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Die Seelenfalle: Die Dämonen in dir (Mind Snares: Alices's Journey)


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Herausgeber: World Loom
Entwickler: World Loom

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 19.03.2014
Deutsch: 14.04.2014

Interessantes Wimmelbildabenteuer mit hintergründiger Geschichte
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Kurz vor Feierabend schickt uns unser Chef zu einem Geschäftstermin. Nur widerwillig nehmen wir, Alice Dahl, den Auftrag an, da eigentlich die Familie zu Hause wartet und wir am nächsten Tag Urlaub hätten. Trotzdem setzen wir uns ins Auto und machen uns auf den Weg. Plötzlich wird wie von Geisterhand das Lenkrad unseres Fahrzeugs herumgerissen, wir durchbrechen ein Brückengeländer und stürzen in den Abgrund.

Einige Zeit später erwachen wir gefesselt in einem unheimlichen Raum. Eine rote, pulsierende Linie bildet sich auf unserer Hand und scheint uns führen zu wollen, wie eine unbekannte, spirituelle Verbindung. Wohin führt uns dieser Weg und sind wir überhaupt noch am Leben?

Die Grafik wirkt anfänglich seltsam. Zum einen scheint vorrangig alles Grau in Grau zu sein. Doch durch überall vorhandenes rötliches Licht entsteht ein farbiges Zusammenspiel aus Violett, Pink und Rot. Die Stimmen sind sorgfältig ausgesucht und die Musik hören wir eher unscheinbar im Hintergrund. Später normalisiert sich dann die Farbgebung größtenteils und weicht einer bunten, schön gezeichneten Umgebung. Innerhalb des Spiels besuchen wir nämlich drei verschiedene Welten, um Totems zu finden und da kommen auch diejenigen auf ihre Kosten, die Märchen und phantasievolle Landschaften bevorzugen.

Die Auswahl des Schwierigkeitsgrades ist in drei Bereiche unterteilt. Im normalen Modus laden Tipp und überspringen schnell, interessante Szenen und Wimmelbilder glitzern, es gibt keine Klickstrafen und auf der Karte können wir erkennen, wo es noch etwas zu erledigen gibt. Wer sich für „Fortgeschritten“ entscheidet, muss auf den Hinweisbutton und die Skip-Funktion nach Benutzung etwas länger warten, das Funkeln markiert nur Wimmelbilder, Klickstrafen gibt es in abgeschwächter Form und die Karte steht uns ebenfalls vollständig zur Verfügung. „Experten“ müssen sich auf einen sehr langsam aufladenden Tipp- und überspringen-Knopf einstellen, komplett ohne Glitzern auskommen und können auf der Karte nur den aktuellen Standort erkennen. Auch ist mit massiveren Klickstrafen zu rechnen. über den Punkt „Optionen“ können wir aber den Modus jederzeit ändern.

Die Karte bleibt nicht die ganze Spieldauer über in unserem Besitz. Doch wenn sie zugänglich ist, transportiert sie uns auch von einer Szene in die nächste. Dazu ist ein Tagebuch unser Eigen, indem die Geschichte mitgeschrieben wird und in dem wir unsere Aufgaben einsehen können. Zumindest innerhalb der verschiedenen Welten benutzen wir gefundene Gegenstände öfter, da sie in unserem Inventar verbleiben. Der Tippgeber führt uns geradlinig zu der Stelle, an der wir als nächstes eine Aufgabe erledigen können. Oftmals haben wir dann schon alles Notwendige im Gepäck, um uns der Herausforderung zu stellen.

Die meisten der 10 Wimmelbilder spielen wir ein zweites Mal. Sie bestehen aus Wortsuchlisten mit kleinen Interaktionen. Auf den ersten Blick erscheinen sie recht voll und überladen, trotzdem sind alle Gegenstände gut zu finden. Danach erhalten wir immer ein Objekt für unser Inventar. Ebenfalls auf der einfacheren Schiene angesiedelt sind die Rätsel. Zwar sind sie hervorragend in die Umgebung eingepasst worden, manchmal sogar personenbezogen, aber dennoch sehr leicht. Hier haben die Entwickler auf Altbekanntes gesetzt und weniger Kreativität gezeigt. So drehen wir Ringe, suchen gleiche Paare, brauen einen Trank oder kochen ein Essen, ordnen Sicherungen richtig an und wiederholen vorgegebene Sequenzen. Positiv ist, dass wir dabei die eigentliche Geschichte nie aus den Augen verlieren und diese sogar durch die Rätsel noch unterstrichen wird. In dieser Form ist das sehr selten bei Entwicklern zu finden. Es sei noch erwähnt, dass wir nebenbei 18 Auszeichnungen erlangen können, die in den Optionen aufgeführt sind.

Mit der durchaus aussagekräftigen Botschaft „Die Welt wird sich nicht ändern, du musst dich ändern“ endet das Spiel nach ca. vier Stunden und lässt uns nachdenklich zurück. Nachdenklich aber nur deshalb, weil vermutlich viele von uns sich in die Protagonistin hineinversetzen konnten, wobei es sich aber durchaus auch um einen Mann hätte handeln können. Durch den stetigen Druck, der während der Erzählung auf Alice ausgeübt wurde, werden wir fast gezwungen, auch über unsere eigene Situation nachzudenken und das hat World Loom tatsächlich exzellent umgesetzt.

Mit „Die Seelenfalle: Die Dämonen in dir (Mind Snares: Alices's Journey)“ ist den Entwicklern eine tolle Geschichte gelungen, wie wir sie so in dieser Form noch nicht erlebt haben. Da einige Beta-Tester diese wohl völlig missverstanden haben, ist es nur in der Normalversion erschienen, was aber keinen Nachteil darstellt, da ein gutes Ende vorhanden ist. Wer viel Wert auf eine sinnvolle, solide Erzählung legt und bei den Rätseln und Wimmelbildern mit normaler Kost leben kann, sollte sich hier unbedingt den Probedownload zu Gemüte führen, alleine schon deshalb, um den Entwicklern die Anerkennung für so viel Mut und Einfallsreichtum auszusprechen.


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