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Mushroom Age (Die Abenteuer Reise)

Herausgeber: NevoSoft
Entwickler:NevoSoft

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Autor: Claudia K.

Vera sucht nach ihrem Verlobten Tom, der wenige Tage vor ihrer Hochzeit nicht auffindbar ist. Im Zeitlabor, in dem der junge Wissenschaftler arbeitet, trifft sie nur seinen Chef, Professor Einbock, der verblüffende Ähnlichkeiten mit Albert Einstein hat. Es stellt sich heraus, dass Tom durch ein Versehen ins Jahr 3008 gereist ist und Vera, eine Frau der Tat, folgt ihm unverzüglich. Damit beginnt eine Reise, die Dich in die Steinzeit, in den Himmel, ins alte Griechenland, ins Mittelalter und …der Titel verrät es uns, ins Mushroom (Pilz)- Zeitalter bringt, die in der fernen, fernen, fernen Zukunft liegt.


Mushroom Age ist ein Spiel ohne Zeitlimit, so dass in dieser Hinsicht eine gewisse Herausforderung fehlt. Und, wie so häufig bei Spielen russischer Herkunft, es ist extrem dialoglastig. Zwar lassen sich die Dialoge überspringen. Dafür aber muss man bei jedem Dialog erneut ins Menü. Und das Überspringen hat noch einen anderen Nachteil: Ohne die letzten ein oder zwei Sätze des Dialoges musst Du dann von Zeit zu Zeit raten, was Du überhaupt tun musst.
In jedem der insgesamt 23 Kapitel des Spieles musst Du zwischen drei und fünf verschieden Aufgaben lösen.. Da gilt es Sokrates Tunika zu finden oder Obst, um einen Dino den Trank des Verständnisses schmackhaft zu machen. Du betätigst Dich als Dinosaurierzahnarzt, spielt ein paar Minispiele mit ….jemandem der ziemlich weit oben zu Hause ist und und und

Jeder Ort beinhaltet mehrere Szenen. So kommst Du anfänglich, im Jahre 3008, zu erst auf eine Art Vorhof mit Werkzeugschuppen, daneben liegen zwei Felder mit Grabsteine. Die Dinge die es zu finden gilt sind nicht immer auf den ersten und auch nicht auf den zweiten Blick zu sehen. Du wirst in der obigen Szene zum Beispiel Grabsteine anklicken müssen, die sich dann verschieben und darunter liegt ein Namensschild verborgen. Gebüsche bewegen sich, in andere Kapiteln Vorhänge, Äste, Gras und vieles mehr. Das führt dazu, dass das ganze zu einer Klickorgie ausufern kann. Aber, im positiven Gegensatz zu einigen anderen Spielen, wirst Du hier für’s klicken nicht bestraft.
Nicht immer muss nur gesucht werden. Einige der gefundenen Dinge müssen auch zusammengesetzt werden. So brauchst Du zum Beispiel eine Zahnbürste, die Du aus einem Ast, Reisig und einem Seil bastelst (McGiver lässt grüssen) Und nicht immer sagt Dir das Spiel so einfach was Du jetzt zu tun hast. Streng Deinen Kopf an, um rauszufinden, wie Du mit Caveman eine Unterhaltung beginnen kannst, was Du dafür brauchst und wie Du es Dir beschaffen kannst.
Die Minispiele sind alle altbekannt, aber sehr geschickt im Spiel verteilt, so dass es nicht Überhand nimmt. Und selbst wennsie sich wiederholen, der Schwierigkeitsgrad erhöht sich ebenfalls.

Das Spiel hat zwei Hinweise. Einmal einen, der Dir den Gegenstand zeigt – hast Du ihn benutzt, musst Du ca. 30 – 45 Sekunden warten, bis er sich wieder aufgeladen hat. Das andere ist ein eher indirektes Hinweissystem. Dinge, die Du anklicken solltest, weil sie sich bewegen, fangen an zu glitzern wenn du mit der Maus über sie rüber fährst. Es gibt keine Möglichkeit, sich Hinweise gleich welcher Art hinzuzuverdienen. Das ist an einem Punkt lästig. Wenn Du den Klick - Hinweis benutzt und er zeigt Dir, dass Du in der anderen Szene weitersuchen musst, so ist der Hinweis weg (anders als zum Beispiel bei Treasure Hunter) und Du musst erst warten bis er sich wieder aufgeladen hat.
Das Spiel hat eine gute Länge, wenn ich auch die 3 Tage, die ich irgendwo gelesen habe für eine Zeitangabe halte, die für Anfänger gedacht ist.

Die Grafiken sind ausgesprochen gut, klar und detailliert, wenn allerdings Bewegung ins Spiel geht, bewegen diese Figuren sich, als wären sie samt und sonders im 20 Monat mit Fünflingen schwanger. Ich weiss nicht, ob das gewollt ist oder einfach nur an dem Punkt die Stundenzahl der Grafiker überschritten war (Feierabend, 'mer gehen nu), aber es senkt das Gesamtniveau dieses Spieles ein wenig.

Ein dicker Minuspunkt ist das speichern. Du hast keine Möglichkeit, mitten in einem Kapitel aufzuhören. Das Spiel speichert ausschliesslich automatisch und das nur am Ende eines Kapitels. Das mag bei einigen Kapiteln nicht ganz so schlimm sein, bei anderen ist es lästig und einfach nur schlecht. Und je unerfahrener oder bedächtiger ein Spieler ist, desto unschöner wird es. Denn zwar hat das Spiel grundsätzlich kaum einen Wiederspielfaktor, da alles immer gleich funktioniert und an der gleichen Stelle liegt, aber die meisten Minispiele haben einen Willkürfaktor und wenn Du dann eines hast, das sowieso schon lange dauert, schwierig ist oder man es einfach nicht mag… Ich war zweimal kurz davor, das Spiel nicht mehr weiter zu machen.

Mushroom Age erzählt eine gute Geschichte und wenn auch nicht Neues in dem Spiel ist, nichts Herausragendes, so ist es ein Spiel, dass das spielen auf jeden Fall lohnt. Denk nur daran, kein Kapitel anzufangen, wenn Du nicht sicher weißt, dass Du es auch zu Ende spielen kannst.


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