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Mortimer Beckett and the Lost King

Herausgeber: Gamehouse
Entwickler: Paprikari

Download: Deutschland-Spielt
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Autor: Sonja R,
26.01.2010

Mortimer ist wieder da, aber nicht da, wo er eigentlich sein möchte. Er findet sich auf einer Lichtung wieder, vor sich ein etwas gewöhnungsbedürftiger Zeitgenosse. Der erzählt ihm auch gleich, dass er Grongh heisst und dieser Ort das Königreich von Zantya ist. Der König regierte gerecht, aber vor 30 Jahren verschwand er einfach. Lediglich seine Krone blieb zurück, ohne die dazugehörenden Juwelen. Der General Cedric bestieg den Thron, denn es war gerade kein anderer da und er wollte unbedingt...Das führte jedoch dazu, dass viele Einwohner das Land verliessen. Es blieben aber auch welche da, die dem alten König gegenüber loyal sind und Mortimer nun auf seiner Mission helfen werden. Die lautet: Die Juwelen der Krone und damit den König finden.

Völlig ohne Zeitdruck fängt man in einem kleinen Ort an. Im Gegensatz zu den beiden früheren Teilen Mortimer Beckett and the Spooky Manor und Mortimer Beckett and the Time Paradox suchst du hier jedoch nicht nach Einzelteilen. Alles, was du brauchst, ist am unteren Bildschirmrand vollständig zu sehen und zu finden. Gleichzeitig ist es das Inventar, denn alles wird auch wieder irgendwo gebraucht.

Das Spiel besteht dabei aus 8 Kapiteln, die mit je 5 Orten auf der Karte aufwarten. Über diese Karte bewegst du dich auch zwischen ihnen hin und her. Die ist wahrscheinlich das meistbesuchteste Theater, denn wo an diesen Orten die Gegenstände zu finden sind, weisst du nicht. Ausserdem haben viele noch Nebenschauplätze, die zwar nicht auf der Karte vermerkt, aber über die Hauptorte zu erreichen sind.

Das Grundprinzip ist dabei eigentlich: Finde Objekt A an Ort C und schleppe ihn zu Ort E, um ihn dort einzusetzen. Dafür bekommst du entweder einen Juwelensplitter für die Krone oder aber einen anderen Gegenstand, mit dem du wieder auf Wanderschaft gehst. Dein Ziel ist dabei immer den Ausgang zu finden bzw. durchgängig zu machen.

Die Aktionen, in denen die Objekte eingesetzt werden, sind grundsätzlich logisch. Es wird keinen Moment geben, in dem sich der Spieler fragt: Warum mache ich das hier jetzt? Und diese Logik ist es auch, die den richtigen Spassfaktor bringt. Man kann überlegen, was mit einem Gegenstand zu tun ist und in der Regel klappt das dann auch. Es muss ein Schwert geschmiedet und abgekühlt werden oder ein Teich geleert. Wobei das nicht immer ganz einfach ist, gerade weil manchmal viele Wege nach Rom führen.

Zwischendurch wird das Ganze von Minispielen durchsetzt, die aber leider recht einfach gehalten sind. Es sind Aufgaben wie Sequenzen klicken, Memory oder einfach Codes eingeben, die im Buch stehen. In dieses Tagebuch wird alles wichtige übertragen, das du brauchst. Gerade das macht die Sache oft sehr leicht. In den letzten beiden Kapiteln jedoch hat man darauf verzichtet, Hinweise in das Buch zu kopieren. Das macht es wesentlich spannender und wäre toll gewesen, wenn man es über den gesamten Verlauf so gehalten hätte.

Grafisch hat sich Paprikari dabei wieder selbst übertroffen. Die Szenen sind klar, deutlich und detailliert gemacht. Eine lustige Hintergrundmusik und passende Geräuschkulisse vervollständigt das Ganze. Nicht zuletzt ist da auch der Witz, der in den Hinweisen oder Dialogen zu finden ist. Klickst du zum Beispiel das Fragezeichen des Frosches an, kommt da: "Ich hoffe nicht, dass ich ihn küssen muss. Aber er sieht eher nach Heimweh als nach Liebeskummer aus." Womit klar ist, dass der Frosch in sein Zuhause gebracht werden möchte.

Einen solchen Texthinweis gibt es für jedes Inventarobjekt. Allerdings leert sich dadurch auch der Tipp, der schon etwas länger zum Aufladen braucht. Er zeigt aber auch Standorte von Objekten oder wenn du woanders weitersuchen sollst.

So einige Sachen sind mir dann auch bekannt vorgekommen. Die Zauberschule in Halabath ist in einem Schloss untergebracht - wer denkt da nicht sofort an Harry Potter? Auch Mortimer selbst, immer mit Aktentasche und Regenschirm unterwegs, erinnert mich an das typische Klischee vom Angestellten. Fehlt nur noch der Anzug. Und wusstest du, dass der Zauberwürfel in Rockberg erfunden wurde? Ich auch nicht.

Alles in Allem ist Mortimer Beckett and the Lost King sehr gut gelungen. Die Spielzeit liegt im Mittelfeld, tolle Grafiken und ein unheimlicher Spielspass. Lediglich die Minispiele hätten anspruchsvoller und überspringbar sein können. Es ist unterm Strich uneingeschränkt empfehlenswert für Spieler, die gut zu Fuss sind. Und macht auch drei Jahre nach seinem Erscheinen graphisch und spielerisch Spaß. Hut ab vor dem Entwickler, der hier etwas "Zeitloses" geschaffen hat.

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