szene nichts zu tun ist, oder er markiert direkt die Stelle im Bild, die wir noch abarbeiten können. Während des Spiels erhalten wir außerdem noch ein Gefäß, mit dem wir pinken Nebel einsaugen können, wenn wir auf ihn treffen. Den benötigen wir dann gegen Ende, um Mondtürme zu aktivieren.

Uns werden drei Modi angeboten. Im Modus „Einfach“ glitzern aktive Bereiche, Tipp und überspringen lädt zügig. Die Schwierigkeitsstufe „Fortgeschritten“ bietet kein Glitzern an, Tipp und überspringen laden entsprechend langsamer. „Experten“ müssen auf alle drei oben erwähnten Punkte verzichten, zusätzlich erhalten sie keine Informationen zu Objekten. Wir haben aber die Möglichkeit, unsere Auswahl im Menü unter Optionen jederzeit zu ändern, ohne ein neues Profil anlegen zu müssen.

Im Gegensatz zum restlichen Spiel wirken die Wimmelbilder ziemlich voll und überladen. Wir beginnen mit Wortsuchlisten, die nur gelegentlich am Ende eine kleine Interaktion aufweisen, um den Gegenstand fürs Inventar zu enthalten. Im weiteren Spielverlauf kann es dann auch vorkommen, dass bereits vorhandene Begriffe nur mit einem zusätzlichen Schritt zu finden sind, aber dieser ist wenig aufregend. Später kommen dann noch jene Wimmelbilder hinzu, bei denen in drei kleinen Fenstern Fragmente zu einem Objekt gefunden werden müssen. Haben wir alle entdeckt, werden diese drei Bilder zu einem Gegenstand zusammengefügt, der ebenfalls in unser Inventar wandert.
Ein einziges Mal suchen wir dann noch nach 16 gleichen Dingen. Zu früh gefreut haben wir uns allerdings was das Wiederholen der Wimmelbildszenen angeht. Gegen Spielende kehren wir wieder an den Ausgangspunkt zurück und müssen einen Großteil davon nochmal absolvieren.

Bei den insgesamt 20 Minispielen ist für jeden etwas dabei, allerdings nur auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe. Alle Spiele verfügen über eine Neustart-Funktion, die uns aus oben genanntem Grund ziemlich überflüssig erscheint. überraschungen erwarten uns keine, alles ist schon mal dagewesen, allerdings oft in einer besseren Version. So drücken wir Knöpfe in der richtigen Reihenfolge, tauschen blaue mit roten Kugeln, setzen Scherben in einen Spiegel ein und stellen ein Buntglasfenster wieder her. Mühe haben sich die Entwickler hierbei definitiv nicht gegeben, sondern wahllos bei anderen Spielen abgekupfert. Fragt sich nur, warum man dann nicht die interessanten „Rätsel“ klaut sondern diejenigen, die sowieso fast überall vorkommen?

Zumindest hat man sich bei der Geschichte mehr angestrengt, auch wenn zumindest am Anfang alles wirr und durcheinander wirkt. Mit der Zeit lüften wir den Schleier und kommen allem Mysteriösen auf die Schliche. Auch das Ende erklärt noch einige offene Fragen und lässt uns nicht im Nebel der Ahnungslosigkeit versinken. Leider kommen wir dort, also am Schluss, recht schnell an, nach ca. 3 -3,5 Stunden. Das Bonuskapitel greift dann die königliche Hochzeit noch einmal auf, die im Hauptteil vernachlässigt wurde, das Ganze in ca. 45 Minuten inkl. 5 Wimmelbildern und 5 Minispielen. Als Extras können wir 25 Auszeichnungen erringen und 54 Libellen einsammeln. Zusätzlich steht uns noch Konzeptkunst, Wallpapers, eine Film-Galerie und Musik zur Verfügung.

„Mysterium: Lake Bliss“ hat eine interessante Handlung, auf die vermutlich das größte Augenmerk gelegt wurde. Die Wimmelbilder und Rätsel sind aber definitiv noch ausbaufähig, gerade wenn es weitere Teile dieser Reihe geben soll, wie unterschwellig am Ende angekündigt wird. Big Top Games wollte von allem viel, leider kam nur sehr wenig dabei raus. Die Sammleredition ist nicht der Rede wert. Die Probestunde allerdings zeigt einen guten Querschnitt, obwohl es danach sogar noch etwas besser wird. Es könnte für diejenigen interessant sein, die eine Geschichte nicht sofort durchschauen möchten und die Rätsel nebensächlich finden.


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